Zwölf neue Weinakademiker graduierten auf Schloss Esterházy
Im Rahmen einer festlichen Graduierungsfeier wurde zwölf Absolventen der Weinakademie Österreich am 18. November 2011 der Titel "Weinakademiker" verliehen. Für seine Verdienste in der internationalen Weinausbildung wurde Frank Smulders MW der Titel "Weinakademiker h.c." verliehen.

Mit diesem 18. Absolventenjahrgang erhöht sich die Zahl der Weinakademiker auf 550, der Großteil kommt aus Österreich, über 150 kommen aus Deutschland, mehr als 40 aus der Schweiz. Die übrigen Absolventen kommen aus weiteren 18 verschiedenen Ländern und nehmen oft Schlüsselpositionen in der Weinwirtschaft ein.
In Deutschland, wo die Weinakademie diese Ausbildung im Rheingau seit 2002 anbietet, graduierten 11 Absolventen Anfang November 2011 auf Schloss Vollrads. Bereits im Mai dieses Jahres war der Titel auch am Diploma-Standort Wädenswil/Zürich in der Schweiz an 11 Absolventen verliehen worden. Somit graduierten 2011 insgesamt 34 Absolventen zum Weinakademiker.
Der Titel "Weinakademiker" ist Auszeichnung und Auftrag zugleich. Die Weinakademiker treten dem Absolventenverband, dem "Club der Weinakademiker", bei und verpflichten sich einem Ehrenkodex, der permanente Weiterbildung und höchste ethische Ansprüche im Umgang mit Wein postuliert. Diese Ausbildung ist auch die empfohlene Vorstufe zur elitären Master of Wine-Qualifikation.
Einige Absolventen zeigten auch heuer wieder herausragende Leistungen, die mit Stipendien und Preisen belohnt wurden:
- Die Wein & Co Tasting Trophy für die beste Verkostungsprüfung ging an Andreas Huber.
- Der SPAR Spirituosen Award für die beste Spirituosenprüfung ging an Paul Krajnik.
- Der SPAR Award "Weine der Welt" für die beste Theorieprüfung ging an Waltraud Lanius.
- Der Esterházy Award für das beste Ergebnis im Bereich Weinbusiness ging an Eva Ploner.
- Der ÖWM Preis für die beste Diploma-Arbeit im Bereich Weinmarketing ging an Christoph Biber.
- Der Weinakademie Topstudent Award ging an Andreas Huber.
Weinakademiker Rust 2011
![]() | Markus Altenburger Stammt aus einem traditionellen Familienweingut aus Jois und stieg knapp nach Beendigung seines Wirtschaftsstudiums ins Schlossweingut Halbturn ein, wo er sich zum Gutsdirektor hocharbeitete. Heute leitet der Mitbegründer des Club Battonage das elterliche Weingut und einen Weinhandel. Diploma-Arbeits Thema: Umveredelung im Burgenland. Kurzfristige Anpassung an Markttrends oder effizienter Weg zur Identitätsfindung und Qualitätssteigerung? |
![]() | Christoph Biber Der Münchner absolvierte die Tourismusschule Villa Blanka in Innsbruck und arbeitete als Hotelkaufmann in der Münchner Gastronomie. Seit der Eröffnung einer österreichischen Vinothek in München durch seine Familie war ein intensiver Kontakt mit der Materie Wein hergestellt. Heute ist er Teilhaber der Vinothek und für das Marketing verantwortlich. Diploma-Arbeits Thema: "Neue Medien" Internet und Social Media als Vertriebswege für Weinhändler in Deutschland. |
![]() | Rupert Haslinger Der geborene Salzburger studierte an der Montan Universität Leoben und spezialisierte sich auf die Solartechnik. Das Gösser Bier aus der Studienzeit wurde bald durch Weine aus Österreich und Deutschland ersetzt. Als Journalist und Spezialist für Photovoltaik-Systeme ist er in dieser Kapazität mit österreichischen Weingütern intensiv in Kontakt. Diploma-Arbeits Thema: Nachhaltiger Weinbau im Kontext erneuerbarer Energiequellen am Beispiel von Solarstromanlagen. |
![]() | Andreas Huber Der aus dem Weingut Huber im Traisental stammende Wirtschaftswissenschafter war seit frühester Kindheit mit Wein in engster Berührung. Er unterstützte seine beiden Brüder, die das Weingut führen, und ist heute hauptberuflich im Marketing von Iglo Austria tätig. Diploma-Arbeits Thema: Weinpreise - Qualität und Reputation als Determinanten des Weinpreises inklusive einer hedonischen Preisanalyse des österreichischen Flaschenweinmarktes. |
![]() | Daniel Illedits Nach seiner Ausbildung an der Tourismusschule Kleßheim und gastronomischen Wanderjahren in der Schweiz startete er seine Karriere bei Austrian Airlines. Heute ist er gastronomischer Ausbildner und Weintrainer und versucht über seine Bordsommeliers den Passagieren österreichischen Wein näher zu bringen. Diploma-Arbeits Thema: Wein im Flugzeug. Welche Kriterien muss ein Wein am Boden erfüllen, um an Bord auch noch gut zu schmecken? |
![]() | Richard Kinzelmann Der Grazer absolvierte seine gastronomische Ausbildung an der Berufschule in Bad Gleichenberg und war in der Grazer Gastronomie jahrelang in verschiedenen Funktionen tätig. Als Oberkellner im Hofkeller wurde er vom Weinvirus befallen und sieht seine Zukunft im Weinhandel. Diploma-Arbeits Thema: Friaul und Südtirol - ein aktueller Vergleich der zwei führenden Weißweinregionen Italiens. |
![]() | Paul Krajnik Der Wiener studierte Chemie und Musik in Wien. Als Universitätslehrer in den USA und Wien spezialisierte er sich auf die organische Chemie. Heute ist er für den Bereich Chemikalien im Lebensministerium zuständig und ist über das Chemikaliengesetz sozusagen auch beruflich mit der Branche in Kontakt, ist aber seit langem privater Weinliebhaber. Diploma-Arbeits Thema: Auswirkungen der neuen EU-Weinmarktordnung auf die österreichische Weinwirtschaft. |
![]() | Waltraud Lanius Für die geborene Norddeutsche brachte die internationale Tätigkeit im Topmanagement eines Weltkonzerns auch die berufliche Notwendigkeit zum Essen und Trinken auf hohem Niveau mit sich. Als selbständige Unternehmensberaterin setzt sie sich heute intensiver mit dem Genussfaktor Wein auseinander und sieht dort auch ein weiteres mögliches Geschäftsfeld. Diploma-Arbeits Thema: Soziale Netzwerke - nur Hype oder langfristiges Marketinginstrument auch für die Weinwirtschaft? |
![]() | Stefan Metzner Der Münchner ist ausgebildeter Restaurantfachmann und hat eine Karriere in der internationalen Gastronomie hinter sich. Nach einer 10-jährigen Tätigkeit im Weinhandel ist er heute freier Sommelier und im Bereich Beratung und Weinseminare tätig. Diploma-Arbeits Thema: Konzeption einer internetbasierten Weinschule entsprechend der WSET Prüfungsanforderungen der verschiedenen Levels am Beispiel der Weinbauregion Burgund. |
![]() | Eva Ploner Die aus Bruneck stammende Südtirolerin erhielt ihre Ausbildung in Innsbruck als Dolmetscherin und Übersetzerin und war während des Studiums für internationale Firmen wie Swarovski und Red Bull im PR Bereich tätig. Heute leitet sie ihre eigene Firma, die PR Agency daviso. Diploma-Arbeits Thema: Von Südafrika bis Südtirol: Weintourismus - Fakten und Chancen. |
![]() | Philipp Schäffer Für den Grazer ist das Interesse am Thema Wein bedingt durch die Mithilfe im elterlichen Weinhandel entstanden. Seit fünf Jahren ist er dort tätig und für Ein- und Verkauf sowie die Kundenbetreuung zuständig. Weinpraktika im Ausland sollen weiter für frischen Wind und dynamische Ideen in seiner Firma sorgen. Diploma-Arbeits Thema: Entwicklung einer Lagenklassifizierung für Barolo und Barbaresco. |
![]() | Peter Steiner Mit einem Vater der Klosterneuburg Absolvent, Gastwirt und Weinhändler war, war für den Wiener seine Karriere bereits vorgezeichnet. Nach seiner Tätigkeit in der Gastronomie in Österreich und Deutschland zog er Mitte der 80er Jahre in die USA, wo er heute in Kalifornien als Weineinkäufer und Sommelier tätig ist. Diploma-Arbeits Thema: Lodi and its Position in the Commodity and Premium Wine Markets. The Challenges of re-positioning a Wine Region in a changing Local and Global Economic Climate. |
Impressionen
![]() | ![]() | |
![]() | ![]() | |
![]() | ![]() | |
![]() | ![]() |
Der neunte Weinakademiker - Jahrgang graduierte auf Schloss Vollrads!
Dem neunten Absolventenjahrgang des Diploma in Wines and Spirits an der FA/FH Geisenheim wurde im Rahmen der traditionellen Graduierungsfeier am 12. November 2011 der Titel Weinakademiker verliehen. Schloss Vollrads gab den feierlichen Rahmen für die Graduierung von 11 neuen Weinakademikern.

Das Diploma in Wines and Spirits, die international renommierteste Ausbildung im Weinhandel, wird seit 2002 von der Weinakademie Österreich an der FA/FH Geisenheim in Kooperation mit dem britischen Wine & Spirit Education Trust (WSET) und dem DWI durchgeführt. Diese Ausbildung ist auch die empfohlene Vorstufe zur elitären Master of Wine Qualifikation.
Der Titel "Weinakademiker" wird dabei an erfolgreiche Absolventen des Diploma in Wines and Spirits verliehen und ist Auszeichnung und Auftrag zugleich. Die Weinakademiker treten dem Absolventenverband, dem "Club der Weinakademiker", bei und verpflichten sich einem Ehrenkodex, der permanente Weiterbildung und höchste ethische Ansprüche im Umgang mit Wein postuliert.
Mit dem neuen Absolventenjahrgang erhöht sich die Zahl der Weinakademiker auf knapp 550, über 150 kommen aus Deutschland. Die Weinakademiker stammen aus 21 verschiedenen Ländern und nehmen oft Schlüsselpositionen in der internationalen Weinwirtschaft ein.
Im Rahmen der akademischen Feier wurde auch Weinakademikerin Caro Maurer MW, die als erste Frau im deutschen Sprachraum den Titel Master of Wine führen darf, geehrt.
Einige Absolventen zeigten auch heuer wieder herausragende Leistungen, die mit Stipendien und Preisen belohnt wurden:
- Schloss Vollrads Preis: Volker Wegener
- Vinissima Preis: Sandy Frotscher
- DWI Stipendium: Job de Swart
- ÖWM Stipendium: Volker Wegener
- Esterházy Award: Sandy Frotscher
- VDP Preis: Dietmar Maisenhölder
- Weinakademie Top Student Award: Dietmar Maisenhölder
Weinakademiker Geisenheim 2011
![]() | Gerd Autrata Stammt aus Württemberg, und war nach seinem Betriebswirtschaftsstudium als Dozent für Wirtschaftswissenschaften an der Hotelfachschule Erfurt tätig. Seine Lehrerkollegen führten ihn zum Thema Wein und seit 2004 leitet er das Jaques Weindepot in Stuttgart Degerloch. Diploma-Arbeits Thema: Weinland Württemberg - zwischen Tradition und Innovation. |
![]() | Hermann Bär Der aus Tettnang stammende Apotheker übernahm seine Vorliebe für Wein von seinem Vater. Im Reformhaus Bär, das an eine seiner Apotheken angegliedert ist, begann er auch ein Weinsortiment aufzubauen. Der Bär wurde zum Weinbär. Der "Weinhandel Weinbär" vertreibt vor allem Weine deutscher und schweizerischer Winzer. Diploma-Arbeits Thema: Perspektiven für den Weinanbau in England im Zeichen des Klimawandels. |
![]() | Joachim Beilfuß Der gelernte Reiseverkehrskaufmann fand vor zehn Jahren über einen Nebenjob bei Jaques Weindepot zum Wein. Während seinem Studium an der Weinakademie lernte er seinen jetzigen Geschäftspartner der Weinhandlung Podium 49 in Bonn kennen, mit dem er professionell eine Vielzahl von Weinevents veranstaltet. Diploma-Arbeits Thema: Der Weinbau im nördlichen Mittelrheintal und seine Zukunftsperspektiven. |
![]() | Job de Swart Studierte in Maastricht International Business Administration und spezialisierte sich durch Kurse an der University of California, Davis und Praktika in Frankreich und Südafrika auf das Thema Wein. Heute arbeitet er für eine Gruppe von vierzig Weinshops "Les Généreux" im Marketingbereich und hat eben sein Master of Wine Studium begonnen. Diploma-Arbeits Thema: An exploratory research on the identification of product attributes that contribute to wine price and quality of German Riesling premium wines. |
![]() | Sebastiaan Dullens Er fand während eines Praktikums in Südafrika im Rahmen seiner Ausbildung an der Hotelschule in Maastricht zum Thema Wein. Er war "Maastricht´s Youngest Wine Importeur" und führt heute mit seiner Partnerin das Restaurant-Hotel "Het Wapen van Willemstad" mit angeschlossenem Weinhandel und Vinothek. Diploma-Arbeits Thema: The search for Mosel´s DRC |
![]() | Sandy Frotscher Die Hotelfachfrau erhielt ihre Ausbildung in prominenten Sterne-Restaurants in Deutschland und in der Schweiz, und war auch auf einem Kreuzfahrtschiff als Sommelière tätig. Zusammen mit ihrem Partner beschloss sie aus der Gastronomie auszusteigen und als Beraterin für die Gastronomie Fuß zu fassen. Diploma-Arbeits Thema: Spätburgunder an der Mosel im Zeichen des Klimawandels. |
![]() | Achim Glockner Der Diplombetriebswirt wuchs am Kaiserstuhl auf und begann bereits parallel zum Studium für die Weinwirtschaft zu arbeiten. Er ist in Freiburg nebenberuflich für das "Haus der badischen Weine" und für den Weinverein "Carpe Vinum" tätig und möchte in Zukunft Wein und Betriebswirtschaft beruflich stärker verbinden. Diploma-Arbeits Thema: Weißburgunder - ungenutztes Potenzial des Kaiserstuhls? Istsituation und erfolgreiche Ausrichtung der Weine am Markt. |
![]() | Sandra Junker Die in Saarbrücken ausgebildete Restaurantfachfrau arbeitete in Luxushotels in den USA bzw. als Sommelière in der Sternegastronomie. Nach Abschluss ihrer Ausbildung als IHK Sommelière gründete sie die "Sandra Junker Wine Consulting" und ist im Bereich Weinschulung und Beratung tätig. Diploma-Arbeits Thema: Bordeaux in der Krise!? - lang lebe Bordeaux! Das renommierte Anbaugebiet auf dem Weg ins 21. Jahrhundert. |
![]() | Dietmar Maisenhölder Der am Rande der Weinregion Stuttgart aufgewachsene Betriebswirt ist im Controlling-Bereich tätig, Wein war für ihn bis jetzt eine private Leidenschaft. Mit nächstem Jahr macht er sich im Weinbusiness selbständig und wird im Raum Stuttgart neuartige Weinevents und betriebswirtschaftliche Beratung für Winzer anbieten. Diploma-Arbeits Thema: Weinregion Stuttgart: Von der Trollinger Metropole zur heimlichen Hauptstadt des Weinevents - neue Wege vinophiler Erlebniskultur. |
![]() | Stefan Nicolai Steinheuer Machte seine Winzerlehre bei den Hessischen Staatsweingütern in Kloster Eberbach und ist absolvierter Geisenheimer. Neben seiner Tätigkeit für verschiedene Weingüter und Genossenschaften baute er den elterlichen Biofachhandel mit Vinothek auf und ist seit diesem Jahr Leiter der Weinabteilung der Metro Group in Freiburg im Breisgau. Diploma-Arbeits Thema: Rechtliche Grundlagen, technische Umsetzung zur Herstellung eines Sektes nach der Champagnermethode unter besonderer Berücksichtigung der Produktionskosten. |
![]() | Volker Wegener Der Restaurantfachmann erhielt seine Ausbildung im Hause Mövenpick und kam über das Weinrestaurant Caveau Mövenpick eng mit dem Thema Wein in Berührung. Nach Stationen im Weinhandel bzw. bei der Sopexa Deutschland wechselte er im Jahr 2000 zur Firma Fako-M. Dort ist er für den Einkauf von knapp 1.000 Weinen zuständig. Diploma-Arbeits Thema: Warum manche Gastronomen viel Wein verkaufen und manche wenig. Wie kann man den Absatz in diesem Bereich steigern? |
Impressionen
![]() | ![]() | |
![]() | ![]() | |
![]() | ![]() | |
![]() | ![]() |
Most im Marmeladenglas und Graphit im Cava

Im Kalender der Weinakademiker ist das letzte Wochenende im September traditionell geblockt. Denn dann heißt es "auf zum Workshop nach Geisenheim". In diesem Jahr waren mehr als 30 Weinakademiker dem Ruf gefolgt. Vom 23. bis 25. September trafen sie sich zum achten Weinakademikerworkshop in den Räumen der Forschungsanstalt. Die Teilnehmer erwartete ein weitgefächertes Programm, das von "A" wie adäquate Unterlagsreben bis hin zu "X" wie "Xarel.lo" reichte.
Auftakt der Veranstaltung bildeten zwei hochspannende Lectures in der alten Aula der Forschungsanstalt, an denen auch die Studenten des parallel stattfindenden "Master of Wine" Kurses sowie die Schweizer WSET-Diploma-Gruppe teilnahmen. Das Geisenheimer Forscherteam um Prof. Dr. Monika Christmann und Prof. Dr. Hans-Reiner Schultz präsentierte zunächst neueste und in weiten Teilen noch unveröffentlichte (!) Ergebnisse über den Einfluss von Erziehungssystemen und Unterlagsreben auf Phenolbildung und Weinqualität. Am Beispiel der Ergebnisse verschiedener Erziehungssysteme wie klassisches Spalier, Scott-Henry, Lyra oder Minimalschnitt sowie unterschiedlichen Beschattungen wurde aufgezeigt, wie sich die jeweilige Erziehung auf die Beerenqualität auswirkt.
Anschließend ging es dem Thema "Phenole" buchstäblich an die Wurzel. Magali Lafointaine präsentierte ihre Studienergebnisse zum Einfluss der Unterlagsreben von Pinot Noir auf die Phenolbildung. Dabei beeindruckte besonders ihre Versuchsmethode: Die findige Wissenschaftlerin vinifizierte und analysierte in aufwändiger Arbeit hunderte von kleinsten Partien aus jeweils 80 bis 100 Beeren in Marmeladengläsern. "Nanoscale-Winemaking" nennt sie diese aus Australien übernommene Methode. In Freiland- und weiteren Laborversuchen evaluierte sie zudem weitere mögliche Einflussfaktoren wie Wasserversorgung, Nährstoffangebot, Beerengröße, Ertrag und Reife.
Wie sich wiederum die Auswahl des Rebklons auf den Weincharakter bei Pinot Noir und Riesling auswirkt, konnten die Workshopteilnehmer in einer offenen Verkostung verschiedener Versuchsweine erschmecken und dabei teilweise erhebliche Unterschiede im Geschmacksbild feststellen. Die deutlich besseren Tropfen wurden allerdings erst später kredenzt - beim "Kosten und Netzwerken" im alterwürdigen Schloss Schönborn: Die deutschen Prädikatsweingüter (VDP) hatten dort zum "Walk-around-Tasting" und Dinner geladen. Der Regionalverband Baden und der Hausherr Graf von Schönborn ließen rund 30 Top-Weine entkorken - darunter zahlreiche Großen und Ersten Gewächse und auch Spezialitäten wie Beerenauslesen von Ruländer, Muskateller und Spätburgunder.
Der zweite Veranstaltungstag stand ganz im Zeichen der Iberischen Halbinsel. Spanien-Spezialist David Schwarzwälder führte die Kursteilnehmer durch die Weißwein- und Cava-Welt seiner (Wahl-)Heimat. Damit knüpfte er direkt an seinen Rotwein-Vortrag Workshop auf der "Weinakademiker Summer School" vier Wochen zuvor in Rust an. Gleich zu Beginn wartete Schwarzwälder mit überraschenden Zahlen auf. So habe die letzte offizielle Erhebung ergeben, dass Spanien mit rund 852.600 ha Rebfläche über 150.000 ha weniger Weinbau betreibe als bislang geglaubt. Den Rückgang der Rebflächen seit 1999 bezifferte er auf rund 16 Prozent. Dennoch sieht Schwarzwälder für Spanien vor allem aus der Nische heraus Wachstumspotenziale. Das am rasantesten zunehmende Segment sei der Bioweinbau. "Mit rund 56.000 ha zertifizierter Fläche ist Spanien bereits heute größter Bioweinproduzent der Welt", betonte Schwarzwälder. "Innerhalb von nur zwei Jahren haben die Spanier Italien überholt und werden weiter wachsen. 100.000 ha Biorebfläche sind da ohne weiteres drin."

Beim anschließenden Tasting, das in Zusammenarbeit mit dem spanischen Außenhandelsinstitut ICEX organisiert worden war, führte Schwarzwälder die Teilnehmer durch verschiedene Weinregionen, Sorten und Stile. Noch immer seien 47 Prozent der iberischen Weine weiß, obwohl sich dieser Anteil in den vergangenen Jahrzehnten und zuletzt insbesondere im Zuge des weltweiten Rotweinbooms deutlich reduziert habe, rechnete der Spanienexperte vor. Seine mitgebrachten Flights belegten die Individualität und das hohe Qualitätsniveau spanischer Weißweine - etwa der 2010 Fillaboa Albarino. Oder der Pezas de Portela Godello, der mit perfekt balancierten Holzeinsatz ein Beispiel dafür ist, wie hervorragend sich die in den 1970er Jahren fast verschwundene Godello-Traube für den Barriqueausbau eignet. Nicht zu vergessen (weil ebenfalls höchst individuell): der körperreiche, mineralische und fordernde 2010 Calcari Xarel.lo. Dessen Traubsorte ist auch Bestandteil des Cava. Diese spanischen Schaumweine bildeten den Schwerpunkt des Nachmittags.
Schwarzwälder beschrieb zunächst die Charakteristiken der Cava-Hauptrebsorten, die Strukturen des von den fünf größten Herstellern beherrschten Marktes sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen und wichtigsten Aspekte der Cava-Produktion. Dabei verwies er unter anderem auf die Unterschiede zur Champagnerherstellung wie beispielsweise den fehlende Brauch weiß zu pressen, den Verzicht auf malolaktische Gärung, die frühe Lese und das Verbot der Chaptalisierung. Anhand von elf Beispielen arbeiteten sich die Teilnehmer anschließend durch verschiedene Cava-Stilistiken. Dabei entdeckten sie Unterschiede und Gemeinsamkeiten gleichermaßen - wie beispielsweise jenen Graphittöne am Gaumen, welche Schwarzwälder als "sehr typisch für viele Cava" bezeichnete. Oder die fruchtige Note vieler "moderner" Cava wie dem Giró Ribot Avant Brut Reserva, welche vor allem vom Anteil an Chardonnay in der Cuvée stammt. Hingegen weisen Weine wie der Recaredo Brut de Brut 2003 (aus Macabeo und Xarel.lo) die charakteristische Strenge "traditioneller" Cava auf. Doch egal welche Variante man bevorzugt, eines hat dieses Tasting wieder einmal deutlich gemacht: Spitzen-Cava gehören zu den großen Schaumweinen der Welt. Dieser Erkenntnis gab es an diesem Nachmittag dann auch nichts mehr hinzuzufügen.
Der dritte Veranstaltungstag eröffnete mit der Jahressitzung des Clubs der Weinakademiker in Deutschland. Anschließend ging es Richtung Kloster Eberbach zur "Premiere Großes Gewächs" des VDP. Auch wenn viele Winzer angesichts der Lese(vorbereitungen) diesmal nicht selbst angereist waren und sich vertreten ließen, zeigten die Weine eindrucksvoll, welch erstklassigen Qualitäten sorgfältige Produzenten im schwierigen Jahrgang 2010 in die Flasche bringen konnten. Da fiel es manchem Weinfex dann umso schwerer die Heimreise anzutreten. Ging diese doch mit der Gewissheit einher, das ein oder andere "Schätzchen" unter den Großen Gewächsen verpasst zu haben.

Und das subjektive Fazit dieses achten Weinakademiker-Workshops? Es lässt sich wohl am besten in folgender Kostnotiz zusammenfassen: "Nummer 8" präsentierte sich komplex, klar strukturiert und überaus individuell. Sicherlich kein Leichtgewicht für den schnellen Konsum nebenher, dennoch frisch, gut balanciert und mit langem Nachhall. Machte der Jury vom ersten Schluck an viel Spaß. Gesamturteil: 90+ Punkte. Wir freuen uns schon jetzt auf die kommenden Jahrgänge. Vielen Dank und großes Lob an alle, die daran mitgewirkt haben!
Carpe Diem Kombucha- offizieller Sponsor der Weinakademie Österreich

Seit September 2011 ist Carpe Diem Kombucha offizielles alkoholfreies Getränk der größten Weinschule Europas und wird in den Ausbildungszentren der Weinakademie Österreich angeboten. Darüber hinaus wird das aromenreiche Genussgetränk in den Lehrplan der Schulbetreuung integriert und in über 200 Seminaren in Gastronomie- und Tourismusschulen in ganz Österreich präsentiert.

Das Besondere an Carpe Diem Kombucha sind die erlesenen Grundzutaten und das einzigartige Herstellungsverfahren durch Fermentation, das der Weinbereitung sehr ähnlich ist. Der aufwendige Prozess verändert den Geschmack der einzelnen Kräuter maßgebend und es entstehen - wie beim Wein aus Trauben - mannigfaltige Zweitaromen. Dank der vielfältigen Geschmacksnuancen lässt sich Carpe Diem Kombucha wunderbar mit unterschiedlichsten Gerichten kombinieren und ist die sinnvolle alkoholfreie Begleitung zu jedem guten Essen, wenn es einmal nicht Wein sein soll.
Im Rahmen des Lektorenmeetings der Weinakademie Österreich vom 09. - 10. September 2011 an der Weinakademie Österreich in Rust wurde Carpe Diem Kombuch präsentiert und anhand einer Verkostung die Aromenvielfalt des Getränks erkundet. Anschließend konnten sich die Lektoren der Weinakademie von den Vorzügen von Carpe Diem Kombucha als Speisenbegleiter bei einem Degustationsmenü, kommentiert von Annemarie Foidl, Präsidentin des Österreichischen Sommelierverbandes, selbst überzeugen.

Aufgrund der Analogien zu Wein in der Herstellung und der daraus resultierenden Aromenvielfalt ist Carpe Diem Kombucha nun "offizielles alkoholfreies Getränk der Weinakademie Österreich". Mit Beginn des kommenden Schuljahres präsentieren unsere Lektoren dieses hochwertige und komplexe alkoholfreie Getränk an mehr als 200 Klassen der österreichischen Tourismus- und Gastronomiefachschulen.
Weinakademie im Weinberg

Im 20. Jahr ihres Bestehens eröffnet die Weinakademie Österreich eine Expositur im Südburgenland. Es ist die erste Expositur direkt im Weinberg, umgeben von Top-Winzern des Südburgenlandes. Eingebettet in die gastronomische Erlebniswelt der "Ratschen" können die Seminarteilnehmer nun auch direkt im Weinberg wohnen.
Die Weinakademie Österreich mit Sitz in Rust am Neusiedlersee hat sich in den zwei Jahrzehnten ihres Bestehens zur größten Weinschule Europas entwickelt. Neben dem Ruster Campus und einem Office und Seminarzentrum in Krems bietet die Weinakademie Österreich ihre Seminare an über 20 Standorten in ganz Österreich an.

Im Burgenland konzentrieren sich die Seminartätigkeiten bisher auf das Nordburgenland. Umso mehr war es wichtig mit der "Ratschen" im Südburgenland neue Akzente zu setzen.
Die hohe Wein- und Gastronomiekompetenz, sowie das Weinerlebnis im Weinberg und die Nähe zu den Winzern der Weinidylle machen die "Ratschen" zu einem perfekten Kooperationspartner der Weinakademie Österreich. Ab Herbst 2011 werden an der Expositur Südburgenland Weinschnuppertage, Wine & Weekends und Weintutorien mit Weinerlebnisprogrammen angeboten.
Palais Coburg und Weinakademie Österreich gründen Partnerschaft

Zwei führende internationale Weininstitutionen besiegeln eine neue Kooperation. Die Expositur der Weinakademie Österreich in Wien übersiedelt ab Herbst ins Palais Coburg. Gemeinsam wurden auch neue Premiumprodukte im Bereich Weinweiterbildung entwickelt: Master Classes mit internationalen Masters of Wine und die Ausbildung zum "Fine and Rare Wine specialist".
Zum 20. Geburtstag der Weinakademie Österreich - mit mehr als 15.000 Teilnehmern jährlich die größte Weinschule Europas - übersiedelt die Weinakademie vom Seminarzentrum in den Räumlichkeiten der Österreichischen Weinmarketing (ÖWM) ins Palais Coburg. In diesem fantastischen Palais mit dem besten Weinkeller der Welt werden nun jährlich die rund 150 Seminare der Weinakademie in Wien angeboten. Das neue "Weinakademie Gewölbe" im Palais Coburg wird durch eine Glaswand vom imposanten Österreich-Keller getrennt und ist quasi von österreichischen Weinschätzen umgeben. Vor und nach den Seminaren können die Teilnehmer an der Weinbar des Palais Coburg österreichische und internationale Weinraritäten glasweise verkosten. Bei Kellerführungen werden die Schätze des Kellers hautnah erlebbar gemacht.
Die Master Classes werden vom Palais Coburg entwickelt und konzeptioniert, die Weinakademie tritt hier vor allem als Vertriebspartner, Buchungs- und Servicestelle auf. Neben privaten Weinfreunden und Profis aus dem Weinhandel und der Gastronomie ist dies sicherlich vor allem für Winzer DIE Möglichkeit große internationale Weine und weltweit führende Experten kennen zu lernen.
Mit der Ausbildung zum "Fine and Rare Wine Specialist" bieten das Palais Coburg und die Weinakademie eine Weltneuheit an. Erstmals findet ein eigener Ausbildungskurs zu den großen Weinen der Welt mit den besten internationalen Fachleuten statt. Die großen Weine Österreichs werden dabei in Workshops und Fachexkursionen in den Weinbaugebieten mitpräsentiert - das ist vor allem die Aufgabe der Weinakademie Österreich. Ein großzügiges Stipendienprogramm des Palais Coburg, das von der Weinakademie abgewickelt und von einer internationalen Jury vergeben wird, ermöglicht internationalen, begabten Weinprofis aus der Sommellerie und Wine Educators die Teilnahme an diesem exklusiven Seminar. Dieses hochkarätige Programm in englischer Sprache wird die Weinakademie Österreich global stärker positionieren und hat auch enorme Imagewirkung.
Dritte Graduierung der Weinakademiker in der Schweiz
Im wunderbaren Ambiente von Schloss Au neben den Wädenswiler Rebbergen auf der Halbinsel Au graduierten am 03. Mai 2011 die Absolventen des dritten Jahrgangs des Schweizer "Diploma in Wines and Spirits" zum Weinakademiker. Die 11 neuen Weinakademiker kamen aus der Schweiz, Deutschland, Italien und Österreich und wurden in das internationale Weinnetzwerk der Weinakademiker aufgenommen.

Im April 2007 startete diese berufsbegleitende, internationale Weinausbildung erstmals in der Schweiz an der ZHAW Wädenswil. Die Partner der ZHAW, die diese internationale Ausbildung tragen, sind die Weinakademie Österreich, die für die operative Durchführung zuständig ist und der britische Wine & Spirit Education Trust als internationaler Lizenzgeber. Das Diploma in Wines and Spirits ist die weltweit etablierteste Ausbildung im Weinhandel und gilt als Vorstufe zur renommierten Master of Wine Qualifikation.
Während der Diploma-Start und auch die abschließenden Seminareinheiten sowie alle Prüfungen und Prüfungsworkshops des "Diploma" in Wädenswil stattfanden, besuchten die Teilnehmer im Rahmen ihrer Ausbildung auch Seminare in den Schulungszentren wie der FA/FH Geisenheim, der Weinakademie Österreich in Rust sowie im Weinforum Südtirol in Brixen. Besuchsprogramme, Workshops und Degustationen fanden im Rahmen der Ausbildung in den Weinbaugebieten von Österreich, Deutschland, Südtirol, Ungarn und der Schweiz statt
Die neuen Absolventen mussten ihr Wissen und ihre Fähigkeiten im Rahmen von Verkostungsprüfungen, theoretischen Klausurprüfungen, bei Seminararbeiten sowie einer abschließenden Diploma-Arbeit und einem Kolloquium unter Beweis stellen. Die Absolventen unterzeichnen nach bestandenen Prüfungen einen Code of Conduct, der zu höchsten moralischen Standards im geschäftlichen und privaten Umgang mit Wein verpflichtet und auch den Auftrag zur permanenten Weiterbildung beinhaltet. Sie treten auch offiziell der Absolventenvereinigung, dem "Club der Weinakademiker" bei. Der Titel "Weinakademiker" wird vom Kuratorium der Weinakademie Österreich verliehen und ist also eine Auszeichnung und zugleich ein Auftrag zur Weiterbildung.
Für die besten Absolventen 2011 wurden im Rahmen der Graduierungsfeier auch attraktive Stipendien und Preise vergeben:
- Selection Schwander Tasting Trophy ging an Nicole Genet:
Dieser Preis ist mit EUR 1.000,- dotiert und geht an den/die Absolvent/in mit den besten Ergebnissen in den Verkostungsprüfungen der Diploma Ausbildung. - Esterházy Business Award ging an Peter Dreykluft:
Der/die beste Absolvent/in im Bereich Wein Business qualifiziert sich für diesen Award der Esterházy Privatstiftung. Er beinhaltet einen Aufenthalt am Weingut Esterházy und den Besuch der Haydn Festspiele in Eisenstadt. - Weinmarketingpreis der Österreich Wein Marketing ging an Claudia Jenni Magnus:
Eine Diploma-Arbeit zum Thema Weinmarketing wird mit diesem Preis ausgezeichnet. Er beinhaltet eine Einladung zu einer exklusiven Weinreise nach Österreich im Rahmen der VIEVINUM Weinmesse. - Weinakademie Top Student Award ging an Nicole Genet:
Der/die beste Absolvent/in des Jahrgangs erhält eine Einladung zu einem Schnuppertag beim Master of Wine Kurs in Rust und kann darüber hinaus ein Jahr lang bei allen Weiterbildungsveranstaltungen für Weinakademiker der Weinakademie Österreich kostenlos teilnehmen.
Weinakademiker Schweiz 2011
![]() | Georg Dornauer Der Tiroler ist studierter Betriebswirt und in der IT Branche tätig. Ein Basisseminar der Weinakademie löste bei ihm relativ spät den "Weinvirus" aus, dafür aber umso heftiger. Letztendlich war auch dieser Virus mit ein Grund warum er 2010 den Wettbewerb "Weinkenner des Jahres" in Österreich gewann. Diploma-Arbeits Thema: Wein Web Shop - Konzeption einer produktgemäßen Shoplösung. |
![]() | Peter Dreykluft Der ausgebildete Hotelfachmann und Ernährungswissenschafter stammt aus dem deutschen Sauerland. Während seines Französisch-Studiums unweit des Loire-Tals begann er sich für Wein zu interessieren. Heute ist er Pädagoge und zuständig für die Weinausbildung an der Hotelfachschule Hamburg. Diploma-Arbeits Thema: Champagne Rosé - Faszination und Zukunftsperspektiven eines besonderen Schaumweins. |
![]() | Nicole Genet Die Hotelfachschule Belvoirpark und die Tätigkeit bei Caveau Mövenpick Wein waren für die Zürcherin der Einstieg in die Weinbranche. Es folgten Tätigkeiten in der Gastronomie im Einkauf und F&B Management, die alle drei Jahre mit längeren Surf- und Weinreisen unterbrochen waren. Heute arbeitet sie für Steinfels Weine und Auktionen im Verkauf. Diploma-Arbeits Thema: Neuseeland, ein rasch wachsendes Weinland - Auswirkungen, Chancen und Probleme raschen Wachstums einer Weinregion - am Beispiel von Neuseeland. |
![]() | Miriam Grischott Der gebürtigen Engadinerin mit italienischen Wurzeln wurde gutes Essen und Wein praktisch in die Wiege gelegt. Nach einer Karriere in der Hotellerie und Gastronomie wechselte sie zur französischen Sopexa, wo sie für Marketing zuständig war, bevor sie 2007 ihre eigene Agentur für Wein und Genuss gründete. Diploma-Arbeits Thema: Marketing- und Kommunikationskonzept für die Weine vom Zürichsee. |
![]() | Jean-Claude Hofstetter Der studierte Geologe ist vor allem ein Spezialist in Geophysik und Hydrogeologie. Er lebt und arbeitet in Zürich und sein Streben besteht darin, die Interaktion von Boden, Klima, Rebe und Winzer genauer zu verstehen. Dies versucht er gegenwärtig als Redaktionsmitglied des Buches "Stein und Wein" und auch im Rahmen seiner Diploma-Arbeit. Diploma-Arbeits Thema: Terroir und Klimawandel - Das Spannungsfeld der Zukunft? |
![]() | Claudia Jenni Magnus Der Zufall führte die studierte Basler Betriebsökonomin bei Ihrer Jobsuche zu einem Weinhändler für Spitzenweine und Raritäten. Der Wein führte auch Regie als sie 2007 im Hunter Valley einen Weinfreak, ihren heutigen Ehemann kennenlernte. Seit 2008 ist sie Brand Manager Wine bei einem schweizweit tätigen Distributionsunternehmen. Diploma-Arbeits Thema: Wein in der Schweizer Gastronomie. |
![]() | Wolfgang Kneidinger Der gebürtige Oberösterreicher absolvierte die Hotelfachschule und bereits in jungen Jahren die Diplomsommelier Ausbildung in Innsbruck als Jahrgangsbester. Mittlerweile ist er im Parkhotel Weggis in der Zentralschweiz als Chefsommelier für eine Weinkarte mit 2.600 Positionen verantwortlich. Diploma-Arbeits Thema: Weinhandel & Gastronomiebetrieb unter einem Dach. Die perfekte Symbiose? |
![]() | Roland Stadler Der in der Ostschweiz ausgebildete Koch wurde während seiner Wanderjahre in Luzern von seinem steirischen Mentor und Chef de Service zum Wein verführt. Er wechselte von der Küche in den Service, dann zum Weineinkauf und Logistik und ist heute Filialleiter eines Detailgeschäfts der Magazine zum Globus Gruppe Diploma-Arbeits Thema: Der Korken und alternative Flaschenverschlüsse auf dem Schweizer Markt. Eine Ist-Analyse und ein Blick in die Zukunft. |
![]() | Monika Unterthurner Die Südtirolerin studierte Betriebswirtschaft in Innsbruck. Sie ist ausgebildete Sommelière und leitet in Naturns den elterlichen Lebensmittelbetrieb. Seit kurzem ist sie auch Präsidentin der Riesling Tage in Naturns und will sich dort in Zukunft stärker engagieren. Diploma-Arbeits Thema: Verkaufsfördernde Methoden bei Wein im kleinstrukturierten Lebensmitteleinzelhandel. |
![]() | Anne Van Roode Nach dem Studium der Agrarwissenschaften in Stuttgart und Auslandsaufenthalten in Neuseeland und Australien wechselte sie in ein Dienstleistungsunternehmen für Weinbau und landwirtschaftliche Betriebe in Freiburg. Dort kann sie heute als Geschäftsführerin vor allem im Bereich Weiterbildung und bei Fortbildungsreisen ihr erworbenes Know-How einbringen. Diploma-Arbeits Thema: Generische Werbung für Wein |
![]() | Andreas Wegmüller Der studierte Jurist lebt in Zürich und wechselte nach der rechtlichen Berufspraxis in den Lehrberuf. Als diplomierter Wirtschaftslehrer war er an Gymnasien und Berufsschulen tätig, absolvierte eine Ausbildung zum Börsenhändler und steht eventuell vor einem Wechsel in die Weinbranche. Derzeit ist er in Australien auf verschiedenen Weingütern als Praktikant tätig, um das Gelernte real anwenden zu können. Diploma-Arbeits Thema: Aufbau einer Unternehmung im Bereich Weininvestment im Raum Zürich. |
Impressionen
![]() | ![]() | |
![]() | ![]() | |
![]() | ![]() | |
![]() | ![]() |
Vom Paradies ins Labyrinth
(Ein Bericht von Weinakademiker Thomas Curtius)
Im Rahmen des Weinakademiker Workshops "Das Weinland Südtirol und seine Pinots" widmeten sich Weinakademiker und Studenten des Diploma-Kurses Schweiz der kleinen, nur knapp 5300 ha großen Weinregion entlang von Eisack und Etsch. Die Intensivtour vom 18. bis 19. März brachte neben vielen neuen Eindrücken und Einsichten auch die ein oder andere handfeste Überraschung.
![]() | ![]() |
Facettenreich, fein und fokussiert - Begriffe, die für Südtirols Spitzenweine ebenso gelten, wie für diesen Weinakademiker-Workshop. Die 35 Teilnehmer erwartete ein konzentriertes Veranstaltungsprogramm rund um die Südtiroler Pinots, die inzwischen auch auf internationalem Parkett zunehmend Beachtung finden. "Die Weinszene Südtirols hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt", betonte Workshopleiter Thomas Augschöll von der Export Organisation Südtirol (EOS) in seinem Einführungsvortrag im Kloster Neustift. So habe sich zum einen der Sortenspiegel von Rot nach Weiß (inzwischen rund 55 Prozent Anteil) verschoben - angeführt unter anderem von Pinot Grigio, Weißburgunder und Chardonnay. Zum anderen hätten sich auch die Exportanteile verändert: "Neben dem Inlandsmarkt sowie den klassischen Abnehmerländern Deutschland, Österreich und Schweiz sind für uns die USA mit rund acht Prozent Marktanteil zu einem der wichtigsten Kunden unserer Weine avanciert", so Augschöll.
Maßgeblichen Anteil an der Erfolgsgeschichte hatten die qualitätsorientierten Genossenschaften, die mit über 70 Prozent Mengenanteil eine der tragenden Säulen der Südtiroler Weinproduktion sind. Als erste Station stand deshalb auch ein Besuch in der Genossenschaft St. Michael/ Eppan, auf dem Reiseplan, einem der traditionsreichsten Vorzeigebetriebe der Region. Dort bewies Kellermeister Hans Terzer am Beispiel von 16 hochkarätigen Weiß-, Grau- und Blauburgundern sowie Chardonnays und Sauvignon Blancs wieder einmal eindrucksvoll, dass die Genossen zu Recht als Qualitätslokomotiven der Region gelten. Beispiele verschiedener Ausbaumethoden - Stahl, großes Holz, Tonneau, Barrique -, dazu Vertikalen verschiedener Jahrgänge der Topweine St. Valentin zeigten die stilistische Bandbreite der Südtiroler Burgundersorten. "Minimale Eingriffe im Keller und maximale Individualität im Wein" lautet das Credo des hoch dekorierten Weinmagiers und Tiroler Originals, der die Zügel im Keller seit über 30 Jahren fest in der Hand hält. Ins Glas gebracht bestechen seine Weine stets durch präzise Frucht, feine Mineralität, perfekte Balance selbst bei höherem Alkohol sowie bei den Spitzenqualitäten durch sehr gekonnten Holzeinsatz.
![]() | ![]() |
Am zweiten Tag des Workshops gewährte ein weiterer Großmeister des Südtiroler Weinbaus Einblicke in Weingut und Keller. Luis von Dellemann, Schwager und Kellermeister von Alois Lageder führte die Gruppe persönlich durch die Gebäude des historischen Ansitzes Löwengang in Magreid. Das Unternehmen von Alois Lageder verfügt über knapp 70 Hektar eigene Lagen, zudem werden von weiteren 120 Hektar Trauben hinzugekauft. Die eigenen Flächen bewirtschaftet Lageder inzwischen biodynamisch, auch wenn das zu Beginn nicht immer einfach war. "Am Anfang hatten wir mit der Biodynamie schon so unsere Schwierigkeiten", erinnerte sich Luis von Dellemann. "Aber wir haben schnell dazugelernt, und die Ergebnisse sind immer besser geworden." Das Prinzip der Nachhaltigkeit und Ökologie gilt bei Lageder nicht nur im Weinberg. Der Ansitz Löwengang wurde bereits 1995 nach ökologischen Gesichtspunkten ausgebaut: von den Solarpanelen auf dem Dach, über die Nutzung der Schwerkraft beim Traubentransport und die Edelstahlummantelung jedes einzelnen im Keller verlegten Kabels zur Vermeidung von Elektrosmog bis hin zum Bleistift als obligatorisches Schreibwerkzeug in der gutseigenen "Vineria Paradeis". Dort gab es dann unter anderem den kraftvollen Pinot Grigio "Porer" und den fruchtig würzigen Blauburgunder "Krafuss" sowie - besonders eindrucksvoll - verschiedene Jahrgänge des Spitzenchardonnays "Löwengang" zu kosten.
![]() | ![]() |
Vom Paradeis ging´s dann direkt ins Labyrinth, genauer gesagt: ins Reblabyrinth zum Kränzelhof von Franz Graf Pfeil nach Tscherms. Weinmachen nach Analysewerten ist dem knorrigen Grafen und Querdenker ebenso ein Gräuel wie feste Konventionen. "Das Einzige, was bei mir fix ist, ist, dass nix fix ist", stellte der Vollblutwinzer gleich zu Beginn der Weinkost fest. Aus dem Weinberg hat er Düngemittel und Herbizide verbannt, er liest spät und vergärt lange. Am Ende zählt für Pfeil dabei eines: "Wir produzieren nur, was auch uns schmeckt." Und das mit Erfolg: Rund 30.000 Flaschen unter anderem Weiß-, Grau- und Blauburgunder sowie Chardonnay und Sauvignon Blanc erzeugt er pro Jahr von rund sechs Hektar Fläche - und verkauft sie nahezu vollständig an die 20000 Besucher seines einzigartigen, mit verschiedenen Rebsorten bestückten Labyrinthgartens. Hervorzuheben sind unter anderen seine im Holz vergorenen und ausgebauten Weißburgunder der "Helios" Linie sowie sein samtig-ausdruckstarker Blauburgunder und der eher würzige Blauburgunder Selektion. Allesamt klar konturiert, mit frischer Säure, geschliffener Frucht und erheblichen Reifepotenzial.
Allgemeines Fazit nach zwei Tagen intensiven Kostens der Südtiroler Qualitäten: Dank des einzigartigen Klimas, des großen Spektrums an Bodentypen, dem Anbau auf verschiedenen Höhenlagen zwischen 200 und 1000 Metern sind Südtirols Pinots echte Charaktertypen - eben so wie diejenigen, die diese Weine ins Glas bringen. Damit sind beide im wahrsten Wortsinn erfrischende Antithese zum Konformismus vieler international ausgerichteter Weine.
8. Weinakademie Winzerkonferenz
Weiße Pinots - Friends oder Konkurrenten von Chardonnay?
Rund 100 österreichische Winzer und Weinakademiker folgten am 18. Jänner dem Ruf der Weinakademie, das kontroverse Thema „Weiße Pinots“ näher zu beleuchten. Dank internationaler Beteiligung seitens der Referenten gab es eine spannende Auseinandersetzung.
Nach einer Begrüßung durch den Leiter der Weinakademie, Dr. Josef Schuller MW, erging das Wort an Dr. Ferdinand Regner von der HBLA Klosterneuburg, der die Genealogie der weißen Pinot- Familie erläuterte sowie auf Verbreitung und Synonyme der Burgundersorten einging. Schon im ersten Beitrag wurde deutlich, welche Bedeutung die einzelnen Sorten in der Weinwelt einnehmen: Während Chardonnay als eine der „erfolgreichsten“ Sorten überhaupt gilt, in jedem Weinbauland der Welt wächst und allein in Frankreich und den USA auf beinahe eine Million bepflanzte Hektar kommt, fristen die anderen weißen Burgundersorten ein eher unscheinbares Dasein; etwa als „Spezialitäten“ in Deutschland, Österreich, Frankreich (hauptsächlich Elsass) sowie in Norditalien.
Hans Terzer, Kellermeister der Kellerei St. Michael-Eppan, und Olivier Humbrecht MW von der Domaine Zind-Humbrecht erläuterten daraufhin „Die Welt der Pinots in Südtirol und Norditalien“ sowie „Die Pinots im Elsass“. Während im Elsass die Sorte „Chardonnay“ für Qualitätswein gar nicht zugelassen ist, erreicht sie bei den Südtirolern sowohl wesentlich höhere Preise als auch höhere Qualitäten als die Traditionssorte Weißburgunder. Hans Terzer ist überdies der Meinung, dass Pinot Blanc „keine großen Weißweine“ hervorbringt. Dies sei „auch gar nicht notwendig bzw. das Ziel“ – man wolle, dies gelte allgemein für Südtirol, trockene, einfache Trinkweine schaffen, die mit vielerlei Speisen kombinierbar sind. Im Elsass ist Pinot Gris zwar neben Riesling, Gewürztraminer und Muskat eine der vier Sorten, die für Grands Crus aus dem Elsass zugelassen ist, dennoch scheint die „Burgunder-Situation“ überaus verfahren. Die meisten Weißburgunder werden aufgrund der lebendigen Säure für den überaus beliebten Crémant d’Alsace (Sekt aus dem Elsass) geschätzt und gerne verwendet. In den mit „Pinot Blanc“ gekennzeichneten Flaschen Stillwein befindet sich indes zumeist der säurearme, offiziell zugelassene Verwandte Auxerrois oder der hochwertige, aber
Eine vergleichende Degustation von acht internationalen Pinots, kommentiert von Olivier Humbrecht MW und Dr. Josef Schuller MW, zeigte die Bandbreite der Pinot-Familie sowie die überaus beeindruckende Lagerfähigkeit (anhand eines 1998er Weißburgunders vom Weingut Prieler) auf.
Der Frage nach einer „Renaissance der weißen Pinots“ ging im Anschluss David Schildknecht vom einflussreichen US-Magazin „The Wine Advocate“ nach. Er war in einer Live-Konferenz aus den USA zugeschaltet. Schildknecht sah das Thema sehr differenziert. Die Liebe der Amerikaner, Briten und Australier zu Chardonnay sei bekannt. Eine Pinot-Grigio-Welle ist vor allem in Großbritannien, aber auch in den USA in vollem Gange. Pinot Blanc sei nicht „in Mode“ in Übersee. Im Gegenteil. In den USA sei nicht einmal eine Meinung zu dieser Sorte vorhanden, „sie ist schlichtweg nicht bekannt“. Persönlich schätzt der Parker-Mitarbeiter weiße Pinots überaus. Am liebsten ohne Restzucker, ohne Barrique-Einsatz und ohne BSA – diese sei „bei ausreichender Reife gar nicht notwendig“. Für David Schildknecht war der Auxerrois aus dem Elsass „der Einstieg“ in das Thema der weißen Pinots. Erst in Österreich hatte er in den 1990ern das „Aha-Erlebnis“ mit Weißburgunder. Inzwischen habe auch er viel dazu gelernt. Er schätzt österreichische, deutsche, italienische und französische Pinots und vergibt teilweise überraschend hohe „Parker-Punkte“ für international vollkommen unbekannte Gewächse dieser Kategorie. Schildknecht ist der Meinung, dass Pinot Blanc (neben Chardonnay und Pinot Gris) „große Weine“ ergeben kann. Das werde „in 10 Jahren allen klar sein“.
Ulf Sjödin MW von Systembolaget, dem schwedischen Alkoholmonopolisten, ging im Anschluss auf weiße Pinot-Weine und deren Marktchancen in Schweden ein. Dort sei allerdings „aufgrund des Klimas“ ohnehin Rotwein viel wichtiger. Bereits mehr als 50 % der Weinverkäufe sind in Schweden überdies Bag-in-Box-Weine. Weißwein Nummer eins ist Chenin Blanc (aus Südafrika) gefolgt von Chardonnay. „On-trade“, d. h., in Restaurants und Bars, werden in Schweden lediglich rund 10 % aller Weine verkauft. Systembolaget sieht sich überdies nicht als Trend-Setter, sondern orientiert sich an anderen Wein-Märkten, allen voran am britischen. Die Hälfte aller Pinot-Verkäufe (Blanc und Gris) macht übrigens ein einziger (günstiger) – ungarischer – Grauburgunder aus.
Interessante Einblicke in den britischen Markt gab im Anschluss Clive Barlow MW, Wein-Consultant. In Großbritannien verkaufen sich immerhin 14 % der Weine „Ontrade“ und 86 % „Off-trade“ über den Handel. In diesem bestimmen vier große Supermarktketten mit 75 % aller „wine-sales“ das Geschehen. Der Titel der Präsentation „The Pinot category versus Chardonnay in the UK market“ war berechtigt. In keinem anderen Land ist der Pinot-Grigio-Boom, der vor ca. 10 Jahren begann, so ausgeprägt. Hinter Chardonnay ist Pinot Grigio der mit Abstand erfolgreichste Weißwein. Getrübt wird dieser Hype um die Pinot-Sorten von der allgemein niedrigen Qualität der Pinots Grigios – egal ob beim „Original“ aus Italien oder bei „Mee-Too“-Produkten beispielsweise aus Argentinien – und dem Niedrigst-Preisniveau der Produkte.
Joel Payne, Weinjournalist, ging auf „Die Burgundersorten am deutschen Markt“ ein. Er betonte die Wichtigkeit des Grauburgunders vor allem in Baden. Der heimische Markt sei ein wichtiger. Die Klimaerwärmung stelle gerade beim Grauburgunder ein Problem dar. Alkoholwerte von mehr als 15 %Vol. seien in den letzten Jahren keine Seltenheit mehr.
Die Zukunft der weißen Pinots?
In der Paneldiskussion ging es
unter anderem darum, ob der Weißburgunder große Weine hervorbringen
kann. Es nahmen Anne Thysell von Spar, Willi Klinger, ÖWM, Silvia
Prieler, Weingut Prieler und Obfrau Leithaberg DAC, Erich Polz, Weingut
Polz, Olivier Humbrecht MW, Domaine Zind-Humbrecht, sowie Hans
Terzer, Kellerei St. Michael-Eppan, teil. Im Gegensatz zu den anderen
Diskussionsteilnehmern stellte vor allem der Südtiroler Hans Terzer in
Frage, dass Weißburgunder große Weine hervorbringen kann. Dabei
scheint er nicht allein: Eine Saalumfrage, ob Weißburgunder wahrhaft
große Weine hervorbringen kann, zeigte einige Zweifler – im Gegensatz
die gleiche Frage bezogen auf Riesling, keinen einzigen.
Die gute Eignung des Weißburgunders als Speisenbegleiter und insbesondere als Spargelwein wird aber von Anne Thysell und Willi Klinger hervorgehoben. Eine lebhafte Diskussion kommt noch bei der Frage der Benennung des in Österreich nicht unwichtigen Weißburgunders auf: Im Saal votieren viele der Anwesenden dafür, Weißburgunder statt Pinot Blanc auf die Etiketten zu schreiben, bzw. tun dies bereits selbst. ÖWMChef Willi Klinger plädiert eher für die französische Bezeichnung „Pinot Blanc“ und dafür, die Herkunft und weniger die Sorte hervorzustreichen. Offensichtlich, so hält Pepi Schuller fest, sei „in der Namensdiskussion das letzte Wort noch nicht gesprochen“. Einig schienen sich hingegen alle Anwesenden, dass eine einheitliche Bezeichnung der Sorte in Österreich sinnvoll wäre.
Grand Tasting
Bei der abschließenden Verkostung
von nationalen und internationalen Pinots standen 32 österreichische
und 11 internationale Weißburgunder, 6 österreichische und 5 internationale
Grauburgunder, 6 österreichische Chardonnays, 3 österreichische
Pinots Noirs sowie 2 Pinot-Cuvées und ein Pinot-Sekt zur Verkostung.
Auffallend war der überaus trockene, geradlinige und mineralische Charakter
der meisten österreichischen Vertreter, während ausländische Pinots,
z. B. aus Deutschland oder dem Elsass, eine deutliche, teilweise „barocke“
Restsüße aufwiesen.
Autor: Albert Stöckl
WINZER SEIN - für ein Jahr
19 Damen und Herren aus ganz Österreich entdeckten das "Winzerfeeling" und entwickelten im 1. WINZERJAHRESKURS der Weinakademie Österreich und der Weinbauschule Krems ein Fingerspitzengefühl für den Weinbau.
An 10 Kurstagen verteilt durchs Jahr erfuhren die Hobbywinzer von den Profis viel Wissenswertes und setzten dies gleich in die Praxis um, von der Rebveredelung des eigenen Weinstocks, dem Rebschnitt in eigenen Weingartenanlagen, die verschiedenen Arbeiten im Weingarten übers Jahr bis hin zur verdienten Weinlese und der Kellerarbeit mit anschließender Analyse des eigenen Weines.
Mit sichtlich viel Stolz und einem großem Verständnis zum "Winzersein" übernahmen die Teilnehmer im Rahmen eines Festaktes Ende November in der Weinbauschule vom Hausherren Dir. Dieter Falt und dem Leiter der Weinakademie Österreich, Herrn Dir. Dr. Josef Schuller die Zertifikate, die selbst veredelten Weinreben und ein Kontingent vom eigens produzierten Wein entgegen, einem Müller Thurgau "Junger Kremser" 2010, der natürlich gleich verkostet wurde!

Der nächste Winzerjahreskurs startet im Jänner 2011 - nähere Infos unter www.weinakademie.at/winzerjahreskurs.php
Impressionen vom Winzer-Jahreskurs
Zwanzig neue Weinakademiker graduierten auf Schloss Esterházy
Im Rahmen einer festlichen Graduierungsfeier wurden 20 Absolventen der Weinakademie Österreich am 12. November 2010 der Titel "Weinakademiker" verliehen. Neben Österreichern, Deutschen, Schweizern, Holländern und Südtirolern graduierte in diesem Jahr mit Jan Rokyta der erste Tscheche zum Weinakademiker.

Mit diesem 18. Absolventenjahrgang erhöht sich die Zahl der Weinakademiker auf über 500, der Großteil kommt aus Österreich, über 130 kommen aus Deutschland, mehr als 30 aus der Schweiz. Die übrigen Absolventen kommen aus weiteren 18 verschiedenen Ländern, wo Weinakademiker oft Schlüsselpositionen in der Weinwirtschaft einnehmen.
In Deutschland, wo die Weinakademie diese Ausbildung im Rheingau seit 2001 anbietet, graduierten 15 Absolventen Anfang November 2010 auf Schloss Vollrads. Bereits im April dieses Jahres war der Titel auch am Diploma-Standort Wädenswil/Zürich in der Schweiz an 11 Absolventen verliehen worden. Somit graduierten 2010 insgesamt 46 Absolventen zum Weinakademiker.
Der Titel "Weinakademiker" ist Auszeichnung und Auftrag zugleich. Die Weinakademiker treten dem Absolventenverband, dem "Club der Weinakademiker", bei und verpflichten sich einem Ehrenkodex, der permanente Weiterbildung und höchste ethische Ansprüche im Umgang mit Wein postuliert. Diese Ausbildung ist auch die empfohlene Vorstufe zur elitären Master of Wine-Qualifikation.
Zum dritten Mal wurde auch die Auszeichnung "Weinakademie Top-Lektor des Jahres" verliehen. Der Titel ging an Reinhold Forobosko, Wein- und Gourmetjournalist aus Kapfenberg, der seit der Gründung der Weinakademie hier als Lektor tätig ist.
Einige Absolventen zeigten auch heuer wieder herausragende Leistungen, die mit Stipendien und Preisen belohnt wurden:
Weinakademiker Rust 2010
![]() | Martin Bamert Der Nordwestschweizer studierte Literatur- und Erziehungswissenschaften in der Schweiz und in Frankreich. Heute ist er an einem Internationalen Friedensförderungszentrum in Westafrika tätog. Studienaufenthalte in Frankreich brachten ihn zum Wein, zu seiner heute "nicht beruflichen Hauptbeschäftigung". Diploma-Arbeits Thema: Weinbaukanton Genf: Standortbestimmung auf dem Weg zur Schweizer Qualitätsspitze. |
![]() | Claudia Bauer Die Sozialpädagogin stammt aus dem Weinbaugebiet Wagram. Durch die Heirat mit einem Wagramer Landwirt und Weinbauern änderte sich die berufliche Ausrichtung. Sie bewirtschaftet mit ihrem Mann zwölf Hektar Weingartenfläche und kümmert sich um die Vermarktung ihrer Weine. Diploma-Arbeits Thema: Österreichs jüngstes Weinbaugebiet "Wagram" und seine mögliche Positionierung am national- und internationalen Markt. |
![]() | Peter Baumgartner Der aus dem Eisacktal in Südtirol stammende Bankkaufmann absolvierte vor fünf Jahren eine Ausbildung zum AIS Diplomsommelier. Heute arbeitet er nebenberuflich in der Südtiroler Weinakademie und wird mit Januar 2011 die Führung der Eisacktaler Kellereigenossenschaft übernehmen. Diploma-Arbeits Thema: Phänomen Franciacorta: Erfolgreiche Neuorientierung eines Weinbaugebietes, Aufstieg zur Weltmarke und Strategien für die Zukunft. |
![]() | Remco Binder Der Waldviertler ist im IT-Bereich bei der Unicredit Group tätig. Die Liebe zum Wein wurde von seinem Bruder geweckt, gegenseitig ermuntern sie sich zu weiterer Wissensvertiefung. Den Weinakademiker sieht er als eine gute Basis für eine berufliche Veränderung in der "zweiten Lebenshälfte" an. Diploma-Arbeits Thema: Die dunkle Seite im Weinbusiness. |
![]() | Klaus Bobak Bis zu seiner Pensionierung 2006 war er als praktischer Arzt in Zwettl tätig. Dem Abt des Stiftes Zwettl - damals auch Verwalter des Weinguts von Schloss Gobelsburg - verdankt er sein Interesse für Wein. Nach dem Antritt seiner Pension hatte er nun die Zeit um sich mit dem Thema Wein ganz intensiv zu beschäftigen. Diploma-Arbeits Thema: Histamin im Wein - ein Krankmacher? Was bringt eine Kennzeichnungspflicht? |
![]() | Ingolf Buchholz Der aus Berlin stammende Diplomökonom ist heute Berater von Banken und Sparkassen. Die Verbindung von Wein und Bankbereich brachten ihn zum Thema "Wein als Investitionsobjekt im Privat Banking". Er möchte damit in den nächsten Jahren für Kreditinstitute im deutschen Sprachraum eine Kernkompetenz aufbauen. Diploma-Arbeits Thema: Bedeutung und aktuelle Möglichkeiten der Nutzung von Wein als Investitionsobjekt im Privat Banking. |
![]() | Thomas Curtius Erstklassige Autos und einzigartige Weine sind die Leidenschaft des studierten Kommunikationswissenschaftlers und gelernten Journalisten aus Würzburg. Er ist der Leiter der internen Kommunikation bei Mercedes Benz und unterstützt seine Frau in der Vermarktung österreichischer und deutscher Topweine in Südosteuropa. Diploma-Arbeits Thema: Neue Nischen nachgefragt: ein integriertes Vermarktungskonzept für "Fine Wines" in (und aus) Serbien. |
![]() | Alexandra Ebeleseder Die Schärdingerin absolvierte eine Ausbildung zur Köchin und Restaurantfachfrau. In der Spitzengastronomie bei Hanner in Mayerling und bei Bumanns in St. Moritz wurde sie vom Weinvirus erfasst. Ab Dezember wird sie im spanischen San Sebastián bei Mugaritz eine Stelle als Sommeliére antreten, danach ist ein eigenes Weinbistro ihr Traumziel. Diploma-Arbeits Thema: Quo vadis Elsass? Chancen und Probleme einer Grenzregion. |
![]() | Christian Edler Der Weststeirer erhielt seine gastronomische Ausbildung als Restaurantfachmann in Bad Gleichenberg. Nach einer Karriere in der Sternehotellerie Österreichs kehrte er in seine Heimat zurück. Heute ist er Sommelier im Burghotel Deutschlandsberg inmitten des Schilcherlandes. |
![]() | Silvia Eichhübl Die in Blumau lebende WU-Absolventin wechselte nach einer mehrjährigen Tätigkeit im Marketingbereich internationaler Konzerne zum Wein. Seit 2004 ist sie mit einem eigenen Wein-Webshop "Preisleistungswein" vollberuflich im Weinhandel tätig. Diploma-Arbeits Thema: Warum soll der Kunde kaufen? |
![]() | Thomas Fink Wurde in Bozen als Sohn einer Getränkehändlerfamilie geboren. Im Familienunternehmen entwickelte er den Weinbereich neu, absolvierte die Sommelierausbildung und möchte seinen Betrieb mit Wein weiter profilieren. Diploma-Arbeits Thema: Die Rebsortenvielfalt Südtirols heute und in Zukunft. |
![]() | Thomas Heuberger Der Wirtschaftsinformatiker aus Oberösterreich ist SAP-Spezialist bei den Oberösterreichischen Nachrichten. Der Blaufränkisch Dürrau 1983 von Anton Iby war sein Aha-Erlebnis für österreichische Spitzenweine. 2006 gründete er die Weinhandelsfirma "Thomas Heuberger Weinraritäten". Diploma-Arbeits Thema: Einführung eine Qualitätsmanagementsystems in einem Weinbaubetrieb. |
![]() | Robert Hoefer Der Dresdener ist gelernter Koch, Hotelbetriebswirt und Diplomsommelier. Nach einer Karriere in der Dreisterngastronomie in London und Italien arbeitete er in französischen und deutschen Weingütern und wechselte kurz zurück in den deutschen Weinfachhandel. Seit 2007 ist er Kellermeister im Weingut Leopold Aumann. Diploma-Arbeits Thema: Biodynamik als Nische - Strategisches Nischenmanagement für biologisch-dynamisch produzierende Weingüter in Österreich. |
![]() | Anton Gerhard Klocker Für den Tiroler begann mit den Kursen der Weinakademie eine berufliche Umorientierung. Er hängte seinen Beruf im Telekommunikations- und IT Sales Consulting an den Nagel und wechselte in die Weinbranche. Heute ist er Sales- und Promotionmanager für das Weingut Willi Opitz. Diploma-Arbeits Thema: "Der Seewinkel" die dritte wichtige Dessertweinappellation der Welt neben Sauternes und Tokaj - Entwicklung und Chancen. |
![]() | Claudia König Die Thüringerin absolvierte eine Lehre als Hotelfachfrau in Bayern. Als Sommeliére im St. Gallener Jägerhof intensivierte sich ihr Weininteresse, ab Januar 2011 wird sie nach Thüringen zurückkehren und mit ihrem zukünftigen Mann ein Gasthaus in Schkeusingerneundorf übernehmen. Diploma-Arbeits Thema: Vermarktung von traditionsreichen Weinspezialitäten am Beispiel von Heida aus dem Wallis. |
![]() | Gustav Krempl Die Verbindung zu Wein liegt beim studierten Rechts- und Betriebswirtschafter in der Familie. Die Familie mütterlicherseits betreibt die Weinkellerei Thomüller im Mürztal, die Familie väterlicherseits betrieb das Weingut Rebenhof in Ratsch in der Südsteiermark, das heute von seinem Cousin geführt wird. Wein wird sein Hobby bleiben? Diploma-Arbeits Thema: Champagner - Krise nach dem Boom? |
![]() | Bernhard Sattler Der Absolvent der Tourismusschule Bad Gleichenberg wechselte 2004 aus der Hotellerie in die Weinbranche. Das Weingut Neumeister und Wein & Co waren seine markantesten beruflichen Stationen. Heute arbeitet er als Kundenberater bei Coca Cola und nebenberuflich weiter als Seminarleiter bei Wein & Co. Diploma-Arbeits Thema: Der Einfluss des Tourismus in einer Weinregion am Beispiel der Wachau. |
![]() | Stefan Schuster Der Burgenländer absolvierte eine Ausbildung in der Tourismusfachschule Pannoneum/Neusiedl. Nach Schnupperjahren in der Gastronomie und einer Tätigkeit bei Wein & Co wechselte er 2007 in die Weinakademie Österreich. Hier ist er für Weinlogistik und die Vinothek der Weinakademie zuständig. Diploma-Arbeits Thema: Der Pinot Blanc - Die Zukunft einer unterschätzten Rebsorte. |
![]() | Konstantin Skedel Stammt aus Graz und lebt heute in Wien. Er ist promovierter Geophysiker, arbeitete mehrere Jahre in der Weltraumforschung und ist heute IT-Experte. In der Zukunft strebt er eine nebenberufliche Beschäftigung mit Wein im Bereich Weinseminare und Degustation an. Diploma-Arbeits Thema: Exotische Rebsorten in Österreich. |
![]() | Kurt Strahberger Der lange Jahre als Speditionskaufmann tätige Innviertler absolvierte vor fünf Jahren eine Ausbildung zum F&B Manager. Die Mitarbeit im Gasthaus seiner Tochter hatten sein Interesse an der Gastronomie geweckt. Seit kurzem führt er ein kleines Lokal "Vinissimo" im benachbarten Bayern. Diploma-Arbeits Thema: Frucht- und ÖObstbrände in Österreich - vom landwirtschaftlichen Nebenprodukt zum Edelprodukt und Wirtschaftszweig. |
Der achte Weinakademiker - Jahrgang graduierte auf Schloss Vollrads!
Dem achten Absolventenjahrgang des Diploma in Wines and Spirits an der FA/FH Geisenheim wurde im Rahmen der traditionellen Graduierungsfeier am 06. November 2010 der Titel Weinakademiker verliehen. Schloss Vollrads gab den feierlichen Rahmen für die Graduierung von 15 neuen Weinakademikern.

Das Diploma in Wines and Spirits, die international renommierteste Ausbildung im Weinhandel, wird seit 2001 von der Weinakademie Österreich an der FA/FH Geisenheim in Kooperation mit dem britischen Wine & Spirit Education Trust (WSET) und dem DWI durchgeführt. Diese Ausbildung ist auch die empfohlene Vorstufe zur elitären Master of Wine Qualifikation.
Der Titel "Weinakademiker" wird dabei an erfolgreiche Absolventen des Diploma in Wines and Spirits verliehen und ist Auszeichnung und Auftrag zugleich. Die Weinakademiker treten dem Absolventenverband, dem "Club der Weinakademiker", bei und verpflichten sich einem Ehrenkodex, der permanente Weiterbildung und höchste ethische Ansprüche im Umgang mit Wein postuliert.
Mit dem neuen Absolventenjahrgang erhöht sich die Zahl der Weinakademiker auf über 500, über 140 kommen aus Deutschland. Die Weinakademiker stammen aus 21 verschiedenen Ländern und nehmen oft Schlüsselpositionen in der internationalen Weinwirtschaft ein. Mit Jan Rokyta graduierte auch der erste tschechische Absolvent zum Weinakademiker, der auf seiner Cymbal nicht nur den Abend musikalisch umrahmte, sondern auch Spitzenweine aus Mähren zur Verkostung mitgebracht hatte.
Einige Absolventen zeigten auch heuer wieder herausragende Leistungen, die mit Stipendien und Preisen belohnt wurden:
Weinakademiker Geisenheim 2010
![]() | Torsten Forcke Der studierte Betriebswirtschafter aus Hamburg war lange Jahre im Bankenbereich tätig und ist selbständiger Unternehmensberater. Seit 2000 betreibt er die Firma Torsten Forcke Wine Events, neben Weinveranstaltungen betreibt er auch einen Weinfachhandel und einen Wine Event Club. Diploma-Arbeits Thema: Ein attraktives Weinangebot einer Weinbar im Rahmen einer Genussmesse - Projektskizze für die Weinauswahl, Kalkulation und Bewirtschaftung. |
![]() | Gudrun Hagen Die Kärntnerin und Mutter von drei Söhnen hat in Graz und Wien Jura studiert. Ihr neues Zuhause in Erlangen war früher eine beliebte Weinschenke. Das war auch der Ansatz sich als selbständige Unternehmerin einen Weinhandel mit österreichischen Weinen in Franken aufzubauen. Diploma-Arbeits Thema: Die roten Burgunder vom Steinfeld - International trifft Autochthon. |
![]() | Helge Hagener Der geborene Hamburger lebt in Lüneburg. Neben dem Studium der Informatik war er als Weinberater und Verkaufsleiter für Wein im Getränkehandel tätig. Bei seinen Verwandten in Kapstadt begann er sich für Wein zu interessieren und betreibt seit Jahren eine eigene Website zu südafrikanischen Weinen. Diploma-Arbeits Thema: Chenin Blanc und Pinotage - unbekannte Rebsorten oder Südafrikas Chance am deutschen Weinmarkt. |
![]() | Kristina Kramer Nach mehreren Jahren Berufserfahrung im Bereich Zierpflanzen und Floristik startete sie als Spätberufene mit 36 Jahren das Studium der Weinbetriebswirtschaft in Heilbronn. Heute ist sie dort Assistentin im Studiengang Weinbetriebswirtschaft und leitet auch Vorlesungen zum internationalen Weinmarkt. Diploma-Arbeits Thema: LOHAS - eine Chance für die deutsche Weinbranche? |
![]() | Bernhard Messmer Ihm wurde der Wein praktisch in die Wiege gelegt. Seine Eltern bauten in den letzten fünzig Jahren das Weingut Messmer zu einem Spitzenbetrieb auf. Nach einer betriebswirtschaftlichen Ausbildung kehrte er 2003 zu den Wurzeln zurück und gründete in München die Weinschule "Einfach genießen". Diploma-Arbeits Thema: Entscheidungshilfe vor dem Weinregal - ein Geschmackstypenkonzept |
![]() | Leonie Mooijekind Die aus Haarlem stammende Holländerin unterstützte ihren heutigen Ehemann in den 90er Jahren im Service seines Restaurants Specktakel. Das war der Beginn einer großen Weinleidenschaft, die die beiden in Zukunft in den Weingärten der Kapregion in Südafrika weiter intensivieren wollen. Diploma-Arbeits Thema: A discovery of the cool climate areas in South Africa and its potential of producing high quality wine. |
![]() | Sonja Overhage-Mrosk Stammt aus Westfalen und ihre Liebe zu Wein steht in engem Zusammenhang mit Spanien. Ein Jahr in Madrid nach dem Abitur brachte die Betriebswirtin zum Wein. Seit 15 Jahren ist sie in Deutschland in der spanischen Handelsabteilung für Weinwerbung zuständig. Diploma-Arbeits Thema: Spanien - ein aufstrebender Stern am Weißweinhimmel? |
![]() | Cornelia Richter Die aus dem Rheinland stammende Juristin und Rechtsanwältin fand im Rahmen ihrer internationalen Tätigkeit für große Unternehmen im Banken- und Investementbereich zum Wein und möchte in Zukunft in der Weinbranche ihre juristischen Fähigkeiten beruflich umsetzen. Diploma-Arbeits Thema: Weininvestmentfonds - Gewinn oder Genuss? Ein Mandat an die Nachhaltigkeit des Asset Managements von Wein. |
![]() | Jan Rokyta Kommt aus Tschechien und studierte Musik in Bratislava und Amsterdam. Er lebte lange Zeit in Holland, ist diplomierter Vinologe und auch Gewinner des "Prix Pommery" 2009 Degustationswettbewerbs. Heute bringt er mit seiner Firma Rokyta Wine World tschechische Weinproduzenten in Kontakt mit niederländischen Weinhändlern. Diploma-Arbeits Thema: Moravian Wines - their specificity and positioning within the European context. |
![]() | Jürgen Seitz Der Stuttgarter studierte Politikwissenschaft und Soziologie, viele Italienreisen führten ihn zum Wein. Vor zehn Jahren begann er eine Winzerlehre und ist seit 2003 Weinfachberater bei Frische Edeka in Stuttgart. Diploma-Arbeits Thema: Über Sinn und Unsinn von Weinjahrgangstabellen |
![]() | Michael Springer Der gebürtige Oberschwabe studierte BWL in Deutschland und in England. Heute arbeitet er bei einem Energieversorger im Bereich Qualitätsmanagement und möchte in Zukunft deutsche Premiumweine im Nebenerwerb als Präsente bei Geschäftskunden anbieten. Diploma-Arbeits Thema: Steigerung des Weinkonsums in Deutschland - ein Ding der Unmöglichkeit? |
![]() | Philipp Vacano Für den Fahrradhändler aus Stuttgart war der Globalisierungsdruck aus China Grund zum Ausstieg aus dieser Branche. Mit Wein und Bioprodukten aus fairem Handel sowie mit Import und Vertrieb von Weinklimageräten baute er eine neue Firma auf. Diploma-Arbeits Thema: Kundenfreundliches Weinmarketing anhand eines kombinierten Weinkatalogs: Weinverkauf und Weinwissen |
![]() | Rien Van der Meulen Betreibt die Firma Rien Proeverijen en Advies in Delft/Holland und ist vor allem im Bereich Weinschulung und -beratung tätig. Daneben ist Whisky eine seiner großen Leidenschaften, die er sowohl durch einen Whiskyhandel als auch bei Whiskyseminaren pflegt. Diploma-Arbeits Thema: Towards a new understandig of basictasts (from 5 to 10?) |
![]() | Anja Vondenhoff Lebt in Apeldoorn in Holland und arbeitet dort als senior lecturer in der Aventus Hospitality Management School. Nach ihrer Ausbildung im Food and Beverage Management in Holland und einem Master degree in Miami/USA war sie viele Jahre in der internationalen Hotellerie tätig. Diploma-Arbeits Thema: How diversity of German wine marketing may lead to an increase of wine sales on the Dutch market. |
![]() | Monique Vreeke Kommt aus Middelburg in Holland, wo sie die Firma Wijnspeciaalzaak 12% of meer betreibt. Seit zehn Jahren ist die Vinologin auch als Weinkonsulentin für die Gastronomie tätig. Neben Weinimport, Weinverkauf und Verkostungen ist sie auch Tutorin in WSET Kursen in Holland. Diploma-Arbeits Thema: Authentic Wines, a useful trend for (small) specialized wine traders? |
Weinakademie Student Georg Dornauer Weinkenner des Jahres 2010!
Der "Weinkenner des Jahres 2010" heißt Georg Dornauer. Im spannenden Finale, das am Freitag, den 15. Oktober im "Grand Hotel Vienna" in Wien im Rahmen eines exquisiten Degustationsmenüs durchgeführt wurde, setzte sich der Tiroler gegen 11 weitere Weinkenner aus ganz Österreich durch.
Weinkenner von Vorarlberg bis Burgenland nahmen an dem von Vinorama, dem Weinversand-Unternehmen der bekannten Morandell Gruppe aus Tirol, ausgeschriebenen Wettbewerb teil. Sie mussten in der 1. Stufe in einem umfangreichen Online-Quiz ihr Weinwissen beweisen. Aus den 48 Besten wurden in 3 Zwischenrunden die 12 Finalisten der Schlussveranstaltung ermittelt. Schon in dieser Phase war die Jury, der u.a. jeweils Vertreter der ÖWM, bekannte Winzer und hochkarätige Weinfachleute angehörten, vom hohen Wissen beeindruckt.
In der Endrunde warteten auf die Kandidaten schwierige theoretische Fragen und praktische Prüfungen. Zum Beispiel hatten die Teilnehmer in Blindproben Weiß- und Rotweine zu bestimmen und diese Weinbaugebieten zuzuordnen oder mit Zeitlimit einen Wein zu erkennen, die Rebsorte, das Anbaugebiet und den Jahrgang zu bestimmen und dies auch zu begründen. Nach einem äußerst spannenden Finale verkündete der Sprecher der Jury, Mag. Mario Morandell, die Preisträger. Hinter dem Sieger belegten Herr Alexander Hirt aus dem Burgenland, Herr Helmut Heinisch und Herr Harald Trost beide aus Wien die Plätze.
Der 45 jährige Sieger ist studierter Betriebswirt und beruflich als selbständiger IT Consultant tätig. Als Tiroler fand er den Einstieg in die Welt des Weines über Beaujolais Village und Spanien und stieß er später auf die besonderen Qualitäten des österreichischen Weinbaus "aus dem fernen Osten". Die intensivere Beschäftigung mit Wein begann 2006 mit einem Basisseminar bei der Weinakademie Österreich, wo er nun kurz vor seinem Abschluss des WSET Diploma zum Weinakademiker steht. Nachdem er 2008 beim Finale zum Vinorama-Weinkenner nur an Dr. Johannes Kerbl scheiterte, konnte er sich heuer in der abschließenden Klingel-Runde, bei der nicht nur Wissen sondern auch Schnelligkeit gefordert war, souverän durchsetzen. Bis zu diesem Zeitpunkt fand ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Zweit- bis Viertplatzierten statt.
Der "Weinkenner des Jahres 2010" erhielt aus den Händen von Herrn Ing. Franz Gutmann, Direktor von Vinorama Weinversand, einen Gutschein für ein verlängertes Wochenende für 2 Personen auf dem Weingut Pighin in Friaul, inklusive einer Mercedes Benz Reiselimousine für die An- und Abreise, gesponsert von Mercedes Benz Österreich. Die weiteren Teilnehmer wurden mit einem Wein-Weekend am Weingut Salzl, 36 Flaschen Weinraritäten der ÖWM, einer Bordeaux Karaffe und edlen Bottle Tools für ihre eindrucksvollen Leistungen belohnt.
Jury:
- Roman Horvath, Domäne Wachau, Master of Wine
- Josef Dienst, Österreichisches Weininstitut
- Mag. Mario Morandell, Fa. Morandell, Weinakademiker
- Dagmar Gross, Agentur Geschmacksache, Diplom Sommelière
Zweite Graduierung der Weinakademiker in der Schweiz
Im wunderbaren Ambiente von Schloss Au neben den Wädenswiler Rebbergen auf der Halbinsel Au graduierte Ende April 2010 der zweite Jahrgang des Schweizer „Diploma in Wines and Spirits“ zum Weinakademiker. Die 11 neuen Absolventen kamen aus der Schweiz, Deutschland, Italien und Liechtenstein und wurden in das internationale Weinnetzwerk der Weinakademiker aufgenommen.

Vor drei Jahren, im April 2007 startete diese berufsbegleitende, internationale Weinausbildung erstmals in der Schweiz an der ZHAW Campus Wädenswil und bereits im Vorjahr graduierten die ersten sechs Absolventen in der Mindeststudiendauer von zwei Jahren.
Die Partner der ZHAW, die diese internationale Ausbildung tragen, sind die Weinakademie Österreich, die für die operative Durchführung zuständig ist und der britische Wine & Spirit Education Trust als internationaler Lizenzgeber. Das Diploma in Wines and Spirits ist die weltweit etablierteste Ausbildung im Weinhandel und gilt als Vorstufe zur renommierten Master of Wine Qualifikation.
Während der Diplomastart und auch die abschließenden Seminareinheiten sowie alle Prüfungen und Prüfungsworkshops des „Diploma“ in Wädenswil stattfanden, besuchten die Teilnehmer im Rahmen ihrer Ausbildung auch Seminare in den Schulungszentren wie der FA/FH Geisenheim, der Weinakademie Österreich in Rust sowie im Weinforum Südtirol in Brixen. Besuchsprogramme, Workshops und Degustationen fanden im Rahmen der Ausbildung in den Weinbaugebieten von Österreich, Deutschland, Südtirol, Ungarn und der Schweiz statt.
Die neuen Absolventen mussten ihr Wissen und ihre Fähigkeiten im Rahmen von Verkostungsprüfungen, theoretischen Klausurprüfungen, bei Seminararbeiten sowie einer abschließenden Diploma-Arbeit und einem Kolloquium unter Beweis stellen. Die Absolventen unterzeichnen nach bestandenen Prüfungen einen Code of Conduct, der zu höchsten moralischen Standards im geschäftlichen und privaten Umgang mit Wein verpflichtet und auch den Auftrag zur permanenten Weiterbildung beinhaltet. Sie treten auch offiziell der Absolventenvereinigung, dem „Club der Weinakademiker“ bei. Der Titel „Weinakademiker“ wird vom Kuratorium der Weinakademie Österreich verliehen und ist also eine Auszeichnung und zugleich ein Auftrag zur Weiterbildung.
Für die besten Absolventen 2010 wurden im Rahmen der Graduierungsfeier auch attraktive Stipendien und Preise vergeben. Erstmals wurde in diesem Jahr für die beste Leistung im Prüfungsbereich „Wein Business“, der von der Esterházy Privatstiftung gesponserte Esterházy Business Award vergeben:
Dieser Preis ist mit EUR 1.000,- dotiert und geht an den Kandidaten mit den besten Ergebnissen in den Verkostungsprüfungen der Diploma Ausbildung.
Der beste Kandidat im Bereich Wein Business qualifiziert sich für diesen Award der Esterházy Privatstiftung. Er beinhaltet einen Aufenthalt am Weingut Esterhazy und den Besuch der Haydn Festspiele in Eisenstadt.
Die beste Diploma-Arbeit zum Thema Weinmarketing wird mit diesem Preis ausgezeichnet. Er beinhaltet eine Einladung zu einer exklusiven Weinreise nach Österreich.
Der beste Student des Jahrgangs erhält eine Einladung zum Master of Wine Kurs nach Rust und kann ein Jahr lang bei allen Weiterbildungsveranstaltungen der Weinakademie Österreich für Weinakademiker kostenlos teilnehmen.
Weinakademiker Schweiz 2010
![]() | Dominik Brändli stammt aus dem Kanton St. Gallen und ist ausgebildeter Diplom-Sommelier. Seine Karriere führte ihn vom Servicefachmitarbeiter zum Wein- und Spirituoseneinkauf in der Hotellerie. Heute ist er der Geschäftsführer des Mövenpick Weinkellers Kloten. Diploma-Arbeits Thema: Staatskellerei Zürich - Zwischen Tradition und Innovation. |
![]() | Maria Daniel kommt aus Südtirol, wo sie in Graun am Reschenpass 1988 das elterliche Feinkostgeschäft übernahm und die Weinabteilung sukzessive international erweiterte. Schlüsselerlebnisse auf ihrem Weinweg waren die Slow Food Veranstaltungen und ein besuch der Domaine de la Romanee´ Conti. Diploma-Arbeits Thema: Das Trentino - Eine Weinbauregion am scheideweg zwischen Status Qou und Afbruch. Ein Projekt zur Imageaufwertung der Weine aus dem Trentino. |
![]() | Markus Eberl stammt aus Schwyz, ist gelernter Koch und ausgebildeter Diplomkaufmann. Nach einer Karriere in der Gastronomie wechselte er in den Detailhandel und später in den Weinhandel zu Caves Mövenpick und weiter zum Weineinkauf beu Rudolf Bindella Ag. Seit über 10 Jahren ist er auch in der Weinschulung tätig. Diploma-Arbeits Thema: Bindella Weinbau Weinhandels AG - Strategische Neupositionierung im hart umkämpften Schweizer Markt italienischer Weine. |
![]() | Irene Grünenfelder kommt aus der Bündner Herrschaft wo sie seit 1993 ein Weingut betreibt. Die ehemalige Primarlehrerin erhielt durch ihre Heirat in Jenins Zugang und Interesse für Weinbau. Als Autodidaktin erweiterte sie ihr Weingut auf heute 5 Hektar und widmet sich vor allem dem Pinot Noir. Diploma-Arbeits Thema: Sind Frauenweine anders? Sensorischer Test anhand von Weinen aus der Bündner Herrschaft und aus dem Burgund. |
![]() | Emil Hauser lebt in Winterthur und ist gelernter Kaufmann. Piemont Gourmetreisen mit seinem Bruder und diverse Riesling Nachtsessions an der Fachhochschule mit einem Klassenkameraden, einem gewissen Philipp Schwander, begründeten das nachhaltige Interesse für Wein. Heute ist er für den Weineinkauf der Firma Delinat zuständig. Diploma-Arbeits Thema: Bioversität im Rebberg und ihr Anspruch in Bio-Richtlinien. |
![]() | Gerda Linder ist gelernte Touristikfachfrau, stammt aus Vorarlberg und lebt im Fürstentum Liechtenstein. Nach einer internationalen Hotelkarriere war sie zuletzt als Vertretung der Geschäftsleitung im Hotel-Restaurant Real tätig. Von dort stammt auch ihr Weinvirus, den Sie ab Herbst in einem neuen Restaurant in Hohenems den Vorarlbergern weitergeben wird. Diploma-Arbeits Thema: Graubünden - kleine Region mit großem Potenzial. Mit Pinot Noir/Blauburgunder in die "oberen Punkteränge". |
![]() | Mónika Merten Sinka Die geborene Peruanerin absolvierte die Hotelfachschule in Luzern und lebt jetzt in Dietikon. Nach den Berufsstationen Grand Hotel Dolder, Mövenpick und Führung des Restaurants Wilder Mann in Zürich ist sie heute Geschäftsführerin des Shop Vin von Baur au Lac Wein in Urdorf. Diploma-Arbeits Thema: Möglichkeiten zur speziellen Vermarktung von Weinen aus integrierter Produktion, biologischem und biologisch-dynamischen Anbau innerhalb des bestehenden Sortiments von BAUR AU LAC WEIN. |
![]() | Nico Nimmerrichter kommt aus dem badischen Bodenseegebiet und ist Leiter des VHS Friedrichshafen. Der studierte Verwaltungswissenschafter hat die Vermittlung von Weinwissen dort zu seinem Spezialgebiet gemacht und möchte die Palette seiner Weinseminarthemen in Zukunft deutlich erweitern. Diploma-Arbeits Thema: Impulse aus der aktuellen erwachsenenbildung für die Konzeption von Basis-Weinseminaren. |
![]() | Pierangelo Sini studierte Agrarwissenschaft an der Uni Bonn und fand dort in den weinbaulichen Vorlesungen zum Wein. Nach Praxiserfahrungen am Weingut Felsina in der Toskana und im deutschen Micheline Restaurant Müller leitet er heute die Weinabteilung im Frischeparadies Essen. Der Launch einer Weinshow www.pierosini.com im Internet ist in Vorbereitung. Diploma-Arbeits Thema: Die Blue Chips des Weininvestments - Eine Kapitalanlage mit Zukunftsperspektive? |
![]() | Christian Stuker ist in Dornach aufgewachsen und lebt heute in Basel. Der Wirtschaftsingenieur/FH absolvierte gleich nach seinem Studium ein Praktikum auf einem Weingut in Südfrankreich, was seinen Weinbezug stärkte. Sein Know how im Projektmanagement möchte er mit dem Thema Wein verbinden, so wie in seiner Diploma Abschlussarbeit. Diploma-Arbeits Thema: Prozessanalyse der Vinifikation auf Energieverbraucher - mögliche Einsparungspotenziale. Eine Fallstudie am Weingut Scamacca del Murgo in Sizilien. |
| Reto Thörig Der Ostschweizer wechselte nach einem halben Medizinstudium in die Gastronomie, absolvierte sein Diploma zum Hotelier und Restaurant HF und arbeitete als Sommelier und Weinberater im Egadin. Heute leitet er die Hotellerie Abteilung der Universitätsspitals in Basel. Diploma-Arbeits Thema: Weinkonsum im medizinisch-therapeutischen Bereich. |
Kooperationsvereinbarung zwischen Deutsche Wein-und Sommelierschule und Weinakademie Österreich
Beide Institutionen wollen zukünftig enger zusammenarbeiten, um die seriöse, kompetente und unabhängige Weinweiterbildung sicherzustellen und strategisch weiterzuentwickeln. Am Montag, 22.3.2010 unterzeichneten die Direktoren beider Institutionen, Dr. Josef Schuller MW von der Weinakademie Österreich und Thomas Klaas von der DWS am Gemeinschaftsstand des VDP auf der PROWEIN einen "Letter of Intent".
Der Präsident der Deutschen Wein- und Sommelierschule und Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz, Hans-Jürgen Podzun sieht in der Kooperation eine hervorragende Möglichkeit, die führende Marktposition beider Schulen zu festigen und auszubauen und verspricht sich von der Zusammenarbeit die Ausschöpfung von vielfältigen Synergiepotenzialen.
Dr. Schuller von der ÖWA freut sich auf die gemeinsame Entwicklung von neuen Konzepten, um insbesondere im wichtigen deutschsprachigen Markt das Thema Wein neuen Zielgruppen näher zu bringen.
Kooperationspunkte:
- Die Partner vereinbaren regelmäßige gegenseitige Weiterbildungen für ihre Dozenten.
- Die Partner erarbeiten gemeinsam neue Schulungskonzepte.
- Die Partner unterstützen sich gegenseitig bei Exkursionen in den jeweiligen Weinregionen.
- Die Partner planen den Dozentenaustausch.
- Die Partner werden sich in regelmäßigen Abständen austauschen und systematisch weitere Kooperationsfelder erarbeiten.
Die Weinakademiker 2009 graduierten auf Schloss Esterházy
Im Rahmen einer festlichen Graduierungsfeier wurde 14 Absolventen des internationalen Diploma in Wines and Spirits der Titel Weinakademiker verliehen. Neben der ersten Weinakademikerin aus Bulgarien kamen weitere Absolventen aus Österreich, Deutschland, Schweiz und Holland. Die Jahrgangsbeste unter weltweit 359 Absolventen dieser Ausbildung war auch dabei, die Rusterin Irene Bachkönig.

Mit dem neuen Absolventenjahrgang erhöht sich die Zahl der Weinakademiker auf 460, der Großteil kommt aus Österreich, über 130 kommen aus Deutschland, mehr als 30 aus der Schweiz. Die übrigen Absolventen kommen aus weiteren 17 verschiedenen Ländern, wo Weinakademiker oft Schlüsselpositionen in der Weinwirtschaft einnehmen.
In Deutschland, wo die Weinakademie diese Ausbildung seit 2001 anbietet, graduierten 18 Absolventen Anfang November 2009 auf Schloss Vollrads. Bereits im April des Jahres war der Titel auch erstmals am Diplomastandort Wädenswil in der Schweiz an sechs Absolventen verliehen worden.
Der Titel „Weinakademiker“ ist Auszeichnung und Auftrag zugleich. Die Weinakademiker treten dem Absolventenverband, dem „Club der Weinakademiker“, bei und verpflichten sich einem Ehrenkodex, der permanente Weiterbildung und höchste ethische Ansprüche im Umgang mit Wein postuliert. Diese Ausbildung ist auch die empfohlene Vorstufe zur elitären Master of Wine Qualifikation.
Im Rahmen der akademischen Feier auf Schloss Esterházy ermunterte Weinakademiker und frisch gebackener Master of Wine Roman Horvath auch seine Kollegen, den Abschluss nicht als Ende, sondern als Anfang einer vertiefenden Weiterbildung anzusehen. Eine der Optionen sollte dabei auf alle Fälle der Master of Wine sein.
Zum zweiten Mal wurde auch die Auszeichnung „Weinakademie Top-Lektor des Jahres“ verliehen. Der Titel ging an Martin Dopler aus Bad Schönau, der seit mehreren Jahren als Lektor an der Weinakademie in Österreich und im Ausland tätig ist.
Einige Absolventen zeigten auch heuer wieder herausragende Leistungen, die mit Stipendien und Preisen belohnt wurden:
Die Wein & Co Tasting Trophy für die beste Verkostungsprüfung ging an Hannes Mossauer
Der SPAR Spirituosen Award für die beste Spirituosenprüfung ging an Hubert Vonbank
Der SPAR Award "Weine der Welt" für die beste Theorieprüfung ging an Irene Bachkönig.
Der Esterházy Award für das beste Ergebnis im Bereich Weinbusiness ging an Rudolf Kammermeier.
Der ÖWM Preis für die beste Diploma-Arbeit im Bereich Weinmarketing ging an Reinhard Messner.
Der Weinakademie Topstudent Award ging an Irene Bachkönig. Sie war nicht nur Gesamtbeste der Weinakademie Absolventen, sondern auch weltbeste der insgesamt 359 Diploma Absolventen!
Weinakademiker Rust 2009
![]() | Irene Bachkönig Stammt aus einem Ruster Weinbaubetrieb und studierte internationale Wirtschaftsbeziehungen in Eisenstadt, wo sie dann endgültig das Weinfieber packte und sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte. Seit mehr als fünf Jahren ist sie in der Weinakademie Österreich für das Product Management zuständig. Diploma-Arbeits Thema: Einflussfaktoren auf den internationalen Erfolg burgenländischer Weinbaubetriebe. |
![]() | Andreas Essl Nach Jahren in Berlin und Edinburgh wechselte der gebürtige Salzburger vom freien Journalismus in die Weinbranche zu Wein & Co. Er tritt seither als Referent bei Seminaren auf und schreibt auch wieder für diverse Zeitungen über Wein. Diploma-Arbeits Thema: Sensorik und Sprache: rhetorische Figuren als Grundlage für Weinbeschreibungen. |
![]() | Irene Horbelt Die Münchnerin „mit Leib und Seele“ und geprüfte Sommeliére hat sich dem burgenländischen Wein verschrieben. Sie verkauft in ihrem Weinladen in München ausschließlich burgenländische Weine und veranstaltet auch Weinseminare. Diploma-Arbeits Thema: Die Bedeutung von Genuss in unserer heutigen Gesellschaft und dessen Auswirkungen am Beispiel von Wein. |
![]() | Rudolf Kammermeier Kommt aus München und ist ausgebildeter Informatiker. Seit 2004 leitet er ein eigenes Ladengeschäft mit Feinkostkreationen „Wein & Kulinarisches“ in Freising. Der Schwerpunkt liegt bei Weinen aus der Alten Welt. Diploma-Arbeits Thema: Spätburgunder - ein neuer Stern an Deutschlands Weinhimmel. |
![]() | Heinz Leidenfrost Der Weinviertler studierte Bauingenieurwesen an der TU Wien und ist in der Baubranche tätig. Ein wesentlicher Bestandteil seiner Freizeitgestaltung ist die Produktion des PUR:IST Grünen Veltliners am Wagram. Diploma-Arbeits Thema: Chancen einzelner (österreichischer) Orte am globalen Markt - Ausarbeitung am Beispiel Gols. |
![]() | Reinhard Messner Der geborene Steirer erhielt seine Koch- und Kellnerausbildung in Bad Gleichenberg und absolvierte eine Marketing- und Vertriebsausbildung. Derzeit arbeitet er für einen Schweizer Industriekonzern, sein großes Interesse gilt dem Weinmarketing, vor allem der Nischenpolitik. Diploma-Arbeits Thema: Chancen und Zukunftsperspektiven von „alkoholfreiem Wein” in Bezug auf den österreichischen Markt. |
![]() | Andrea Moser Wuchs am „unbekannten“ rechten Donauufer der Wachau in einem kleinen Weinbaubetrieb auf. Heute leitet sie mit ihrem Mann das Weingut Sepp Moser in Rohrendorf und hat sich ganz dem biodynamischen Weinbau verschrieben. Diploma-Arbeits Thema: Alternativen im Weinbau zu synthetischen und systemischen Planzenschutzmitteln. |
![]() | Christina Moser Sie stammt aus der Winzerdynastie Sepp Moser aus Rohrendorf, womit ihr Wein in die Wiege gelegt war. Seit 2000 arbeitet sie in der Niederösterreich Werbung in verschiedenen Weinbereichen, wie Weinherbst Niederösterreich bzw. Wein und Kulinarik. Diploma-Arbeits Thema: Etablierung von Weintouren in der Region Wachau - Kremstal - Kamptal. |
![]() | Hannes Mossauer Der Steirer stammt aus einem Gastronomiebetrieb, besuchte die Tourismusschule in Bad Gleichenberg und arbeitete in verschiedenen Stationen in der internationalen Gastronomie. Heute ist er Chefsommelier und Kellermeister im Arlberg Hospiz Hotel. Diploma-Arbeits Thema: Die Faszination Großflaschen und ihre Bedeutung für Weine. |
![]() | Christian Muuss Nach Kindheitserfahrungen im Schrattenberger Weingarten des Großvaters entdeckte der Wiener in den 90er Jahren den Wein neu. Sein Engagement an der Wiener Börse umfasst auch die Auswahl des Börseweins „Barrique de Beurse“ im Burgenland. Diploma-Arbeits Thema: Riesling „Österreich vs. Deutschland” oder Wachau - Rheinhessen. |
![]() | Yana Petkova Studierte BWL an der Wirtschaftsuniversität in Sofia und ist als freiberufliche Weinjournalistin in Bulgarien tätig. Sie leitet dort auch die Firma Vinexcellence, einen Fine- Wine-Handel mit Weinen aus Frankreich und Österreich. Diploma-Arbeits Thema: Marktstruktur für Importwein in Bulgarien. Chancen und Möglichkeiten für den österreichischen Wein. |
![]() | Franz Putschögl Der Oberösterreicher betrieb jahrelang ein Kinounternehmen in Wels, nach dem Verkauf an Cineplexx widmete er sich seinem Hobby Wein. Er steht vor der Eröffnung einer Vinothek in Linz, die schwerpunktmäßig DAC Weine anbieten wird. Diploma-Arbeits Thema: Der Weinbau in Oberösterreich - Aufbruchstimmung in der „Weinregion Bergland”? |
![]() | Hellmut Velich Wuchs in einem Weinbaubetrieb in Apetlon auf und kehrte nach langer Tätigkeit bei Casinos Austria wieder zum Wein zurück. Heute arbeitet er mit seinem Bruder Heinz und dem Winzer Johann Schwarz an dem neuen Weinprojekt „Panta Rhei“ am Leithaberg. Diploma-Arbeits Thema: Wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung von Winzervereinigungen und deren Perspektiven für die Zukunft am Beispiel Burgenland. |
![]() | Hubert Vonbank Der Vorarlberger kam durch einen Toskana Aufenthalt vom Bier zum Wein. Das Schlüsselerlebnis war bezeichnenderweise der Wein „Rinascimento“ (= Wiedergeburt) von Dievole. Mit privaten Verkostungsrunden unterstützt er die Weinkultur im Ländle. Diploma-Arbeits Thema: Marketingstrategie für die Spirituose Grappa auf dem Biomarkt - eine neue Chance? |
Der siebente Weinakademiker - Jahrgang graduierte auf Schloss Vollrads!
Dem siebenten Absolventenjahrgang des Diploma in Wines and Spirits an der FA/FH Geisenheim wurde im Rahmen der traditionellen Graduierungsfeier am 07. November 2009 der Titel Weinakademiker verliehen. Schloss Vollrads gab den feierlichen Rahmen für die Graduierung von 18 neuen Weinakademikern.

Das Diploma in Wines and Spirits, die international renommierteste Ausbildung im Weinhandel, wird seit 2001 von der Weinakademie Österreich an der FA/FH Geisenheim in Kooperation mit dem britischen Wine & Spirit Education Trust (WSET) und dem DWI durchgeführt. Diese Ausbildung ist auch die empfohlene Vorstufe zur elitären Master of Wine Qualifikation.
Der Titel "Weinakademiker" wird dabei an erfolgreiche Absolventen des Diploma in Wines and Spirits verliehen und ist Auszeichnung und Auftrag zugleich. Die Weinakademiker treten dem Absolventenverband, dem "Club der Weinakademiker", bei und verpflichten sich einem Ehrenkodex, der permanente Weiterbildung und höchste ethische Ansprüche im Umgang mit Wein postuliert.
Mit dem neuen Absolventenjahrgang erhöht sich die Zahl der Weinakademiker auf 460, über 130 kommen aus Deutschland. Die Weinakademiker stammen aus 20 verschiedenen Ländern und nehmen oft Schlüsselpositionen in der internationalen Weinwirtschaft ein. Dieses internationale Netzwerk von Weinprofis ist auf vielen Ebenen sehr aktiv, mit Roman Horvath MW und Frank Roeder MW graduierten kürzlich auch die ersten beiden Weinakademiker zum Master of Wine.
Einige Absolventen zeigten auch heuer wieder herausragende Leistungen, die mit Stipendien und Preisen belohnt wurden:
Schloss Vollrads Preis: Michael Albert
Vinissima Preis: Regina Mändle
DWI Stipendium: Denis A. Duhme
ÖWM Stipendium: Harald Nelson
Esterházy Award: Regina Mändle
VDP Preis: Michael Albert, Kerstin Bernardi, Denis A. Duhme
Weinakademie Top Student Award: Regina Mändle
Weinakademiker Geisenheim 2009
![]() | Emily Albers Erhielt ihre Gastronomieausbildung in Hamburg und absolvierte ein PR Studium in Paris. Nach einer Karriere bei verschiedenen internationalen PR Agenturen eröffnete sie 1996 eine eigene Agentur mit dem Schwerpunkt Tourismus und Wein. Diploma-Arbeits Thema: Der CO2 Footprint: Auswirkungen des Klimawandels auf den Weinhandel. |
![]() | Michael Albert Absolvierte eine Ausbildung zum Restaurantfachmann und arbeitete in verschiedenen Positionen in der internationalen Gastronomie. Seit 1992 leitet er für die Firma Merck das Gästekasino in Darmstadt. Diploma-Arbeits Thema: Entwicklung und Vermarktung von Hörbüchern zur Lernunterstützung für Weineleven. |
![]() | Katja Apelt Die gelernte Bankkauffrau wechselte bald in den Finanzjournalismus. Während ihrer Zeit als PR Konsulentin begann sie auch über food and wine zu schreiben und ist heute PR Manager der Firma Gourmet Connection in Frankfurt. Diploma-Arbeits Thema: Mehr als nur Yellow Tail! Entwicklung einer PR-Kampagne für australischen Wein in Deutschland. |
![]() | Kerstin Bernardi Ist ausgebildete Restaurantfachfrau und führte nach langjähriger Erfahrung in Hotel- und Gastronomiebetrieben ein eigenes Restaurant in Niederbayern. Nach Ihrem Umzug in die Schweiz steht sie kurz vor der Eröffnung eines Weinhandels in Lugano und möchte irgendwann ein eigenes Weingut führen. Diploma-Arbeits Thema: Der Schweizer Weinmarkt im Vergleich zum Weinmarkt der EU. Vor- und Nachteile von Regulierungen. |
![]() | Christoph Bühler Der ausgebildete Koch absolvierte die Hotelfachschule in Zürich und wechselte als Weinberater und später Export-Import Manager zu Martel AG in den Weinhandel. Heute leitet er mit Weinakademiker Thomas Christen ein Feinkostgeschäft und organisiert mit der Firma Evento Vino Weinevents und Seminare. Diploma-Arbeits Thema: Vom Beerliwein zum Gantenbein - die Entwicklung eines Weindorfs. |
![]() | Denis A. Duhme Studierte Forst- und Volkswirtschaft und arbeitete in der Holzindustrie bei einem österreichischen Konzern. Im Herbst diesen Jahres eröffnete er in Köln die Weinschule "weinintensiv" und erwarb einen Weinberg an der Ruwer, von dem es demnächst einen eigenen Riesling geben wird. Diploma-Arbeits Thema: Quo Vadis Ruwer? Positionierung der Weinregion Ruwer auf dem deutschen Markt. |
![]() | Katrin Friederichs Studierte Germanistik, Anglistik und Pädagogik in Duisburg und jobbte nebenberuflich bei Jaques Weindepot. Seit 2005 ist sie Inhaberin des Jaques Weindepot Mettmann und ist als selbständige Referentin und Weinberaterin tätig. Diploma-Arbeits Thema: Rheinhessen - ein Anbaugebiet im Aufbruch. |
![]() | Nils Gabler Studierte Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in München und Oxford. Sein Studium finanzierte er mit einem Nebenjob im Weinhandel bei Jaques Weindepot. Im Jahr 2001 eröffnete er sein eigenes Weindepot in München und begann im selben Jahr Weinseminare für die Viniversität zu halten. Diploma-Arbeits Thema: Welche Zukunft ergibt sich durch den Klimawandel für Merlot in Deutschland: Versuch einer Prognose für diese Rebsorte. |
![]() | Daniela Gröschl Ist ausgebildete Köchin und Restaurantfachfrau. Nach Lehr- und Wanderjahren in der gehobenen Gastronomie wechselte sie in den Weinhandel. Seit Juni 2009 ist sie Depotleiterin bei einem Jaques Weindepot in Hamburg. Diploma-Arbeits Thema: Weinland Sachsen - die Entwicklung seit der Wende. |
![]() | Verena Herzog Die gelernte Hotelfachfrau durchlief eine Karriere in der Gastronomie und wechselte vor fünf Jahren in den Weinhandel. Seither ist sie freiberuflich im Bereich Gastronomieschulung und Moderation von Weinevents tätig. Die gelernte Hotelfachfrau durchlief eine Karriere in der Gastronomie und wechselte vor fünf Jahren in den Weinhandel. Seither ist sie freiberuflich im Bereich Gastronomieschulung und Moderation von Weinevents tätig. Diploma-Arbeits Thema: Die Wahrnehmung des kalifornischen Weins in Deutschland. Eine Analyse aus der Sicht des Konsumenten. |
![]() | Regina Mändle stammt aus einem Weinbaubetrieb in der schwäbischen Alb und studierte Landespflege- und Architektur mit Wahlfach Weinbau. Die ehemalige Württembergische Weinkönigin ist neben ihrem Beruf als Landschaftsarchitektin seit einigen Jahren als Weinseminarleiterin im Münchner Raum tätig. Diploma-Arbeits Thema: Wein + Architektur. |
![]() | Ralf Moritz Studierte Mathematik und Informatik an der Universität Hagen. Nach fast zehn Jahren Selbständigkeit in der Baubranche machte er sein Hobby Wein zum Beruf und wechselte zu Jaques Weindepot. Im August 2008 gründete er eine eigene Weinagentur mit Schwerpunkt deutsche und österreichische Weine. Diploma-Arbeits Thema: Deutscher Winzersekt - die unterschätzte Champagner Alternative? |
![]() | Harald Nelson Nach dem Studium der Germanistik und der Politik zog es den Bremer in die Gastronomie und er leitete bis 2004 ein Gourmetrestaurant und einen kleinen Weinfachhandel. Seit fünf Jahren ist er beim Getränkefachgroßhandel Nordmann als Weinberater für die Gastronomie tätig. Diploma-Arbeits Thema: Wein für die Gastronomie - Fallstudie über die Planung und Umsetzung der Sparte Wein im Getränkefachgroßhandel. |
![]() | Kerstin Schmück Stammt aus Berlin und jobbte während ihrem Studium für eine Getränkefirma. Sie blieb dieser Firma treu und arbeitet dort als Handelsvertreterin. Die Weinfachberaterin ist seit September store manager bei Fresh ´n´ Friends - Kerler Convenience. Diploma-Arbeits Thema: Britischer Schaumwein - Hobbywinzerei oder echte Zukunft? |
![]() | Claudi Schug Schütz Die gebürtige Amerikanerin mit deutschen Eltern stammt aus der Winzerfamilie Schug. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Stanford zog sie nach Deutschland und gründete die Firma Schütz Weinimport. Seither führt sie neben Schug Wein ein feines, exklusives Übersee-Sortiment. Diploma-Arbeits Thema: Kalifornischer Wein in Deutschland - vom populärem Newcomer zum Sündenbock der Weinbranche. Marketing- und Kommunikationsstrategien für den erfolgreichen Wiederaufbau des deutschen Marktes. |
![]() | Stefan Schwanz Ist ausgebildeter Restaurantfachmann und geprüfter Hotelbetriebswirt. Nach einer Karriere als Sommelier wechselte der Sieger des Sopexa Sommelierwettbewerbs 1997 als Weinfachberater zur Firma A. Segnitz. Sein Traum ist die Bewirtschaftung eines eigenen, kleinen Weinberges. Diploma-Arbeits Thema: Das Bordeaux-Subskriptions-Geschäft der Weinimportfirma A. Segnitz & Co GmbH Bremen, beispielhaft aufgezeigt an den Jahrgängen 2003 bis 2007. |
| Olle Swets kommt aus Amsterdam, wo er Internationales Hotelmanagement studierte. Nach Lehrjahren in der Hotellerie wechselte er in den Weinhandel und betreut heute das Swets Winemanagement Importhaus mit dem Schwerpunkt Italien, Frankreich und Spanien. Diploma-Arbeits Thema: biodynamics: re-inventing wine branding? |
![]() | Jan A. Vegter Stammt aus Naarden in Holland und studierte dort und an der Boston University Elektronik. Neben seiner Karriere als education manager einer internationalen Elektronikfirma absolvierte er in Holland seine Ausbildung zum Vinoloog und ist als Weinlektor tätig. Diploma-Arbeits Thema: Wines of the Provence: Current status and prospects for future direction. |
Casinos Austria Goldene Traube in der Weinakademie Österreich
Seit 24 Jahren verleiht Casinos Austria für den höchstprämierten Wein der burgenländischen Landesprämierung – abwechselnd weiß, rot und süß – jährlich die Goldene Traube. Ein Prominentenauflauf aus Politik, Wirtschaft und Weinszene genoss den lauschigen Sommerabend mit den Weinen des Gewinners Weingut Bernhard und Elizabeth Schneider, kulinarisch verwöhnt vom „Reisinger“ , umrahmt vom „Haydn Trio“ sowie Julia Stemberger, die Briefe von Joseph Haydn zum Thema Wein und Kulinarik las.

Neben der Partnerschaft zwischen Casinos Austria und der Weinakademie sowie der tollen Location im Seehof Rust gab es noch einen weiteren Bezug des Gewinners zur Weinakademie: Elizabeth Schneider arbeitet an ihrer Diplomaarbeit und steht somit knapp vor dem Abschluss zur Weinakademikerin.

Die Goldene Traube wurde übrigens für einen Grünen Veltiner verliehen. Manche meinen, dass die Entdeckung des „Vaters“ des Grünen Veltliners in St. Georgen der Rebsorte auch im Burgenland Flügel verlieh…..
1. Graduierung der Weinakademiker in der Schweiz
Inmitten der Wädenswiler Rebberge auf der Halbinsel Au graduierten am 30. April 2009 die ersten Absolventen des Schweizer Diploma in Wines and Spirits zum Weinakademiker. Sechs Schweizer Weinprofis aus den Bereichen Handel, Gastronomie und Weinschulung haben diese Ausbildung in Mindestdauer abgeschlossen und sind in das internationale Weinnetzwerk der Weinakademiker aufgenommen worden.

Vor zwei Jahren, im April 2007, startete diese berufsbegleitende internationale Weinausbildung erstmals in der Schweiz an der ZHAW, Campus Wädenswil. Während die ersten und auch die abschließenden Seminareinheiten sowie alle Prüfungen in Wädenswil stattfanden, besuchten die Teilnehmer im Rahmen ihrer Ausbildung auch die Trainingszentren in Geisenheim, Rust und Brixen. Besuchsprogramme, Workshops und Degustationen fanden in den Weinbaugebieten von Österreich, Deutschland, Südtirol, Ungarn und der Schweiz statt.
Die Partner der ZHAW, die diese internationale Ausbildung tragen, sind die Weinakademie Österreich, die für die operative Durchführung zuständig ist und der britische Wine & Spirit Education Trust als internationaler Lizenzgeber. Das Diploma in Wines and Spirits ist die weltweit etablierteste Ausbildung im Weinhandel und gilt als Vorstufe zur renommierten Master of Wine Qualifikation.
Der Titel Weinakademiker wird vom Kuratorium der Weinakademie Österreich verliehen und ist Auszeichnung und Auftrag zugleich. Die Absolventen unterzeichnen einen Code of Conduct, der zu höchsten moralischen Standards im geschäftlichen und privaten Umgang mit Wein verpflichtet und auch den Auftrag zur permanenten Weiterbildung beinhaltet. Die Absolventenvereinigung, der "Club der Weinakademiker", dient dabei als das wichtigste Instrument der Weiterbildung und als Kommunikationsplattform für die über 400 Mitglieder aus 16 Nationen.
Die neuen Absolventen mussten in den letzten beiden Jahren ihr Wissen und ihre Fähigkeiten im Rahmen von Verkostungsprüfungen, theoretischen Klausurprüfungen, bei Seminararbeiten sowie einer abschließenden Diploma-Arbeit unter Beweis stellen. Für die besten Kandidaten werden auch attraktive Stipendien und Preise vergeben:
Weinakademie Top Student Award (Joachim Günther): Der beste Student des Jahrgangs erhält eine Einladung zum Master of Wine Kurs und kann bei allen Weiterbildungsveranstaltungen der Weinakademie Österreich für Weinakademiker bzw. an den Weinkongressen im kommenden Studienjahr kostenlos teilnehmen.
Selection Schwander Tasting Trophy (Anders Gautschi): Dieser Preis ist mit EUR 1.000,- dotiert und geht an den Kandidaten mit den besten Ergebnissen in den Verkostungsprüfungen der Ausbildung.
Weinmarketingpreis der Österreichischen Weinmarketinggesellschaft (ÖWM) (Peter Keller): Dieser Preis geht an den Kandidaten mit der besten Diploma-Arbeit zum Thema Weinmarketing und umfasst eine exklusive Weinreise nach Österreich.
Weinakademiker Schweiz 2009
![]() | Adrian Baumgartner kommt aus Basel und wurde von seinem Vater - Metzger und ein guter Koch - nicht nur gut ernährt, sondern auch klassisch erzogen, das heißt also mit Chasselas und Dôle. Bordeaux und Kalifornien erweiterten dann seinen Horizont und führten ihn 2003 in den Weinhandel. Heute ist er für die Paul Ullrich AG tätig und für den Weineinkauf bzw. für alle Bereiche, die den Wein betreffen verantwortlich. Diploma-Arbeits Thema: Chasselas - Ein Stück Schweizer Weinkultur. Zukunft der meistangebauten weißen Rebsorte der Schweiz. |
![]() | Anders Gautschi Der Absolvent der Agrarwissenschaften der ETH in Zürich lebt in Bern. Eine Reise in die Burgund hatte dem damals 20-jährigen die Bedeutung des Bodens im Weinbau verdeutlicht und ihn für seine zukünftige Berufsausrichtung geprägt. Seine Familie erwarb einen landwirtschaftlichen Betrieb in der südlichen Toskana, wo er das veraltete Gut in eine Societa Agricola umwandelte und 2003 mit der Produktion von Olivenöl und Wein begann. Diploma-Arbeits Thema: Businessplan für kleine bis mittelgroße Premium-Weinbaubetriebe: Fallstudie aus dem Anbaugebiet Montecucco in der Toskana. |
![]() | Roger Graf wuchs direkt neben einem Rebberg im Kanton Schwyz am oberen Zürichsee auf, wo auch das Interesse rund um den Wein entstand. Als gelernter Koch/Servicefachangestellter und Absolvent der Hotelfachschule Thun war er beruflich stets in Kontakt mit Weinen. Heute arbeitet Roger Graf bei der Vinothek Brancaia in Zürich als Berater für die Gastronomiekunden. Diploma-Arbeits Thema: Sortimentserweiterung für die Vinothek Brancaia, Südwestfrankreich als Chance. |
![]() | Joachim Günther Nach der Absolvierung der Hotelfachschule stieg er in der Mövenpick Wein-Karriereleiter bis zum Marketingverantwortlichen auf. Seine Familie betreibt ein Weingut in der Toskana, seine Frau kommt aus Bordeaux und er lebte zwei Jahre in der Burgund. Mit diesem Background ist es logisch, dass er 2002 die Académie du Vin von Mövenpick übernahm und sie heute als erfolgreichste Weinschule in der Schweiz etabliert hat. Diploma-Arbeits Thema: Konzept zum Aufbau eines LMS (Learning Management System) als Ergänzung zum aktuellen Seminarangebot der Académie du Vin. |
![]() | Peter Keller entdeckte seine Leidenschaft zufällig als er im eigenen Keller ahnungslos eine Flasche Château Margaux entdeckte, und das Rätsel wie der Wein den Weg dorthin fand, ist bis heute ungelöst. Seither beschäftigt sich der gelernte Journalist intensiv mit Wein und arbeitet seit der Gründung der NZZ am Sonntag dort als Wirtschafts- und Weinredaktor. Ferner betreut er ein Weinportal und führt regelmäßig Weinseminare durch. Diploma-Arbeits Thema: Neue Wege im Schweizer Weinmarketing. |
![]() | Josef Pargfrieder Der gelernte Koch und Kellner stammt aus Österreich, wo er bei "Papa Bründlmayer" zum Wein fand und auch die Sommelierprüfung ablegte. Er war lange Jahre als Sommelier in Schweizer Tophäusern tätig. Der Gault Millau Sommelier des Jahres 2000 führt heute in Zug sein eigenes Weingeschäft, die Vinothek Josef. Diploma-Arbeits Thema: Positionierung einer Vinothek am Schweizer Weinmarkt. |
Das Projekt Breitengrad - der Weinakademikerwein
Was tun, um den Bekanntheitsgrad der Weinakademiker zu steigern und die Fachkompetenz in Sachen Weinbereitung und Vermarktung unter Beweis zu stellen? Das haben sich die Münchener Weinakademiker um Susanne Platzer, Alexander Pietsch und Thomas Riedel vor gut einem Jahr gefragt. Antwort: Mit einem eigenen hochkarätigen Wein herauskommen!
So entstand unter kräftiger Unterstützung des Fürstlich Castell'schen Domänenamtes das Projekt "Breitengrad - der Weinakademikerwein". Passend zum 350 jährigen Jubiläum des Silvaners in Franken wurde, unter Leitung von Weingutsleiter Karl-Heinz Rebitzer und Kellermeister Christian Frieß ein lupenreiner Silvaner aus verschiedenen Top-Einzellagen des Castell'schen Weingutes aus der Taufe gehoben.

Der Club der Weinakademiker begleitete den Wein von der Lese an und war bei der Auswahl der Grundweine und der Zusammenstellung der Cuvée aktiv dabei. Es entstand ein Wein mit dem eigenständigen unverwechselbaren Charakter eines authentischen komplexen Silvaners von den Hängen des fränkischen Steigerwaldes.
Der Wein: Betörender Duft und reife Fruchtkomponenten aus der Einzellage "Trautberg" bilden den Hauptteil, ergänzt von einem Anteil klassischen Casteller Silvaners der den Wein herrlich frisch, lebendig und doch sehr ausgewogen wirken lässt.
Für Tiefgang und eine ausdrucksvolle mineralische Note sorgen einige Spritzer aus der Lage "Kugelspiel", so präsentiert sich der Neue - aufregend anders und doch ein typischer Silvaner.

Die Etikettenentwicklung, die Auswahl von Flaschenform, Verschluss und Verpackung sowie der Aufbau eines Vertriebsnetzwerkes mit der passenden Internetpräsenz lagen in den Händen der Weinakademiker.
Der Name: 2008er Breitengrad 49'44'' ist ebenso ungewöhnlich wie unverwechselbar. Die Vision, verschiedene Breitengradweine aus anderen Anbaugebieten zu erzeugen, war mit entscheidend für die Namensfindung. 49'44'' ist der geographische Breitengrad für das Fürstlich Castell' sche Domänenamt, dem Premiumpartner aus Franken.
Produziert werden 6000 Flaschen vom Jahrgang 2008, von denen auch eine limitierte Anzahl in der Magnum abgefüllt wird. Der Endverbraucherpreis der 0,75-l-Flasche für den Weingenießer soll bei ca. 15 Euro liegen.
Erstmalig wird dieser Wein auf der ProWein, an den Ständen der Weingüter Castell und Blankenhorn als Fassprobe präsentiert, ab 14.04.2009 steht der Wein zur Auslieferung bereit. Am 22. Mai werden die Weinakademiker bei einer großen Party auf Schloss Castell den Wein offiziell aus der Taufe heben, Picknick im Trautberg inbegriffen.

Bei Erfolg dieses Projektes sind weitere "Breitengrad"-Weine aus verschiedenen deutschen und österreichischen Anbaugebieten geplant.
Weitere Informationen über Bezugsquellen oder den Versand gibt es unter:
www.breitengrad-wein.de oder info@breitengrad-wein.de
VI. Weinakademie Winzerkonferenz
Alkohol & Klimaerwärmung, Pinot Noir & St. Laurent
Internationale Vortragende prägten die sechste Winzerkonferenz der Weinakademie in Rust. Der Inhaltsbogen spannte sich von weltweiten Problemen und Entwicklungen hin zu zwei heimischen Rotweinsorten.
Im wahrsten Sinne des Wortes standen „heiße“ Themen am Vormittagsprogramm der Winzerkonferenz. Josef Schuller (MW), Direktor der Weinakademie Österreich, konnte Mitte Jänner wieder sehr viele Weinakademiker wie Winzer begrüßen.
Klimaerwärmung
Die Temperaturerhöhung beschäftigt weltweit Forscher und auch Weinbauberater. Dr. Richard Smart, der bekannte „flying vine doctor“ aus Australien, bringt es auf den Punkt: „In fünfzig Jahren werden die Auswirkungen
der Erderwärmung im Weinbau deutlich spürbar sein, doch das ist dann egal. Es wird weit gravierendere Problemen
wie Hunger und soziale Spannungen geben.“ Der Weinbau gelte als guter Fingerzeig für die Klimaänderung
– man müsse mit einer Zunahme von Krankheiten und Schädlingen (vor allem Insekten) rechnen. Über Jahrhunderte habe es eine Interaktion
von Sorten und Regionen gegeben – es hätten sich Stile entwickelt. Nun würden die Karten neu gemischt. Der Temperaturanstieg sei
signifikant und nicht umkehrbar, „auch wenn es sofort Gegenmaßnahmen gibt“, so Smart.
„Doch nicht alle auf der Welt sind gleich betroffen. Bereiche mit großer Landmasse werden stärker tangiert (Beispiel Europa) wie Gebiete mit höherem Wasseranteil“, erklärt Smart. „Auch wenn wir den CO2-Ausstoß sofort reduzieren, sind unsere Kinder mit der dramatischsten Klimaentwicklung der letzten tausend Jahre konfrontiert“, so die klare Sprache des Australiers. Wärmere Winter, Frühjahrsfröste, heiße Sommer und extreme Hitzephasen prophezeit Smart. Das alles könne man nicht beeinflussen. Was bleibt also: die richtige Wahl der Rebsorte.
Hier liegt für Smart der Schlüssel zum Erfolg. Österreich hätte es etwas leichter, denn es bestünde die Möglichkeit, mehr auf Rotwein zu setzen. Zudem wären auch noch kühlere (höhere) Gebiete zum Ausweichen vorhanden. Weltweit sei mit dem Aufkommen von England und Dänemark als Weinland zu rechnen. Ebenso auf der Gewinnerseite könnten Länder wie Chile, Tasmanien, Neuseeland und China stehen.
Blick auf Austria
Weinexperte Smart hat Österreich bereits mehrfach besucht. Seine Beobachtungen fasst er zusammen. Positiv fallen auf: beeindruckende Wein-Präsentationen; außergewöhnliche Süßweine; interessante Sorten (Grüner Veltliner). Negativ dagegen: mittel bis hohe Weinpreise; Produktionskosten sind vielen Winzern nicht bekannt; viele Vorschriften – das macht es für Australien leicht (Smart spricht vom ungleichen Kampf).
Auf ein weinbauliches Merkmal geht Smart besonders ein. Er attestiert vielen Weingärten ein zu starkes Wachstum, sichtbar u. a. am Ausdünnen und Entlauben. Die Pflanzen seien nicht in Balance, dies zeige sich am zeitlich sehr späten Triebspitzenwachstum. Im Stadium „Weichwerden“ darf es nach Smart kein vegetatives Wachstum mehr geben: „Das ist schlecht für die Qualität und eine Verschwendung von Energieressourcen.“ Mit der Aussage, „die beste Entblätterung ist die, die nicht gemacht werden muss“, unterstreicht er diese Kernaussage. Ausweg: Begrünung bzw. andere Erziehungsform (Scott Henry) führt Smart – nicht unumstritten – an.
Wohin mit dem Alkohol?
Dem Umgang mit höheren Alkoholwerten widmete sich Prof. Monika Christmann, Expertin der Weinbauschule
Geisenheim. Dem Thema näherte sich die international angesehene Fachfrau über die Schlüsselfaktoren des aktuellen Marktgeschehens.
Globaler Markt: Weltweit steigt die Weinproduktion, der Konsum nimmt ab, doch auf regionaler Ebene gebe es
auch gegensätzliche Entwicklungen. China und Indien sind die neuen großen Produzentenländer, China steht bereits an vierter Stelle.
Klimawandel: Problem ist die Variabilität, die Jahre sind bei uns sehr unterschiedlich und Extreme stärker ausgeprägt (Alkohol reduzieren und
manchmal verstärken).
Konsument: sehr unterschiedliches Auftreten; weniger loyal wie früher; große Weinauswahl.
Weltweite/bilaterale Abkommen:
EU, OIV und GATT lauten die relevanten Schlagwörter.
Verbraucherschutz: nachhaltige Produktion, Rückverfolgbarkeit nicht nur als Schlagwort sondern Realität.
Technischer Fortschritt: Most- Weinkonzentration, Chips, Alkoholeinstellung, Mannoproteine, Genveränderte Mikroorganismen etc.
Mit neuen technischen Verfahren beschäftigt sich Christmann auch in ihrer Eigenschaft als Mitarbeiterin beim Internationalen Weinamt (OIV). „Sind traditionelle Verfahren denn besser?“, stellt sie die Frage in den Raum. Das sei im Einzelfall zu bewerten, gibt die Önologin zu bedenken. Im Falle der Alkoholreduzierung zeigt sie die technischen Verfahrensmöglichkeiten auf. Mit der „Spinning Column“ sei dies leicht möglich. Dieses Verfahren habe in Übersee große Erfolge bei Topweinen gefeiert, denn es gelinge, den Alkoholgehalt optimal einzustellen. Man spricht vom sogenannten „Sweet Spot“ – jenem Gehalt, bei dem die Weine für den Konsumenten am besten schmecken. Doch die Anlage koste viel Geld und sei daher nur bedingt für die europäischen Winzer interessant. Die europäische Antwort werde wohl eher in anderen Verfahren zu finden sein. Christmann nennt Membranverfahren wie auch die Dialyse, Umkehrosmose, Destillation und Glucose- Oxidase. Gerade die Entwicklung von Membranverfahren lasse einen vielfältigen Einsatz zur Entfernung unerwünschter Stoffe (etwa Flüchtige Säuren) erwarten. Verhandlungen zur Aufnahme neuer technischer Verfahren laufen. Nach der technischen Klärung (macht das OIV) kommt es dann aber zu einer politischen Entscheidung innerhalb der EU.
„Die Technik bringt starke Veränderungen in der Kellerwirtschaft und das Rad dreht sich immer schneller“, fasst Christmann die Entwicklungen zusammen. Entscheiden werde letztendlich der Konsument. Man werde aber sicher im Topweinbereich anders vorgehen (müssen) wie im Billigsegment.
St. Laurent und Pinot Noir
Über die genetische Abstammung und Herkunft der beiden Sorten sprach Rebforscher Dr. Ferdinand Regner vom Lehrund Forschungszentrum Klosterneuburg. Seiner Meinung nach passe St. Laurent besser als Pinot Noir in das pannonische Gebiet. „Der Blaue Burgunder weist in Österreich eine hohe Burgundergenetik auf“, so Regner. Dagegen gebe es beim St. Laurent eine geringere Klonenvielfalt, aber es sei doch einiges vorhanden. „Pinot Noir mag keine Extensivierung, die Fäulnisgefahr ist sehr hoch“, erklärt Regner zur heiklen Sorte. Regner appelliert, im eigenen Betrieb selbst für die Weiterführung von Genmaterial zu sorgen.
Pinot Noir in der Neuen Welt
„Flying Winemaker“ Smart spricht aus internationaler Sicht von großer Klonenvielfalt beim Blauen Burgunder. Als wesentliche Eigenschaften der Sorte nennt Smart: genetisch instabil; reagiert stark auf Ertragsbeschränkungen und empfindlich auf das Wasserangebot; verliert Prägnanz im warmen Klima; niemals ein günstiger Wein; braucht spezielle Konsumenten. Als Richtwert beim wichtigen Faktor Rebschnitt führt der Experte 20 Augen pro Kilogramm geschnittenes Holz an. Die Sorte würde am meisten vom „Cool Climate“ profitieren, „wahrscheinlich ist eine Temperatur von 15 °C während der Reife zur positiven Entwicklung ausschlaggebend“, so Smart.
Panel-Diskussion
Dass Pinot Noir schwierig zu behandeln ist, zeige sich am geringen Flächenanteil in Italien, erklärt Weinakademiker und Winzer Martin Foradori
aus Südtirol. Generell seien die nördlichen Gebiete von Vorteil. Beim Auspflanzen setzt der Winzer auf verschiedene Klone. Er sieht die Vermarktung schwierig, weil viele Konsumenten die Sorte nicht verstünden. Sie werde also immer eine Nische darstellen, schließt Foradori.
Mit stark alternierenden Erträge kämpft der Tattendorfer Winzer Hannes Reinisch beim St. Laurent. Die Selektion des Traubenmaterials hätte unterschiedliche Typen hervorgebracht (burgundische und dünklere). Schwierig beim Pinot Noir sei die physiologische mit der Zuckerreife in Einklang zu bringen („12,5 besser als 14 %Vol.“). Temperaturunterschiede während Tag und Nacht seien wichtig. Bei der internationalen Vermarktung hat der St. Laurent einen Vorteil, „weil weniger Vergleichsmöglichkeiten bestehen“. Allerdings gebe es auch kein hochwertiges Image.
Francois-Xavier Gaboriaud, Winemaker auf Schloss Halbturn, bestätigt, dass St. Laurent international eher unbekannt ist. Für ihn sei der Pinot Noir besser zu verkaufen. Und Österreich habe sehr gute davon.
Zur Vermarktung der beiden Sorten nimmt auch Willi Klinger, ÖWMChef, Stellung. Durch Erfolge der Winzer würde erstmals eine getrennte
Aufnahme der beiden Sorten im SALON erfolgen. Pinot Noir sei der Wein für „reife“ Menschen. Die Sorte sei durchaus interessant, weil international
„sauteuer“. Potenzial wäre wohl eher in niederösterreichischen Gefilden zu finden. Dem stimmt Winzer Willi Bründlmayer – aus
Klimagründen – zu. Der Sorte St. Laurent werden daher im Osten des Landes im Zuge der Klimaerwärmung allgemein mehr Chancen zugesprochen. Dem fügt Foradori hinzu: „Der
autochthonen Sorte ist unbedingt der Vorzug zu geben.“
Autor: W. Kaltzin, DER WINZER
Der 15. Weinakademiker - Jahrgang graduierte auf Schloss Vollrads und Schloss Esterházy
Ein kleiner, jedoch sehr feiner, internationaler Jahrgang von insgesamt 28 Absolventen der Weinakademie Österreich graduierte rund um Martini zum Weinakademiker. Die ersten Weinakademiker aus Belgien und Frankreich konnten neben Absolventen aus Österreich, Deutschland, Schweiz, Spanien und Holland in den Absolventenverband, den "Club der Weinakademiker", aufgenommen werden.

In Österreich war dies der 15. Absolventenjahrgang der Weinakademiker und genau 15 war die Zahl der Weinakademiker 2008 im Schloss Esterházy. Erstmalig wurde in diesem Jahr der Titel auch an Absolventen vergeben, die das WSET Diploma nicht an der Weinakademie Österreich, sondern in einem anderen der über 20 Prüfungszentren weltweit abgelegt hatten. Mit dem Verfassen einer Diplomarbeit und dem Ablegen eines Kolloquiums qualifizierten sie sich für die Verleihung des Titels "Weinakademiker".
In Deutschland war der Titel den Absolventen des Diploma in Wines and Spirits an der FA/FH Geisenheim im Rahmen der traditionellen Graduierungsfeier bereits am 08. November 2008 verliehen worden. Schloss Vollrads gab den feierlichen Rahmen für die Graduierung von 13 neuen Weinakademikern.
Mit dem neuen Absolventenjahrgang erhöht sich die Zahl der Weinakademiker auf 430, der Großteil kommt aus Österreich, über 100 kommen aus Deutschland, mehr als 20 aus der Schweiz. Die übrigen Absolventen kommen aus weiteren 15 verschiedenen Ländern, wo Weinakademiker oft Schlüsselpositionen in der Weinwirtschaft einnehmen.
Der Titel "Weinakademiker" ist Auszeichnung und Auftrag zugleich. Die Weinakademiker treten dem Absolventenverband, dem "Club der Weinakademiker", bei und verpflichten sich einem Ehrenkodex, der permanente Weiterbildung und höchste ethische Ansprüche im Umgang mit Wein postuliert. Diese Ausbildung ist auch die empfohlene Vorstufe zur elitären Master of Wine Qualifikation.
Erstmalig wurde im Rahmen der akademischen Feier auch die Auszeichnung "Weinakademie Top-Lektor des Jahres 2008" vergeben. Der Titel ging an Ferdinand Mayr aus Oberösterreich, der seit über 10 Jahren als Lektor an der Weinakademie in Österreich und im Ausland tätig ist. Neben seiner Lektorentätigkeit betreibt er einen Weinhandel mit Schwerpunkt spanische Weine, mit dem Jahrgang 2008 wird er erstmals unter seiner eigenen Marke auch einen Wein aus dem Burgenland auf dem Markt platzieren.

Einige Absolventen zeigten auch heuer wieder herausragende Leistungen, die mit Stipendien und Preisen belohnt wurden:
- ÖWM Marketingpreis: Markus Utiger (CH)
- SPAR Award - Weine der Welt: DI Fritz Pichler (A)
- SPAR Award - Spirituosen: Ingrid Bachler (A)
- Wein & CO Tasting Trophy: DI Daniela Dejnega (A)
- Weinakademie Top Student Award: Markus Utiger (CH)
![]() | ![]() | |
![]() | ![]() | |
![]() | ||
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Mag. (FH) Irene Bachkönig, Tel.: 0043/2685/6853-15 oder i.bachkoenig@weinakademie.at.
Weinakademiker Rust 2008
![]() | Dr. Rudolf Angermayr Kommt aus Oberösterreich und ist Kinderfacharzt. Sein Interesse für Wein, das seit seinem Studium in Innsbruck in ihm schlummerte, stieg deutlich als ein Freund ein kleines Weingut in der südlichen Toskana erwarb. Heute besitzt er einen kleinen Weingarten im Burgenland und konnte 2008 erstmals eigene Weintrauben lesen. Ein kleiner Weinhandel ist ein Ziel für die nächsten Jahre. Diploma-Arbeitsthema: Grenzen des Qualitätszuwachses durch Ausdünnung bei der Rebsorte Blaufränkisch im Burgenland. |
![]() | Ingrid Bachler ist Kärntnerin und führt mit ihrem Ehemann in Althofen das Haubenrestaurant Bachler, eine Vinothek und einen Weinhandel. Die Welt der unterschiedlichen Gerüche und Düfte einzelner Rebsorten waren der Auslöser für ihren mittlerweile schon 25-jährigen Weinfanatismus. Als Lektorin der Weinakademie gibt sie diese Begeisterung auch an viele Weinfreunde weiter. Diploma-Arbeitsthema: Der kleine Unterschied in der Nase und auf der Zunge. |
![]() | Wilfried Brauchart Stammt aus Imst in Tirol, ist ausgebildeter Diplom-Sommelier und war 10 Jahre lang in der internationalen Hotellerie tätig. Seine Passion Wein vermittelt er heute als Restaurantleiter im "weinakademischen Zentrum" (Clublokal der Weinakademiker) der Stadt Zürich, im Restaurant Carlton. Neben gastronomischer Kompetenz ist er dort auch für österreichisches Flair zuständig. Diploma-Arbeitsthema: Die Bedeutung der Weinregion Duriense im Wandel der Zeit |
![]() | Thomas Breitwieser Kommt aus Oberösterreich und ist gelernter Koch und Kellner. Seine Wanderjahre führten den Diplom-Sommelier nach Deutschland, Großbritannien und USA. Heute ist er Chef-Sommelier im Palais Coburg und strebt seinen Abschluss des Master Sommelier Examen an. Er wäre damit der erste Master Sommelier Österreichs. Diploma-Arbeitsthema: Fälschungsweine - gibt es sie? Wenn ja, wie kann ich sie von den Originalen erkennen? |
![]() | DI Daniela Dejnega Ist gebürtige Oberösterreicherin und lebt heute in Wien. Im Rahmen ihres Studiums an der Universität für Bodenkultur erfolgten erste Kontakte mit dem Thema Weinbau, welches im Laufe der Jahre mit immer größerem Interesse verfolgt wurde. Heute arbeitet sie im Palais Coburg in Wien als Verwalterin eines der besten Weinkeller der Welt. Diploma-Arbeitsthema: Weinauktionen - Leitfaden für den erfolgreichen Weinkauf bei Versteigerungen. |
![]() | Helene Hausegger Stammt aus der Steiermark und absolvierte eine Koch/Kellner Lehre. Nach mehrjähriger Tätigkeit in verschiedenen Grazer Gastronomiebetrieben wechselte sie 2003 in den LEH. Seit Oktober 2008 ist sie Weinberaterin der Interspar Vinothek in Graz City-Park. Diploma-Arbeitsthema: Einführung einer DAC für die Weststeiermark. |
![]() | DI Fritz Pichler Ist Steirer und studierte Forstwirtschaft an der BOKU Wien. Seine Einstiegsdroge war ein Geschenk seiner Frau - das Basisseminar. Heute leitet er die Pichler Consult GmbH Unternehmensberatung und hat das Thema Wein auch als gute Akquisitionsmöglichkeit für seine Kunden entdeckt. Diploma-Arbeitsthema: Sustainability als Wettbewerbsvorteil - ein Weg auch für Österreichs Winzer in einem kompetitiven Markt? |
![]() | Thomas Prantl Kommt aus Innsbruck und besuchte dort auch die Hotelfachschule. Er stammt aus einem traditionellen Gasthof bzw. Hotel, wo er seit 20 Jahren als Hotelkaufmann tätig ist. Der Diplom-Sommelier möchte sich in nächster Zeit vermehrt seinen Hobbies und seiner Familie widmen, bevor er sein Weinwissen weiter vertiefen will. Diploma-Arbeitsthema: Weintourismus Österreich versus Rest der Welt - Chance und Herausforderung. |
![]() | Karlheinz Reinfrank Stammt aus der Pfalz und ist mit Weinbau aufgewachsen. Nach dem Studium der Mathematik und einer 25-jährigen Karriere in der Industrie hatte er den Wunsch nach einer Veränderung. Der erste Schritt war die Durchführung von Seminaren mit einer Münchner Fachhandlung, der zweite die Herausgabe eines Weinmagazins in München. Diploma-Arbeitsthema: Das Projekt Weinlust:Positionierung eines Weinmagazins im deutschsprachigen Markt. |
![]() | Dr. Helmut Schuh Stammt aus der Thermenregion und kam dort bereits als Kind mit den Traditionen des Weinbaus in Berührung. Für den studierten Biochemiker und Mediziner blieb das Interesse für Wein immer bestehen. Wein als das vielfältigste Genussmittel und seine positiven gesundheitlichen Auswirkungen haben den Mediziner schon immer fasziniert und sind auch Teil seiner Diploma-Arbeit. Diploma-Arbeitsthema: Die gesundheitlichen Vorteile von Alkohol in der öffentlichen Darstellung und Wahrnehmung - Wahrheit und Fiktion. |
![]() | Stefan Schumich Kommt aus dem nahen Oslip, wo er im elterlichen Betrieb als Landwirt und Weinbauer tätig ist. Der geprüfte Kellermeister stellte den Betrieb von Trauben- auf Flaschenvermarktung um und hat sich auch einen Namen im Bereich der Destillate gemacht. Diploma-Arbeitsthema: "Top Destillerie Burgenland" - Aufbau einer Marketingstrategie. |
![]() | Wolfgang Schweiger stammt aus der Steiermark und ist ausgebildeter Einzelhandelskaufmann. Vor 20 Jahren begann seine Weinkarriere als Mitarbeiter der Rudolf Wagner KG. Er führt heute einen Weinhandel und betreut ausgewählte Gastronomiebetriebe in der Steiermark. In Zukunft möchte er verstärkt Schulungen für die Gastronomie und Weinliebhaber anbieten. Diploma-Arbeitsthema: "Bioland Österreich" Österreichische Weine im Sog des Biotrends - Marktchancen und Risken in Handel und Gastronomie. |
![]() | Sybille Troubleyn kommt aus Belgien und absolvierte nach der Hotelfachschule in Brügge Universitätslehrgänge am Lycée Viticole de Saint-Émilion und an der Universität Bordeaux. Nach jahrelanger, führender Tätigkeit am Vlaams Wijninstituut gründete sie ihre eigene Weintraining und Consulting Firma Winewise. Diploma-Arbeitsthema: What is the position of "Grüner Veltliner" wines on the Belgian market and what can be done to improve the "brand awareness". |
![]() | Karin Ulz Ist Weinbäuerin aus Stainz, wo sie ein Schilcher Weingut betreibt. Während ihrer Tätigkeit als steirische Weinkönigin wuchs ihr Interesse an Wein und vor allem an Weinweiterbildung. Die ausgebildete Kellermeisterin möchte ihr Wissen im Weintourismus an alle Interessierten weitergeben und dabei besonders den SCHILCHER fördern. Diploma-Arbeitsthema: Schilcher, einer der besten Roséweine der Welt - Tradition und Innovation. |
![]() | Markus Utiger Ist Schweizer und ausgebildeter Koch/Servicefachmitarbeiter. Sein Interesse für Wein stammt von seinem Vater, zu dem wuchs er im Winzerdorf Döttingen im Kanton Aargau auf. Nach Jahren als Sommelier wechselte er zu Swiss Re Guest Services, wo er die Verantwortung für den gesamten Weinbereich innehat. Diploma-Arbeitsthema: Der Bordeaux-Weinmarkt im Wandel. Wie weiter nach den Preiserhöhungen? |
![]() | Margit Weingartner Wuchs in einem kleinen Weinbaubetrieb in Maissau im Weinviertel auf. Nach einer Ausbildung zur Koch- und Restaurantfachfrau und einer Karriere in der Gastronomie wechselte sie in den LEH, wo sie als Weinfachberaterin bei Metro Österreich tätig ist. Diploma-Arbeitsthema: Die Größenstruktur eines Betriebes als Erfolgsfaktor in der Weinbranche anhand von vier Beispielen. |
Der sechste Weinakademiker - Jahrgang graduierte auf Schloss Vollrads!
Dem sechsten Absolventenjahrgang des Diploma in Wines and Spirits an der FA/FH Geisenheim wurde im Rahmen der traditionellen Graduierungsfeier am 08. November 2008 der Titel Weinakademiker verliehen. Schloss Vollrads gab den feierlichen Rahmen für die Graduierung von 13 neuen Weinakademikern.

Mit dem neuen Absolventenjahrgang erhöht sich die Zahl der Weinakademiker auf knapp 430, über 100 kommen aus Deutschland. Die Weinakademiker nehmen oft Schlüsselpositionen in der Weinwirtschaft ein.
Das Diploma in Wines and Spirits, die international renommierteste Ausbildung im Weinhandel, wird seit 2001 von der Weinakademie Österreich an der FA/FH Geisenheim in Kooperation mit dem britischen Wine & Spirit Education Trust (WSET) und dem DWI durchgeführt. Der Titel "Weinakademiker" wird an erfolgreiche Absolventen des Diploma in Wines and Spirits verliehen und ist Auszeichnung und Auftrag zugleich. Die Weinakademiker treten dem Absolventenverband, dem "Club der Weinakademiker", bei und verpflichten sich einem Ehrenkodex, der permanente Weiterbildung und höchste ethische Ansprüche im Umgang mit Wein postuliert. Diese Ausbildung ist auch die empfohlene Vorstufe zur elitären Master of Wine Qualifikation.
Der "Club der Weinakademiker" wird Jahr für Jahr ein immer internationaler! Mit diesem Jahrgang ist der Kreis der Weinakademiker um drei Nationen gewachsen: Sébastien Philippe ist der erste Weinakademiker aus Frankreich, Natalja Eggen und Martin Derksen die ersten Weinakademiker aus Holland und Sybille Troubleyn und Derek Koch die ersten belgischen Weinakademiker.
Einige Absolventen zeigten auch heuer wieder herausragende Leistungen, die mit Stipendien und Preisen belohnt wurden:
- Schloss Vollrads Preis: Pedro Ballesteros Torres
- Vinissima Preis: Doris Fritz
- DWI Stipendium: Doris Fritz
- ÖWM Stipendium: Sébastien Philippe
- VDP Preis: Jan Kiegeland
- Weinakademie Top Student Award: Jan Kiegeland
![]() | ![]() | |
![]() | ![]() | |
![]() | ![]() | |
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Mag. (FH) Irene Bachkönig, Tel.: 0043/2685/6853-15 oder i.bachkoenig@weinakademie.at.
Weinakademiker Geisenheim 2008
![]() | Pedro Ballesteros Torres kommt aus Spanien und absolvierte das Masterprogramm in Weinbau und Kellerwirtschaft in Madrid. Seine berufliche Tätigkeit führte ihn aber in ein anderes "finanziell profitableres" Gebiet, Wein blieb Hobby und Leidenschaft. Heute arbeitet er für die EU in Brüssel und bereitet sich nebenbei auf die MW-Prüfung vor. Diploma-Arbeitsthema: The new Common Wine Market in the European Union |
![]() | Thomas Christen stammt aus St. Gallen in der Schweiz und ist diplomierter Detailhandelskaufmann. Er führt mit seiner Frau ein Lebensmittelspezialgeschäft, in dem Wein eine zentrale Rolle spielt. Dieses hat er um ein Geschäftsmodell rund um Wein, Speisen und Kultur erweitert. Nebenbei unterrichtet er an einer Berufsschule das Fach Lebensmittelkunde. Diploma-Arbeitsthema: Weingenuss - ein Geschäftskonzept. |
![]() | Martin Derksen studierte internationales Marketing an der Universität Nijmegen in den Niederlanden. Er führt heute sein eigenes Weingeschäft in Eindhoven und unterrichtet auch Weinkurse und ist Weinjuror. Sein besonderes Interesse liegt bei der Entwicklung des niederländischen Weinbaus. Diploma-Arbeitsthema: Chain Cooperation and Innovation in the Dutch winegrowing sector. |
![]() | Natalja Eggen stammt aus Holland und wechselte nach einer Karriere in der IT Branche zum Wein. Ihr Spanisch-Studium erweckte ihr spezielles Interesse für spanische Weine. Heute arbeitet sie im Verkauf für Thiessen Wijnkopers in Maastricht. Diploma-Arbeitsthema: Who ever heard of Morenillo, Maturana or Molinera de Bailen? |
![]() | Doris Fritz Die gebürtige Bayerin und gelernte Keramikerin wechselte vor zehn Jahren in die Weinbranche. Nach langjähriger Tätigkeit bei Garibaldi mit italienischen Weinen wechselte sie zu einem kleinen Traditionshaus in Freiburg mit einem großen internationalen Weinsortiment. Diploma-Arbeitsthema: Die Süßen Deutschen - Zukunftsaussichten für die Nischenprodukte Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein. |
![]() | Jan Kiegeland studierte Archäologie, fand bei Ausgrabungen in Italien sein Interesse an Wein und gründete einen kleinen Weinhandel mit dem das Studium mitfinanziert wurde. 1992 gründete er das Divinum Weinkontor zum Vertrieb italienischer Weine in Berlin, derzeit arbeitet er an der Umsetzung eines größeren Weinladens mit Degustationsräumen und Gourmetküche. Sein nächstes Ziel ist der MW. Diploma-Arbeitsthema: Das Lager im Großhandel - überflüssige Kapitalbindung? |
![]() | Derek Koch ist gebürtiger Südafrikaner, Jurist und lebt heute in Belgien als wine educator und Konsulent. Er ist an einem Familienweingut beteiligt und leitet zwei Weinrestaurants und einen wine club. Weiters ist er der Gründer und Leiter der Online Weinschule "European Wine Academy". Diploma-Arbeitsthema: The strategic Potential of the 21st century´s Superpowers: China and India from a Wine Marketing Perspective. |
![]() | Anette Lambert kommt aus Wiesbaden und ist studierte Betriebswirtin mit Schwerpunkt Marketing und war von klein auf mit Rheingauer Wein konfrontiert. Nach mehrjähriger Tätigkeit für Heinz Hein Weinimportgroßhandel arbeitet sie heute im Weinkontor Freund im Produktmanagement sowie in der Koordination von Einkauf und Vertrieb. Diploma-Arbeitsthema: Die Weine Portugals - Marktnische oder Ladenhüter? |
![]() | Sébastien Philippe ist Franzose und lebte bis 1999 in der Bretagne. Nach seinem Germanistikstudium übersiedelte er nach Deutschland und begann im Weinhandel zu arbeiten. Heute ist er als Abteilungsleiter Weinhumidor / Wein / Spirituosen im Metro Hamburg tätig. Er ist der erste Weinakademiker der Grande Nation des Weines. Diploma-Arbeitsthema: Aufbau eines "Weinhumidors" im neuen METRO Großmarkt in Hamburg-Altona - Strategische Studie für einen erfolgreichen Start. |
![]() | Frank Schindler wuchs in Halle/Saale auf und studierte Sport und Sportmedizin. Gesetzesänderungen verhinderten seine Promotion in diesem Bereich, was zu einer kompletten beruflichen Neuorientierung und den Einstieg in die Weinbranche führte. Heute leitet er den Export und das Marketing beim nationalen Importeur Vinum Weinhandel auf dem deutschen Markt. Diploma-Arbeitsthema: Weinbranche meets Flatrate! Darstellung, Evaluierung und Weiterentwicklung einer Vertriebsidee auf Basis eines Flatrate-Konzeptes für einen nationalen Distributeur. |
![]() | Andreas Schütz stammt aus Wilhelmshaven aus einem gastronomischen Betrieb, den er eigentlich irgendwann übernehmen sollte. Die mit dieser Branche verbundene Nachtarbeit bewog ihn vor 15 Jahren ein eigenes Geschäft für Wein und Spirituosen zu gründen, den Weinkontor Bismarck. Diploma-Arbeitsthema: Ist das deutsche Weinetikett bzw. die Weinbezeichnungen noch marktgerecht? |
![]() | Georg Wiedmann ist gebürtiger Schwabe und entdeckte die Weinlandschaft Frankreichs bei einem langen Arbeitsaufenthalt als Orgelbauer. Er ist seit über zehn Jahren in der Weinbranche tätig und wechselte mit Beginn dieses Jahres zu Mövenpick Weinkeller in München in den Verkauf. Diploma-Arbeitsthema: Muskateller zwischen Tradition und Moderne - was ist sein legendärer Ruf heute noch wert? |
Dr. Josef Schuller MW erster "nicht-britischer" Chairman des Institute of Masters of Wine
Bei der Jahreshauptversammlung des Institute of Masters of Wine (IMW), die am 11. September 2008 in London stattfand, wurde Dr. Josef Schuller MW, Geschäftsführer der Weinakademie Österreich, zum ersten "nicht-britischen" Chairman (Vorsitzender) des IMW in dessen 55-jährigen Geschichte gewählt.
Unterstützt wird er dabei von Vice-Chairman Lynne Sherriff MW, Südafrikanerin, nunmehr in London tätig und langjährige Vortragende an der Weinakademie Österreich. Dies gilt als einzigartige Auszeichnung der Leistungen von Dr. Josef Schuller MW, der Weinakademie Österreich und gilt auch als Anerkennung der Entwicklungen der heimischen Weinwirtschaft. Schuller: "Ich bin -- so wie die Weinakademie -- ein Kind des österreichischen. Weinwunders der letzten 20 Jahre. Mein großer Wunsch ist es bald viele Absolventen der Weinakademie im Institute als neue Mitglieder willkommen zu heißen."

Das internationale Institute of Masters of Wine mit Sitz in London bietet seit Jahrzehnten die Ausbildung zum begehrten Titel des Masters of Wine (MW) an. Die derzeit 278 Träger dieses Titels kommen aus 23 Ländern, absolvierten eine jahrelange Ausbildung in allen Bereichen der Weinwirtschaft und gehören zur internationalen Weinelite. Seit 1998 trägt der Geschäftsführer der Österreichischen Weinakademie, Dr. Josef Schuller MW, als einziger Österreicher diese Auszeichnung und hat in den vergangenen Jahren intensiv an der Weinausbildung in Österreich und Europa, gemeinsam mit dem britischen Wine & Spirit Education Trust und dem Institute of Masters of Wine, gearbeitet. Seit 2005 wird ein Teil der Ausbildung, unterstützt von der Österreichischen Weinmarketinggesellschaft, auch in Rust angeboten und bringt jährlich 30-40 internationale Weinfachleute aus aller Welt nach Österreich.
Bilder finden Sie unter www.weinausoesterreich.at/aktuell/info_schuller.html
Internationaler Pressetext im PDF-Format
Pressetext
Weinviertel update - die Erwartungen wurden weit übertroffen!
Erstmals fand das jährliche Lektorenmeeting, das Weiterbildungs- und Schulungsprogramm für die Lektoren der Weinakademie Österreich, außerhalb von Rust statt. Auf Einladung des Weinkomitee Weinviertel traten 35 ambitionierte Vortragende, darunter Experten wie Reinhold Forobosko, Weinjournalistin Luzia Schrampf oder die engagierte Kärntner Wirtin Ingrid Bachler, Anfang September in Poysdorf eine Entdeckungsreise durch das Weinviertel an. "Unser Ziel war es, gemeinsam mit den Lektoren das Weinviertel mit allen Sinnen zu spüren und zu erleben", so Roman Pfaffl enthusiastisch.

Zum vielfältigen Programm zählten fachliche Inputs über Weinviertel DAC, Hintergründe und aktuelle Projekte, verschiedenste Themenverkostungen sowie natürlich kulinarische Highlights Weinviertler Spitzenköche.
Zum Abschied bedankte sich Josef Schuller, Geschäftsführer der Weinakademie Österreichs, beim Weinkomitee: "Wir sind einfach nur begeistert - eine höchst bemerkenswerte, äußerst aufschlussreiche und qualitativ hochwertige Reise, bei der wir das Weinviertel genussvoll spüren durften. Wir geben unsere Erfahrungen gern in unseren Seminaren weiter."
1. Weinakademiker Summer School
Von 1.-3. September 2008 fand in Rust die 1. Weinakademiker Summer School statt. Knapp 40 Weinakademiker aus fast allen Absolventenjahrgängen waren dabei. Neben intensiver Fortbildung stand vor allem der Unterhaltungsfaktor im Vordergrund.
Die Absolventen der Weinakademie, die Weinakademiker, verpflichten sich bei Ihrer Graduierung auch einem Ehrenkodex, der unter anderem auch permanente Weiterbildung im Weinbereich vorsieht. Der Absolventenverband, der Club der Weinakademiker ist dabei die wichtigste Plattform.

Erstmalig führte nun die Weinakademie eine Summer School ausschließlich für Weinakademiker durch. Ein Ziel war dabei auch die Verbesserung der Vernetzung und Kommunikation zwischen den mittlerweilen über 400 Weinakademikern aus 15 Jahrgängen. Nach zwei intensiven Seminartagen bat dann die Weinakademiker Summer Party im stimmigen Innenhof der Weinakademie dafür die passende Gelegenheit: Mit den Topweinen der Weinakademiker-Winzer aus ganz Österreich, pannonischen Schmankerln von Insider- Tipp Paul Gregoritsch und coolem Jazz.

Kurt Feiler, Weinakademiker-Winzer, rief jedoch am nächsten Morgen unerbittlich "zu den Scheren" . Weinlese für den ersten Sekt aus Blaufränkisch war angesagt. Trotz 30° im Schatten war das Lesetempo beeindruckend, auch die Flurschäden hielten sich angeblich in Grenzen….Die Weinakademiker zeigten sich jedenfalls begeistert von der ersten Summer School, die sich als neuer Fixpunkt im Weinkalender etablieren wird.
Diploma Top Graduates in London
Die besten Absolventen des letzten Weinakademiker- Jahrganges wurden von Chef der Weinakademie Osterreich, Dr. Josef Schuller MW zur Graduierungsfeier des WSET und zu einem Weinbesuchsprogarmm nach London eingeladen. Alice Beckmann, Wein&Glas Compagnie aus Berlin, die beste in Geisenheim und Dr. Norbert Reinisch, Braida - Giacomo Bologna der beste in Rust waren die beiden Top Absolventen. Aus den Händen von Christies´ Weinlegende Michael Broadbent MW erhielten sie in der grandiosen Guild Hall in London (Foto) ihr Diplom.

Neben dem Conran Toprestaurant Orrery´s (mit Diplomastudent Gerald Diemt als österr. Sommelier) und tea im Institute of Masters of Wine war Sotheby´s ein zentraler Punkt des Besuchsprogrammes in London. Die Chefin der Weinabteilung von Sotheby´s Serena Sutcliff MW empfing die Gäste und stellte Ihnen einen Vormittag lang das Haus vor. Gemeinsam wurde dann so im Vorbeigehen ein 67-er Lafite Rothschild verkostet, der es nicht in die nächste Auktion geschafft hatte – zur Freude der Gäste.
Winzerkonferenz in Rust - Marke, Herkunft oder Rebsorte?
Erfordert das Weinmarketing im 21. Jahrhundert eine neue Ausrichtung? Herkunfts- oder Rebsortenmarketing, oder soll die Marke in den Vordergrund gerückt werden?
Das Thema „Ausrichtung des Marketings“ zog Mitte Jänner in die Weinakademie Rust naturgemäß viele Weinakademiker an. Josef Schuller (MW), Direktor der Weinakademie Österreich, hatte dazu heimische wie internationale Experten zur Sprache kommen lassen. Wenn auch keine klare Antworten gefunden werden konnten, so zeigten sich viele mögliche Denkansätze.
Fokus auf Konsument
Einleitende Worte fand Joana Locke (MW), Chairman vom Institute of Masters of Wine. Auf der einen Seite gebe es das alte System des Herkunftmarketings
a la Frankreich, auf der anderen Seite die Neue Welt mit ihrem Rebsortenmarketing – wenngleich auch hier in einigen Ländern bereits
Schritte zur Regionalisierung gesetzt werden. Für Locke sind Sortenweine leichter zu verkaufen, denn der Konsument könne sich mehr vorstellen. Generell apelliert
sie, den Konsumenten mehr in den Mittelpunkt der Überlegungen zu stellen, „ihn mit auf die Weinreise zu nehmen“. Es gelte nach Locke zu bedenken, dass er weniger weiß, „wie
wir alle glauben“. Umso wichtiger sei es, das Etikett so verständlich wie möglich zu gestalten. Das erklärt auch den großen Erfolg Australiens in England.
Länder als Marke
Chile
Ein markantes Beispiel, wie man die Herkunft (Chile) bei der Entwicklung
eines neuen Weines in den Vordergrund rückt, brachte Marian Kopp, vom Konzern Racke International. Ein beeindruckender Werbefilm zeigt,
worauf in der Werbung gesetzt wird: Wunderbare Andenlandschaft,magische Elemente und das Sonnensymbol der Inkas. Der Name „Espiritu de Chile“ sei nach einer fundierten
Marktforschung ausgewählt worden, ebenso das Etikettt, das Urtümlichkeit und die Kultur der Mayas sowie Azteken vermittelt. Kopp betont,
dass jeder Euro der in die Marktforschung gesteckt wird, mehr bewirke wie etwa im Vertrieb. „Der Konsument zählt, das sollte man besonders bedenken, wenn der Vertriebsweg
über den Handel führt. Und ohne den Handel geht es heute ohnehin nicht mehr“. Zuerst entscheide immer das Etikett, dann erst sei die Qualität für
den Retail wichtig. Bei „Espiritu de Chile“ ist die Herkunft elementarer Teil der Marke, und Kopp gibt mehrere Gründe für diesen Schritt: Chile
biete optimales Terroir, zudem sei Chile ein Weintrendland mit Zukunft. Gleich von Beginn weg setze man sich bei der Preispositionierung bewusst 30 % über dem vergleichbaren Durchschnitt. Mit
dem südafrikanischen Wein „Golden Kaan“ nennt Kopp ein Beispiel, das mit ähnlicher Preisgestaltung international großen Erfolg eingefahren hat (14 Mio. Flaschen).
Australien
Mittlerweile hat sich der Konsument von Australien ein gutes Bild gemacht. Der viertgrößte Weinexporteur der Welt hat ein enormes Wachstum
hinter sich. Es kam zu Überkapazitäten und zum Preisverfall der Trauben. Anhaltende Dürre hat aber nun zu drastischen Ernteeinbrüchen geführt, sodass die
Nachfrage aktuell größer wie das Angebot ist. Seitens der Landesmarketingorganisation hofft man daher auf weniger Tankbzw. Bulkexporte. Stattdessen soll
der Anteil an Flaschen im Export steigen. Wolfgang Banovits von „Wine Australia“ stellte die vierstufige Qualitäspyramide australischer Weine vor. Die Basis bilden die „Brand
Champions“, sie sind leicht zugänglich, meist Mulitdistrictblends für die Spaßgeneration. Eine Stufe darüber liegt die „Generation next“, die
sich durch innovtive Aufmachung und ungewöhnliche Sorten abhebt. Mit den „Regional Hereos“ setzt man bereits auf Eigenständigkeit und regionale
Typizität. Das Topsegment namens „Landmark Australia“ definiert sich als „Pionierweine mit Geschichte“.
Österreich
ÖWM-Chef Willi Klinger erklärt sich das erfolgreiche Rebsortenmarkting Österreichs mit der Vielzahl an autochtonen Sorten (Grüner
Veltliner etc.). Das schaffe Identität und Unaustauschbarkeit. Nachteilig seien jedoch die höheren Markteintrittskosten, „denn Grüner Veltliner und Blaufränkisch
muss man im Ausland im Gegensatz zu Chardonnay erst erklären“, so Klinger. Für ihn komme Identität vor Image. Identitätsstiftend sind dabei die Herkunft, wie die Sorte, der Weinstil und der Winzer (als Marke). „Herkunft als Marke hat Zukunft in einem kleinen Land, Herkunft ist auch Marke – wenn man es gut
macht“, stellt Klinger klar.
Italien
Bestes Beispiel für inflationäre Bezeichnungen im Bereich des Herkunftsmarketings gibt Italien. Norbert Reinisch, Exportmanager bei Braida/Piemont, erklärt den
Werdegang. Nach französischem Vorbild seien 1963 Strukturen aufgebaut und immer wieder erweitert worden (Stichwort „VDT, IGT, DOC, DOCG“). Nunmehr gebe es über 300 DOC-Weine – eine unüberschaubare
Vielfalt, die kein Konsument versteht. Schuld daran sei letzlich eine fehlende Mengenkontrolle.
Was braucht der Handel?
Marketing aus der Sicht des Handels erklärte Mario Morandel, vom Weinhändler Morandell International. Bei internationalen Weinen stehe die Marke an erster Stelle, dann folge erst die Herkunft und die Rebsorte (Ausnahme Neue Welt). In Österreich sei der Winzer die Marke, danach folgen Rebsorte und Herkunft, wobei die Herkunft
immer stärker in den Vordergrund gedrängt werde. Als erfolgreiches Beispiel nannte Morandell den Weinviertel DAC. Was sind für ihn die drei
wichtigsten Faktoren eines Weines im Verkauf? Eigenständigkeit und Identität, vernünftige und kontinuierliche Preispolitik sowie eine permanente Verfügbarkeit.
Zukunft des DAC?
Steiermark ist das einzige Bundesland, das noch keinen DAC kreiert hat. Werner Luttenberger, Landwirtschaftskammer
Steiermark, erklärt warum. Bereits seit 1986 gebe es eine eigene Marktgemeinschaft Wein, im Vordergrund stehe hier, den Abhof-Verkauf als Weinerlebnis zu positionieren. Zudem sei die Struktur der Betriebe sehr klein und „wir arbeiten noch an den Weinstilen – sie sollen geschärft werden“. Beim Sauvignon Blanc in der Südsteiermark
sei man bereits fortgeschritten, auch die Weststeiermark scheint mit dem Schilcher bereits weit entwickelt.
Autor: DI Walter Kaltzin, Redaktionsleiter der Winzer
Dr. Franz Fischler erster WEINAKADEMIKER H.C. Österreichs!
Im Rahmen der Graduierungsfeiern der Weinakademie Österreich rund um Martini im Burgenland und im deutschen Rheingau wurde der Titel Weinakademiker an 59 Absolventen verliehen. Die Weinschlösser Schloss Esterházy und Schloss Vollrads gaben den feierlichen Rahmen für die Graduierung. Erstmals wurde der Titel Weinakademiker H.C. an einen Österreicher verliehen - an Dr. Franz Fischler.

Der Absolventenjahrgang ist mit 59 neuen Weinakademikern der zweitgrößte in der Geschichte der Weinakademie. Die Zahl der Weinakademiker erhöht sich damit auf über 400, sie kommen aus 16 verschiedenen Ländern und nehmen Schlüsselpositionen in der Weinwirtschaft ein - und das nicht nur in Österreich. Neben Österreich und Deutschland sind im Jahrgang 2007 auch die Schweiz, Italien und Ungarn mit Absolventen vertreten. Holland, Polen und Panama stellen ihre ersten Weinakademiker.
Das Diploma in Wines & Spirits, die international renommierteste Ausbildung im Weinhandel, wird von der Weinakademie Österreich in Kooperation mit dem britischen Wine & Spirit Education Trust (WSET), der weltweit größten Weinschulungsinstitution durchgeführt, und ist die Vorstufe zur elitären Master of Wine Qualifikation.
Der Titel "Weinakademiker" wird an erfolgreiche Absolventen des Diploma verliehen und ist Auszeichnung und Auftrag zugleich. Die Weinakademiker treten dem Absolventenverband, dem "Club der Weinakademiker", bei und verpflichten sich einem Ehrenkodex, der permanente Weiterbildung und höchste ethische Ansprüche im Umgang mit Wein postuliert.
Das Kuratorium der Weinakademie verlieh erstmals den Titel "Weinakademiker H.C." an einen Österreicher. Dr. Franz Fischler hat sich bereits in seiner Zeit als Landwirtschaftsminister für die Weinakademie verdient gemacht, er hob die Weinakademie Österreich im März 1991 aus der Taufe und war weltweit als EU-Kommissar ein grandioser Botschafter für Wein und den Genuss generell. Er ist der zehnte Träger dieses Titels weltweit.
Einige Absolventen zeigten auch heuer wieder herausragende Leistungen, die mit Stipendien belohnt wurden:
- ÖWM Weinmarketing Preis: Mag. Gertrud Putz (A)
- SPAR Award: Mag. Joachim Strodl (A) und Karl A. Kalt (CH)
- Wein & Co Tasting Trophy: 1. Dr. Norbert Reinisch (A), 2. Kornel Dura (H), 3. Markus Wilhelm (A)
- Weinakademie Top Student Award: Dr. Norbert Reinisch (A)
![]() | ![]() | |
![]() | ![]() | |
![]() | ![]() | |
![]() | ![]() | |
Weinakademiker Rust 2007
![]() | Mag. Heike Arbter Die Wienerin arbeitet seit ihrem Studium an der WU im Bankenbereich, unter anderem beschäftigt Sie sich auch mit Futures und Optionen im Aktienbereich. Ihr privates Interesse konnte sie schließlich mit dem Diplomarbeitsthema "Weininvestment - eine französisch-englische Geschichte?" beruflich verbinden. |
![]() | Petra Bader Wuchs im elterlichen Weingut in Heilbronn in Württemberg auf und absolvierte ihre Ausbildung zur staatlich geprüften Sommelière in Heidelberg. Sie war 1991 Sommelier des Jahres in Deutschland und 1999 in Österreich. Sie führte lange Jahre das Restaurant Perkeo in Salzburg und ist heute als selbständige Weinberaterin und Weinjournalistin tätig. |
![]() | Peter Barilits Stammt aus Draßburg im Burgenland, wo seine Eltern einen kleinen Weingarten bewirtschafteten. Für den Bankangestellten wurde das Thema Wein erst in den letzten Jahren wieder aktuell und ein effizientes Business-Tool. Eine nebenberufliche Tätigkeit im Weinbereich ist geplant. |
![]() | Dr. Johannes Bernegger Kommt aus Braunau am Inn, studierte Jus in Salzburg und ist in der Sozialarbeit tätig. Als Ausgleich entwickelte er eine Passion für Wein und gründete 2003 die Salzburger Weinhandlung Bernegger & Partnerinnen. |
![]() | Heinrich Böhacker Lernte über seinen Job als Zolldeklarant in Klingenbach über Dokumente für Weinexporte viele Winzer und deren Weine kennen. Mit dem Fallen der Grenzen nach Ungarn wurde 2004 auch seine Firma liquidiert. Wein ist nun, ausgerüstet mit dem weinakademischen Abschluss, sein neues Betätigungsfeld. |
![]() | Reinhard Duchek Ist gelernter Koch und Kellner, arbeitete in der internationalen Topgastronomie bevor er 1995 mit seiner Frau einen Getränkefachhandel mit Spirituosen und Wein eröffnete. Heute ist er für Top Spirit Mounier in der Weinabteilung tätig und betreut die Wiener Topgastronomie. |
![]() | Kornel Dura Lebt in Budapest, wo er auch sein Wirtschaftsstudium absolvierte. Im Jahr 2000 gründete er mit einigen Partnern "Monarchia Wines" - heute ein führender Weinimporteur in Ungarn. 2004 wechselte er zu Riedel Glas und ist dort Regional Sales Manager für Osteuropa und Skandinavien. |
![]() | Mag. Karl Andreas Estl Stammt aus Oberpullendorf im Mittelburgenland, wo er als Steuer- und Unternehmensberater tätig ist. Die Rotweine des Blaufränkischlandes waren der Start seiner Weinleidenschaft. Für seine berufliche Tätigkeit sieht er im Weinbereich und Tourismus nun verstärkte Möglichkeiten. |
![]() | Manfred Fiedler Ist als Sohn eines Weinbauers in Mörbisch aufgewachsen. Der Polizeibeamte führt heute in Rust einen kleinen Hobbyweinbau. Die 3.000 Flaschen werden aber auch in Deutschland und Tirol vertrieben - eine wachsende Konkurrenz für seinen Freund und Weinberater Hans Feiler. |
![]() | Andreas Fischl Stammt aus Mörbisch und wuchs im elterlichen Weingut Kranixfeld auf. Er absolvierte die Weinbauschule in Retz, ist seit 1992 im Weingut verantwortlich für den Keller und führt seit 2004 den gesamten Betrieb. Champion in Laibach und Salonsieger 2007 im Salon Österreichischer Wein sind seine bisher größten Erfolge. |
![]() | Sandra Gneist Die geborene Braunauerin absolvierte das Tourismuskolleg, wo sich auch ihr Weininteresse entwickelte. Sie ist heute Geschäftsführerin einer Hotel/Restaurant/Event Management Firma in Klagenfurt. |
![]() | Mag. Alfred Groiss Stammt aus dem Bezirk Melk, studierte Wirtschaft in Wien und ist nach einer Bankkarriere heute Leiter der Finanzierung Südosteuropa bei Siemens Österreich. In diesen Ländern fand er auch das Thema seiner Diploma-Arbeit und möchte sich auch beim Wein auf diese Region spezialisieren. |
![]() | Michael Hackl Stammt aus einem Weinbaubetrieb in Jois, ist absolvierter Weinbau- und Kellermeister und führt seit 2000 auch den elterlichen Weinbaubetrieb. Dort möchte er in Zukunft auch weiter mit voller Kraft an der Produktqualität und am Marketing für das Weingut arbeiten. |
![]() | Herbert Hanus Ist Wiener, studierte Wirtschaftsinformatik und ist heute im Bereich des Informatikservice tätig. Wein war bisher ein rein privates Hobby, der Zugang zum "Weinjournalismus" ist ein erklärtes Ziel für die Zukunft. |
![]() | Markus Hareter Stammt aus Weiden am See aus einem Weinbaubetrieb, absolvierte die HBLA Klosterneuburg und diverse Pflichtpraktika bei renommierten Winzern. Heute ist er als Berater für Weinbau in der Burgenländischen Landwirtschaftskammer tätig. |
![]() | Heide Haselberger Ist Winzerin aus Hollabrunn im Weinviertel. Über das Leader-Projekt "Winzerinnen im Weinviertel" startete sie die Ausbildung an der Weinakademie. Für ein großes Weingut ist sie im Nebenjob Repräsentantin, im eigenen Weingut darf sie von Weingartenarbeiter bis Managing Director alles sein. |
![]() | Moritz Herzog Der geborene Steirer absolvierte nach einem abgebrochenen Medizinstudium das Tourismuskolleg in Klessheim, arbeitete dann in der Gastronomie und wechselte als Restaurantleiter vom Palais Coburg in die Weinbranche. Heute ist er Marketingmanager für die Pannobile Gruppe in Gols und ist Teilhaber an einem Weingut in Südfrankreich. |
![]() | Matthias Jäger Kommt aus Sterzing in Südtirol. Seine Weinpassion begann in der Meraner Hotelfachschule. Nach der Sommelierausbildung arbeitete er in Eppan in der Kellerei St. Michael, heute ist er geschäftsführender Verkaufsleiter des Weinguts Baron Di Pauli in Kaltern. |
![]() | Ákos Joó Kommt aus Györ und erhielt seine gastronomische Ausbildung in Sopron. Dort hat ihn Wein in seinen Bann gezogen, in Südtirol wurde er immer mehr zur Leidenschaft. Er ist nun seit 20 Jahren in der Hotellerie tätig, heute als Maitre d´Hotel in St. Magdalena in Südtirol. |
![]() | Ing. Karl A. Kalt Kommt aus Maienfeld in der Schweiz und ist ausgebildeter Maschinenbauingenieur. Er stieß bei der Planung seines dritten Lebensabschnittes auf die Homepage der Weinakademie und den Slogan "größte Weinschule des Kontinents". Er wollte eigentlich nur in die Welt des Weines schnuppern und ahnte nicht, dass dies süchtig macht. |
![]() | Mag. Reinhard Keiblinger Kommt aus Herzogenburg in Niederösterreich und ist Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Als Traisentaler ist er familiär mit dem Weinbau vorbelastet und möchte in Zukunft seine 20-jährige Finanzerfahrung österreichischen Weinbaubetrieben verstärkt zu Verfügung stellen. |
![]() | Christian Leeger Ist Schweizer und lebt als diplomierter Wirtschaftsinformatiker in Zürich, wo er in einem Software Unternehmen arbeitet. Durch den Weinanbau auf dem großelterlichen Betrieb kam er sehr früh mit Rebe und Wein in Kontakt, das Interesse ist bisher rein privater Natur. |
![]() | Mag. Gerda Liegenfeld Stammt aus dem Weingut Bayer in Donnerskirchen, studierte Geographie und Geschichte und war 10 Jahre als Lehrerin tätig. Heute führt sie mit Ehemann Andreas das Weingut Liegenfeld in Donnerskirchen. Der Leithaberg ist ihre Leidenschaft. |
![]() | DI Johann Markowitsch Wuchs im elterlichen Weingut in Göttlesbrunn auf und absolvierte sein Agrarökonomik-Studium an der BOKU Wien. Seit 2002 führt er gemeinsam mit seinem Bruder das Familienweingut Lukas Markowitsch. |
![]() | Karin Meindlhumer Stammt aus Gallspach in Oberösterreich. Als Servicemitarbeiterin in der Gastronomie entwickelte sie ihr Weinwissen weiter und ist heute Weinberaterin in der Vinothek "Wirt am Berg". Sie sieht sich als Botschafterin des Weingenusses in Oberösterreich. |
![]() | Reinhard Muster Stammt aus dem Weingut Dreisiebner-Muster in Gamlitz. Nach der Absolvierung der Weinbauschule Silberberg übernahm er das Weingut seines Onkels, gründete das Weingut Muster-Gamlitz und hat sich als neuer steirischer Shootingstar etabliert. |
![]() | Anita Nickel Ist geborene Münchnerin, studierte Sprachen und betreut italienische Kunden für UTA und Mercedes Service Card. Mit dem Hobby Wein und ihrem Weinakademiker-Partner Roland Binder war der Weg an die Weinakademie praktisch vorgegeben. |
![]() | Erich Pello Der geborene Oberösterreicher arbeitete u.a. als Restaurator und Kameraassistent bevor er 1984 das Kulturgasthaus "Alte Welt" in Linz eröffnete. Heute lebt er im Weinviertel, schreibt Weinbücher, kuratiert Ausstellungen und veranstaltet kultur- und kunstgeschichtliche Fahrten in verschiedene Weinbaugebiete. |
![]() | Klaus Pepelnik Ist geborener Grazer, sein Onkel in der Schweiz versuchte ihn jahrelang davon zu überzeugen, dass Wein etwas Gutes ist. Letztendlich war sein Onkel erfolgreich. Heute ist der Briefträger ein "pazzo di vini" - ein Weinverrückter und möchte in der Weinbranche tätig werden. |
![]() | Alfred Ploder Der Winzer aus dem steirischen Vulkanland stammt aus einem kleinen gemischten landwirtschaftlichen Betrieb, absolvierte seine Weinausbildung in Silberberg und spezialisierte seinen Betrieb auf Weinbau. Heute führt er sein 16 ha Weingut mit seiner Familie und wird bereits von seinen weinfachlich ausgebildeten Kindern unterstützt. |
![]() | Christian Prückler Stammt aus dem Weinort Purbach und legte bereits in der Tourismusschule die Ausbildung zum Jungsommelier ab. Es folgten Jahre bei Wein & Co und heute ist er im Weinarchiv Team des Palais Coburg tätig, einem der besten Weinkeller der Welt. |
![]() | Mag. Gertrud Putz Stammt aus Friesach/Kärnten und ist Absolventin der WU. Nach Jahren im Marketing von Henkel und Unilever gründete sie eine Werbeagentur und leitete bis Mai 2007 als Selbständige die Marketingagenden von Stift Klosterneuburg. |
![]() | Dr. Norbert Reinisch Ist Innsbrucker und Facharzt für Innere Medizin. Bei einem Vinitaly Besuch lernte er die Tochter des legendären Giacomo Bologna detto "Braida" kennen, verliebte sich und heiratete. Er betreibt heute mit seiner Frau das Weingut im Piemont und mit Braida Weinen macht er sozusagen Vorsorgemedizin. |
![]() | Mag. Kurt Sattler Wuchs in Tadten im Burgenland auf, wo sein Bruder ein Weingut führt. Er studierte Architektur und war in Wien und Los Angeles, wo er sechs Jahre lebte, als Architekt tätig. In Kalifornien erwachte wieder sein Interesse für Wein, heute versucht er Wein und Architektur in Österreich zu verbinden. |
![]() | Anna Elisabeth Schachner Kommt aus Mureck in der Steiermark und ist Quereinsteigerin in die Gastronomie. Nach Absolvierung der Diplomsommelier-Ausbildung ist sie heute Chefsommelière im Landhauskeller in Graz. In Zukunft möchte sie verstärkt im Seminarbereich tätig sein, ohne jedoch ihre Arbeit an der Basis zu vernachlässigen. |
![]() | Josef Schreiblehner Ist Sohn passionierter Wirtsleute, die Kellergassen von Fels am Wagram faszinierten damals schon den Teenager. Nach der Tourismusfachschule und Wanderjahren in der internationalen Topgastronomie landete er im Weinhandel als Verkaufsleiter bei Unger Weine KG in Bayern. |
![]() | Werner Schreiner Ist Winzer aus Gols im Burgenland. Er absolvierte die Weinbauschule in Eisenstadt und ist Weinbau- und Kellermeister. Im eigenen Weingut hat er die Funktion des Önologen aber bereits an seinen Sohn Alexander verloren. |
![]() | Mag. Joachim Strodl Stammt aus Walbersdorf bei Mattersburg, wo er bereits in der Kindheit im landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern Kontakt mit Weinbau hatte. Als gelernter Publizist wollte er dem Weinkult auf den Grund gehen und wurde selbst von der faszinierenden Welt des Weines gefangen genommen. Seit 1999 ist er Mitarbeiter der Weinakademie. |
![]() | Markus Wilhelm Kommt aus Pfunds in Tirol. Nach der Absolvierung der Tourismusschule und Tätigkeit in der internationalen Gastronomie, legte er die Sommelierausbildung ab. Heute ist er verantwortlich für den Weinhandel der Firma Interzegg AG in der Schweiz. |
![]() | Sabine Winkler Ist in Wulkaprodersdorf im Burgenland aufgewachsen. Ihr Weininteresse wurde beim Studium in Wien geweckt. So jobbte sie im Geschäft Wein & Wäsche und weiter in der Weinbar Tinto Rosso. Ihr Geschichtsstudium und ihre Weinausbildung möchte sie in Zukunft beruflich verbinden. |
![]() | Mag. Christian Zettl Stammt aus Bernstein/Burgenland und ist studierter Statistiker. Ein Geschenksgutschein für ein Weinseminar stand am Anfang der Weinpassion. Wein und Mathematik zu verbinden wäre sein Traum, auch der MW steht auf der Wunschliste |
Degustation mit den Weinakademiker Winzern
![]() | |
![]() | |
Der fünfte Weinakademiker - Jahrgang graduierte auf Schloss Vollrads!

Dem fünften Absolventenjahrgang des Diploma in Wines and Spirits an der FA/FH Geisenheim wurde im Rahmen der traditionellen Graduierungsfeier am 10. November 2007 der Titel Weinakademiker verliehen. Schloss Vollrads gab den feierlichen Rahmen für die Graduierung von 18 neuen Weinakademikern.
Mit dem neuen Absolventenjahrgang erhöht sich die Zahl der Weinakademiker auf knapp 400, über 100 kommen aus Deutschland. Die Weinakademiker stammen aus 15 verschiedenen Ländern und nehmen oft Schlüsselpositionen in der internationalen Weinwirtschaft ein. Mit Miroslawa Nocon brachte der Jahrgang die erste polnische Absolventin, mit Zoraida Dreesbach die erste panamaische Weinakademikerin.
Das Diploma in Wines and Spirits, die international renommierteste Ausbildung im Weinhandel, wird seit 2001 von der Weinakademie Österreich an der FA/FH Geisenheim in Kooperation mit dem britischen Wine & Spirit Education Trust (WSET) und dem DWI durchgeführt. Diese Ausbildung ist auch die empfohlene Vorstufe zur elitären Master of Wine Qualifikation.
Der Titel "Weinakademiker" wird an erfolgreiche Absolventen des Diploma in Wines and Spirits verliehen und ist Auszeichnung und Auftrag zugleich. Die Weinakademiker treten dem Absolventenverband, dem "Club der Weinakademiker", bei und verpflichten sich einem Ehrenkodex, der permanente Weiterbildung und höchste ethische Ansprüche im Umgang mit Wein postuliert.
Einige Absolventen zeigten auch heuer wieder herausragende Leistungen, die mit Stipendien und Preisen belohnt wurden:
- Schloss Vollrads Preis: Julia Alexandra Klüber
- Vinissima Preis: Alice Beckmann
- DWI Stipendium: Achim Wolf
- ÖWM Stipendium: Nina Randel
- VDP Preis: Nina Randel, Frank Molitor, Simone Göller
- Weinakademie Top Student Award: Alice Beckmann
Weinakademiker Geisenheim 2007
![]() | Alice Beckmann Ist die Tochter eines Gastronomen aus dem Münsterland. Die Hotelfachfrau und Sommelière arbeitete in der Topgastronomie, praktizierte in verschiedenen internationalen Weingütern und wechselte dann in den Weinhandel. Heute leitet sie das Weineinzelhandelsgeschäft der Wein & Glas Compagnie in Berlin. Diploma-Arbeit: Weinkarten-Konzeption in der Gastronomie aus der Perspektive eines beratenden Weinhändlers unter Berücksichtigung von Zielgruppenbedürfnissen und Zukunftstrends. |
![]() | Roy Blankenhorn Führt in 5. Generation ihr VDP Weingut in Baden und ihr weinpolitisches Engagement reicht von der Vinissima Präsidentin bis zum Vorstand im deutschen Weinbauverband. Ein Kunde, der die Vorzüge eines Amarone gegenüber ihren Spätburgunder pries, war Anlass für ihre internationale Diploma-Ausbildung. Nun kann sie kundig und sachlich fundiert kontern. Diploma-Arbeit: Kultursponsoring durch die Weinwirtschaft - Chancen und Risiken. |
![]() | Achim Brettel Kommt aus Oberfranken und studierte in Geisenheim Getränketechnik. Er übernahm vor zwanzig Jahren den elterlichen Getränkegroßhandel mit Schwerpunkt Wein und Spirituosen für Gastronomiekunden. 1995 gründete er eine Vinothek als weiteres Standbein. Diploma-Arbeit: Deutscher Weinfachhandel Quo Vadis? |
![]() | Peter Dick Kommt aus der Bierstadt Düsseldorf, wo er die familieneigene Spedition übernahm und um die Firma "Die Weinquelle" 1990 erweiterte. Bekannt als Spezialist für südfranzösische Weine, arbeitet er heute vorwiegend mit mediteranen Weinen, hat aber auch deutsche Weine wiederentdeckt. Diploma-Arbeit: Languedoc - Qualitätsrevolution vom Massenwein bis zum Spitzenterroir. |
![]() | Zoraida Dreesbach Kommt aus Panama. Sie erhielt ihre Ausbildung als Restaurantfachfrau im Hospiz am Arlberg, wo die Verkostungen großer Weine von Hardy Rodenstock ihr Weininteresse weckten. Derzeit arbeitet sie als Chef-Sommelière im Hotel Hyatt Regency in Köln. Ihr nächstes Ziel ist erster MW Südamerikas zu werden. Diploma-Arbeit: Der Vergleich von Einkaufsstrategien und die Optimierung und Aktivierung des Wein- und Spirituoseneinkaufs für die Hotelkette Hyatt. |
![]() | Klaus M. Frank Ist gelernter Bankkaufmann und eröffnete - nach einer Bankkarriere bis zum Bankdirektor - vor zwanzig Jahren gemeinsam mit seiner Frau einen Weinhandel. Daneben ist er als Unternehmensberater im kaufmännischen Sektor selbständig tätig. Diploma-Arbeit: Cabernet in Südtirol - ein Irrweg? |
![]() | Signe Gau Ist im badischen Weinbaugebiet Markgräflerland mit Wein aufgewachsen. In der Ausbildung zur Restaurantfachfrau und beim Studium der Touristik spielte Wein immer eine Rolle. Sie führt heute zwei Jacques Weindepots und möchte in Zukunft Wein und Reisen verbinden. Diploma-Arbeit: Calvados - erfolgreiche Nische oder Schattendasein? |
![]() | Simone Göller Stammt vom Mittelrhein und arbeitete nach ihrem Studium der BWL in Paris, wo sich ihr Weininteresse entwickelte. Zurück in Deutschland bildete sie sich in Sachen Wein weiter, arbeitete für den VDP und plant den Schritt in die Selbständigkeit in der Weinbranche. Diploma-Arbeit: Entwicklung einer internationalen Markenstrategie für den Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) zur Positionierung und Vermarktung deutscher Weine am internationalen Weinmarkt. |
![]() | Julia Alexandra Klüber Ist Münchnerin, absolvierte die Hotelfachschule Klessheim in Österreich, wo bei Praktika in der Sternegastronomie die Weinleidenschaft entfacht wurde. Es folgte das Studium "Internationale Weinwirtschaft" an der FH Geisenheim, seit November arbeitet sie bei Mövenpick Wein. Diploma-Arbeit: Kult?Wein - vom Wein zum Kult |
![]() | Frank Molitor Ist geborener Moselaner, studierte VWL und arbeitete in Software-Unternehmen. Vom Weinvirus befallen, entschied er die Branche zu wechseln und möchte sich im Handel von Spezialsortimenten (Sherry) engagieren. Diploma-Arbeit: Markencharakter und individueller Wein - geht das? Konzeption eines Dachmarken-Sortiments deutscher Weine für den Export. |
![]() | Miroslawa Nocon Stammt aus Polen, lebt seit 1985 in Deutschland und arbeitete jahrelang in der Essener Szenegastronomie. Seit sieben Jahren ist sie als Weinfachberater in Weinhandlungen tätig - zuständig für den Einkauf. Sie ist die erste Weinakademikerin Polens, ihr nächstes Ziel ist der MW. Diploma-Arbeit: Weinbarkonzept: Szenen brauchen Orte - wo trifft sich Essens Weinszene? |
![]() | Nina Randel Stammt aus Hamburg, ist ausgebildete Hotelfachfrau. Ein Erlebnis mit einem Gast, dem sie weißen Trollinger verkaufen wollte, führte sie zu ihrer Sommelierausbildung und in den Weinhandel. Ihren Weinladen hat sie inzwischen verkauft und ist als Weindozentin bundesweit tätig. Diploma-Arbeit: Weine im Lebensmitteleinzelhandel und Discount - Gefahr oder Chance für die Weinbranche? |
![]() | Michael Schönberger Kommt aus Kiedrich, wo er auch einen kleinen Weinberg besitzt. Er studierte Weinbau und Önologie in Geisenheim und ist heute für die Jacques Weindepot Filialen in Mainz verantwortlich. Als Referent für die Viniversität lautet sein Motto: Ein guter Wein braucht keine Beschreibung - er spricht für sich. Diploma-Arbeit: Perspektiven und Chancen einer Region - Der Strukturwandel im Weinbau des Rheingaus und die neue Kellerei der Staatsweingüter. |
![]() | Mario Tertschnig Stammt aus Kärnten, wo er seine Koch- und Kellnerausbildung erhielt. Nach einer 15-jährigen Karriere in der internationalen Topgastronomie lebt und arbeitet er heute im holländischen Limburg, wo er als Weindozent und im Weinhandel tätig ist. Der Master of Wine ist sein nächstes Ausbildungsziel. Diploma-Arbeit: Limburg - Weinbauland mit Zukunft am 50sten Breitengrad. |
![]() | Sander Vriend Stammt aus Amsterdam, wo er die Hotelfachschule absolvierte. Nach einigen Jahren der Tätigkeit in der deutschen Hotellerie wechselte er die Branche und ist heute Missionar für Weine aus Washington bei St. Michelle Wine Estates als Sales Manager Continental Europe. Diploma-Arbeit: Washington State Weine und der Aufbau des Deutschen Exportmarktes. |
![]() | Franziska Wagner Kommt aus Thüringen und lebt heute am Niederrhein. Als Reiseverkehrsfachfrau wechselte sie 2003 die Branche und machte eine Ausbildung als Winzerin im Schlossgut Diel. Die Eröffnung des Weinhauses "Vintoura" war der nächste Schritt in den Weinhandel. Diploma-Arbeit: "Network-Marketing" als Chance für qualitativen Weinabsatz. |
![]() | Janine Weiss Stammt aus Hannover und hat dort die Ausbildung zur Hotelfachfrau absolviert. Es folgten Jahre als Weinstewardess auf Kreuzfahrtschiffen und als Restaurantleiterin. Heute bietet sie über Ihre Firma "Chenin Blanc" Weinberatung und Seminare an. Ein Schwerpunkt dabei sind Bioweine. Diploma-Arbeit: "Bio"-Wein-Siegel: Aufklärung oder Irreführung? |
![]() | Achim Wolf Wuchs in einem Weingut in Württenberg auf und erhielt seine Ausbildung zum Betriebswirt des Weinbaus an der FH Heilbronn. Heute ist er Einkäufer von Wein, Sekt und Spirituosen, die von seiner Firma exklusiv Apothekern für ihren Privatbedarf angeboten werden. Diploma-Arbeit: Videoclips im Internet - Chancen und Möglichkeiten für die Weinwirtschaft. |
Diploma in Wines and Spirits – Start in der Schweiz


Am 9. Mai 2007 war es soweit. Die Weinakademie Österreich startete die weltweit attraktivste Weinausbildung für den Weinhandel und die Gastronomie, das Diploma in Wines and Spirits, erstmals in der Schweiz! Der Kurs mit Toprepräsentanten des Schweizer Weinhandels war ausgebucht! Knapp 40 Studenten nutzen die Gelegenheit und absolvieren an der Hochschule Wädenswil (Großraum Zürich)den ersten Teil dieses internationalen Ausbildungsprogramms.
Diese renommierte Hochschule ist auch der Partner der Weinakademie bei der Durchführung der Ausbildung und stellt neben ihren Wissenschaftern auch die Schulungsräume sowie die Versuchskeller und experimentellen Weinberge für Praxisworkshops zur Verfügung. Weitere Kooperationspartner der Weinakademie in der Schweiz, die Vorqualifikationen zum Diploma anbieten, sind die Weinausbildung Schweiz sowie die Académie du Vin.
Neben den Seminaren in der Schweiz werden bei diesem neuen internationalen „Diploma in Wines and Spirits“ Seminarblöcke auch an den Standorten Rust, Geisenheim und Brixen stattfinden. Dabei gibt es mehrtägige Besuchsprogramme und Praxisworkshops in Österreich, Deutschland, Italien und Ungarn, wo die Teilnehmer bei Topwinzern Informationen aus erster Hand bekommen.
Den Beginn machten im Mai Besuchsprogramme in der Schweiz, wobei die Bündner Herrschaft und die beeindruckenden Pinot Noirs von Hermann, Grünenfelder, Donatsch & Co im Mittelpunkt standen. Die Winzergruppe VINOTIV und die Pinot RhEIN Gruppe präsentierten dabei ihre Weine. Ein Abend wurde von führenden Winzern aus dem Weinbaugebiet Zürichsee gestaltet, neben Räuschling und Clevner gab es auch neue Versuche mit Sauvignon Blanc oder St. Laurent zu verkosten.
Die nächsten Seminarblöcke finden im September und später im Oktober 2007 in Rust statt. Dort unterstützt die ÖWM diese Besuchsprogramme und bringt die Seminarteilnehmer in die österreichischen Weinbaugebiete. Ende September steht dann die Veranstaltungsreihe in Geisenheim im Rheingau auf dem Programm. Das DWI und der VDP organisieren dort Programme an der Mosel, Rheinhessen und in der Pfalz. Im Kloster Neustift in Brixen Südtirol starten dann ab März 2008 die weiterführenden Seminare dieser Ausbildung, natürlich wieder verbunden mit Besuchsprogrammen.
Alle Prüfungen und Workshops sowie die abschließende Präsentation der Diploma-Arbeit finden jedoch in Wädenswil statt. Auch die anschließende Graduierungsfeier zum Weinakademiker. Für diesen ersten Jahrgang wird das frühestens Ende April 2009 im beeindruckenden Ambiente von Schloss Au am Zürichsee der Fall sein.
EUROPEAN CENTER OF WINE EXCELLENCE
Mit dem erfolgreichen Start der Seminare in der Schweiz und in Südtirol im Studienjahr
2006/07 – in Deutschland führt die Weinakademie Österreich ja bereits seit 2002 in Kooperation
mit der FA/FH Geisenheim das Diploma in Wines and Spirits sehr erfolgreich
durch – hat sich die Weinakademie Österreich im gesamten deutschen Sprachraum gut
etabliert.
Seit Jahren ist die Weinakademie Österreich nun die größte Weinschule am Kontinent, und mit dem European Master of Wine-Kurs findet auch die weltweit renommierteste Weinausbildung in Österreich statt.
Der Durst nach Weinwissen wächst weltweit und gleichzeitig auch die Zahl der Anbieter von Weinseminaren und Weinausbildung generell. Viele selbsternannte Weinexperten veranstalten Weinseminare, für Interessenten wird das Angebot immer unüberschaubarer und undurchsichtiger. Als führende Weinschulungsinstitution sehen wir es daher als unsere Aufgabe, Qualitätsstandards für Weinseminare aber auch für „Wine Educators“ zu definieren, um den Interessenten eine qualitative Auswahl zu ermöglichen.
Die Weinakademie führt dabei eine internationale Plattform der führenden Weinschulen Europas an und arbeitet an Qualitätsrichtlinien für Anbieter von Weinseminaren. Für ihre Kunden und Studenten bemüht sich die Weinakademie dadurch eine verbesserte und international noch relevantere Ausbildung anzubieten.
Mit dem „Kongress der Wine Educators“ bietet die Weinakademie bereits seit 12 Jahren eine jährliche Weiterbildungsveranstaltung für Weinlehrer an, im Herbst 2007 findet der XII. Kongress von 25. - 28. Oktober in Rust statt. Aufbauend auf diesem Kongress soll sich diese Veranstaltung zu einer gesamteuropäischen Plattform für Wine Educators entwickeln. Ein erster Themenschwerpunkt wird dabei der verantwortungsvolle Umgang mit dem Kulturgut Wein sein. Das Vermeiden, die Vorbeugung von Missbrauch und die Verantwortung der Weinbranche sowie vor allem der „Wine Educators“ steht dabei im Vordergrund.
Ich lade Sie ein, uns bei unserer Mission der Förderung des verantwortungsvollen Umganges mit dem Kulturgut Wein zu unterstützen und sich in unseren Seminaren auch davon zu überzeugen.
TOP STUDENTS AWARD IN LONDON
Im Rahmen der kürzlich stattgefundenen AWARDS OF EXCELLENCE Feier des Wine and Spirit Education Trust in London, wurde den TOP-Absolventen des Weinakademiker Jahrgangs 2006, Mag. Alexander Moropulo (Rust) und Frank T. Maas (Geisenheim) ihr Diplom überreicht.
Ermöglicht wurde dies durch das Stipendium der Weinakademie Österreich, das an die Top-Studenten der Diploma in Wines and Spirits Ausbildung vergeben wird. Es beinhaltet neben einer Reise nach London zur Graduierungsfeier ein umfangreiches Weinprogramm unter der Leitung von Dr. Josef Schuller, Österreichs einzigem Master of Wine.
Gestartet wurde das Programm mit einem Besuch beim traditionsreichsten Vermarkter in der High Street "Berry Bros & Rudd". Dieser faszinierende Ausflug in die reiche Tradition des Londoner Weinhandels gewährte auch einen umfassenden Einblick in die höchst erfolgreichen Marketingstrategien dieses prestigeträchtigen Hauses.
Die am Abend stattfindende Award Ceremony in der ehrwürdigen Vintner´s Hall war ein Erlebnis der besonderen Art. Erfreulicher Höhepunkt aus "weinakademischer" Sicht war die Übergabe der Diplome an die Weinakademie Top Students.
![]() | ![]() |
WSET Boss Ian Harris lobte dabei besonders die Arbeit der Weinakademie Österreich und der Absolventen vor versammelter britischer Weinprominenz.
Das anschließende Dinner im Conran Flagship Restaurant ORRERY rundete den Tag perfekt ab: Der Sommelier Gerald Diemt, Österreicher und Diploma Student in Rust, hatte seinen dienstfreien Tag geopfert um die Besucher der Weinakademie zu verwöhnen und perfekt zu betreuen. Spannende Gerichte und ein sensationelles Weinservice gepaart mit Insiderinformationen zur Londoner Gastronomie prägten diesen Abend.
Eine große Verkostung von Top Cavas des Cava Institute und ein Cava Seminar von Sally Easton MW standen am nächsten Tag am Weinbesuchsprogramm. Beide Stipendiaten nutzten diesen Aufenthalt natürlich aber auch intensiv für ihr Business: Für Alexander Moropulo als Category Manager Spirits der SPAR Österreich war natürlich vor allem das Spirituosen-Sortiment der führenden Retailer in London von höchstem Interesse. Frank T. Maas nutzte als Weinmarketing-Consulent den London Besuch um Kontakt mit der internationalen Weinconsulting Gruppe Wine Intelligence zu knüpfen.
Zumindest einer der beiden Kandidaten hat Blut geleckt und möchte London in Zukunft öfter besuchen - im Rahmen des MW Studiums!
Weinakademie-Winzerkonferenz „Bio“: Raus aus der Nische
Biologisch, biodynamisch oder bionarrisch? Der Markt hat auf diese Frage längst eine Antwort gegeben: Die Bioschiene boomt in allen Lebensmittelbereichen – auch international.
Biologischer Weinbau ist in aller Munde. Ob und wie die Bioproduktion funktioniert und wie der Markt dazu ausschaut, thematisierte eine Winzerkonferenz der Weinakademie im Jänner. Ein mit etwa 130 Personen gefüllter Vortragssaal spiegelt das Interesse der Winzer wieder. Josef Schuller, Direktor der Weinakademie, begrüßte gleichermaßen bekannte Biowinzer, Umsteigerbetriebe sowie renommierte Winzer mit Ambitionen, in diese Richtung stärker zu denken.
Ökologischer Weinbau im Vormarsch
Aktuelle Aspekte und internationale Trends des ökologischen Weinbaus stellte Bioberater Dr. Uwe Hofmann (D) vor. Anteilsmäßig spiele der Biobereich nur eine untergeordnete Rolle, führt Hofmann aus, allerdings sei eine kontinuierliche Zunahme zu verzeichnen. Weltweit sei Italien mit rund 31.000 ha der größte Bioproduzent, dahinter liegen etwa gleich auf Frankreich und Spanien mit 16.000 ha. An vierter Stelle folge Kalifornien (8.000 ha), und dort ortet Hofmann die größten Expansionsbestrebungen.
Nachdem weltweit die Biolager leer seien, dies gelte für alle Produkte,wollen die Kalifornier den Trend nicht verschlafen. Generell zeige sich, dass die Überseeländer hier an Boden gewinnen. Bio allein verkauft jedoch nicht, appelliert
der Bioberater an jene, die nur an den kurzfristigen Erfolg denken. „Wir verkaufen keinen Boden und keine Begrünung, sondern Wein.
Schlechter Wein ist auch als Bio nicht vermarktbar“, stellt Hofmann klar. Aber wer Terroir-Weine erzeugen wolle, komme an der Bioproduktion nicht vorbei. Ohne gesunden Boden gebe es keine hochqualitativen und archetypischen
Weine. Von 30 bis 35 cm belebtem Boden hänge die Ertragssituation ab, erklärt Hofmann. Eine Spatendiagnose
gibt erste wertvolle Hinweise – auf einfachstem Wege. Ziel ist: „die Rebe in die Tiefe zu bekommen“.
Begrünungs- und Humusmanagement
Begrünung stellt für Hofmann einen wesentlich Punkt zur Belebung des Bodens dar. Welche Art der Begrünung (Sommer/Winter) hängt u. a. von der Art des Boden ab, die Wahl der Aussaat ist zudem vom gewünschten
Effekt und vor allem von der Wasserfrage abhängig. Bei der biologisch-dynamischen Bewirtschaftungsweise
geht man einen Schritt weiter. Durch Hornkieselpräparate soll hier der Boden dynamisiert
werden. Laut Hofmann zeigt sich in der Praxis eine Wirkung, erwähnt aber gleichzeitig, dass hier für
manche die Grenze zur Esotherik überschritten werde.
Pilzkrankheiten?
„Pilzkrankheiten sind nicht zu vermeiden, aber die Widerstandskraft der Pflanze wird gesteigert“, erklärt
Hofmann zur Krankheitsproblematik, die viele Winzern von Bioambitionen abhält. Reben seien besonders empfindlich gegenüber Peronospora, daher trage ein offener Boden bei Niederschlägen – über das zurückprallende Wasser – zur Primärinfektion bei.

Fallstudien
Aus der Praxis berichten mehrere erfolgreiche Betriebe. Ilse Maier, vom Geyerhof, hat das Glück, große zusammenhängende Fläche zu besitzen. Einträge von Nachbarn seien nicht zu erwarten, erklärt die im Kremstal beheimatete
Biowinzerin. Der Betrieb sei stark exportorientiert, schon weil wenig Zeit für den Verkauf vorhanden
sei. Bei der Umstellung vor etwa zwei Jahrzehnten hätte sie viel Lehrgeld bezahlt: „Erst nach zehn bis 20
Jahren bekommen die Reben eine stärkere Widerstandskraft“, glaubt sie zu wissen. Größtes Problem sei
der Botrytisdruck. Sie gibt den Tipp, nicht zu spät umzubrechen.
Weingut Bürklin-Wolf, Wachenheim/Pfalz: Der biodynamische Betrieb hat in der Pfalz schon immer
eine gewisse Vorreiterrolle gespielt, betont die Weingutsmitarbeiterin Sabrina Herndl-Lanz. Der 84 ha große Betrieb (600.000 Flaschen) ist auf Riesling spezialisiert. Ziel sind trockene, lagerfähige Weine mit Terroirausdruck.
Aufgrund niedriger Niederschläge sei Oidium (und Botrytis) das größere Problem. Derzeit laufen Versuche,
Trauben zu teilen, um den Pilzdruck zu verkleinern.
Weingut Meinklang, Pamhagen/Bgld:Erst seit einigen Jahren werde biodynamisch nach Demeter gearbeitet (55 ha WB, von 1.200 ha), stellt der junge Werner Michlits den großen Familienbetrieb vor. Man habe den Vorteil, einen typischen pannonischen Mischbetrieb (auch Rinder und Schafe) zu bewirtschaften, wo jedes Familienmitglied für einen Teil zuständig sei. „Anfangs gab es Probleme am Markt, „Bio“ hatte einen schlechten
Ruf“, gesteht Michlits. 2005 sei das Jahr der Wende gewesen – im Ausland wäre man schon früher akzeptiert
worden. In der Folge hätte sich ein erfolgreicher Zugang zum Lebensmittelhandel (Spar) ergeben. Die
Reben hätten im Betriebe eine gute Vitalität, er komme mit 2 kg Kupfer im Jahr aus (Trockengebiet!). Zur Reifeförderung
mache er Kieselapplikationen. Abschließend gibt der Biowinzer den Tipp, das Sicherheitsdenken
fallen zu lassen – „es funktioniert auch so“.
Fetzer Vineyards – Bontera/Kalifornien: Nachhaltigkeit bedeute bei Fetzer neben Umweltverträglichkeit,
auch wirtschaftliche Tragfähigkeit und soziale Verantwortung, erklärt Markus Volk vom kalifornischen
Weingut. Im Betrieb gebe es ein internes Abfallmanagement, dazu werden Mitarbeiter geschult. Der Energiespargedanke
stehe im Vordergrund, es wird auch selber Energie gewonnen und aktiv Lebensräume für mehr Artenvielfalt
geschaffen (Pflanzenstreifen). Generell bestünden in Kalifornien verschiedene Initiativen zur
Nachhaltigkeit im Weinbau – ein Viertel der Betriebe nehme daran teil. Man erwarte internationales Wachstum
im Biobereich, „das wollen wir uns nicht entgehen lassen“, so Volk mit deutlichen Worten.
Markt und Marketing
Anne Thysell, Spar: „Wir haben die Aufgabe, den Kundenwünschen entsprechend einzukaufen“, daher mussten
wir auf die Biowelle reagieren, betont die für den Wein zuständige Einkaufsmanagerin bei Spar. Die Eigenmarke
„Natur pur“ sei aber wegen des Alkohols nicht auf Wein erweiterbar, daher habe man eine neue
Linie entwickelt: „biorebe“ (vom Weingut Michlits). „Zuwächse von über 100 % in einem Jahr haben uns
alle überrascht“, trotzdem bleibe der Bioanteil noch unter 1 % und damit eine Nische, erklärt Thysell. In Zukunft
seien neue Listungen geplant, aber: „Auch die Qualität, das Design und der Verschluss muss passen,
zudem brauche man Kontinuität in großen Mengen. Schwierig sei es, Bioweine zu finden, die ein gutes Preis-
Leistungsverhältnis aufweisen.
Schuster Del Fabro: Auch der Wiener Wein- und Getränkehändler Del
Fabro hat auf die Marktentwicklungen reagiert. Zwar habe eine Umfragezu Bio Ernüchterung gebracht, aber eine große Bioverkostung,
danach eine eigene Bioveranstaltung habe große Resonanz gefunden. Je mehr Topbetriebe auf Bio aufspringen,
desto größer werde der insgesamte Erfolg, so Josef Schuster. Bio müsse stärker kommuniziert werden, sei dann
aber perfekt zur Differenzierung geeignet.

Willi Klinger/ÖWM: Der ÖWM-Chef sieht innerhalb der Branche vermehrt ethische Fragen auftauchen. Bio könne hier eindeutige Antworten geben, allerdings wünsche er nicht, die österreichische Winzerschaft auseinander zu dividieren. „Österreich muss geschlossen auftreten. Wir produzieren noch ursprünglich und haben keine Weinindustrie“. Das romantische Bild des Konsumenten vom Wein dürfe nicht zerstört werden.
Rudolf Knoll/Vinum: „Wir Journalisten stehen prinzipiell dem Thema Bio aufgeschlossen gegenüber.“ Man dürfe aber nicht wegen der Brieftasche umstellen, „man muss glaubwürdig dahinter stehen“, schloss Knoll.
Autor: DI Walter Kaltzin, Redaktionsleiter DER WINZER
Unterlagen der Vortragenden zum Download
Dr. Uwe Hofmann
DI Markus Volk
Liz Stich
Sabrina Herndl-Lanz
zum News-Archiv
Wines and Spirits

















































































































































































































































